2015/01/16

Dresden will's wissen und ich - neugierig wie ich bin - auch





Ihr wisst schon, wenn's hier politisch wird, dann ist's mir schon sehr wichtig.

In den letzten Wochen liegt mir das Bild, das von Dresden gezeichnet wird echt schwer im Magen. Denn das Dresden, dass ich kenne und liebe hat so gar nichts mit Pegida zu tun. Ich liebe meine Arbeit und vor allem das internationale Arbeitsflair. Ich liebe den Input, den mein Leben dadurch kriegt. Und es tut mir echt in der Seele weh, wie vielen Vorurteile und echte Infos nicht auseinander halten können. Wir hier in Dresden haben eigentlich kaum - wenig - islamische Einwanderer noch weniger Probleme haben wir mit ihnen. Wir haben hauptsächlich Probleme mit Engstirnigkeit und Vorurteilen. Umso mehr schmerzt es mich, dass in Dresden dafür eine Plattform gefunden wurde.

Dabei ist es definitiv nicht die gemeine Dresdnerische Meinung - das zeigt auch die demographische Statistik der TU Dresden:
36% der Pegida Teilnehmer kommen tatsächlich aus Dresden und Umgebung, 38% aus dem sächsischen Umland, der Rest aus Berlin und sogar dem Westen der Republik. 75% sind männlich. Trotzdem - ganz objektiv sind die Zahlen nicht, denn 65% der Demonstrierenden verweigerten die Auskunft.

Desto mehr braucht es Dresdner, die dem Rest zeigen, Pegida ist nicht das Volk sondern nur ein kleiner, besonders lauter Teil. Ob Gegendemos da wirklich hilfreich sind, sei mal dahingestellt. Ich mag ja lieber positive Zeichen: Also gehe ich Montag zu meinem ersten Science Slam auf dem Neumarkt und lerne über die Wissenschaften in Dresden ohne Vorurteil gegenüber irgendwas.



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