2014/10/27

[Montagsfrage] LVII & LVIII: Montagsfrage: Habt ihr euch schon mal den Namen einer Romanfigur geliehen?

Einen Montag ausgesetzt, machen wir uns also lieber frisch ans Werk
Montagsfrage via Libromanie

LVIII: Habt ihr euch schon mal den Namen einer Romanfigur geliehen?
Ja, aber sicher. Ich bin ein Riesen-Benamser. Alles was mir dienlich ist wird benamst. Von Waschmaschine bis Auto, und natürlich alle Computer oder andere technische Entertainment-Geräte - tablets, ink-reader etc.
Der grosse Rechner wird meist vom Helden benamst und so sind das oft Simpsonfiguren - nicht besonders originell, nicht wahr?

Nicht nur weil mein Nickname ja auch auf einer Geschichte von ihm basiert (also eigentlich im Ursprung nicht, aber ich habe ihn aufgrund dessen gerne behalten) mause ich hingegen gern von meinem Lieblingsautoren Michael Ende:

  • So heisst mein Laptop Atreju
  • mein iPad Kassiopeia (weil ich da anfangs am meisten drauf gelesen habe, und es so Buchstaben auf dem Rücken hatte) und der herrliche Jojo (aka Beetelebum) hat mir da zur Dresden Comic Messe eine super Schildkröte draufgepinselt. Da bin ich sehr stolz, auch wenn die Hälfte leider mittlerweile das zeitlich gesegnet hat - von der Schildkröte, nicht vom iPad. 
  • Das kleine ist weiss und heisst Fuchur
  • Mein kindle-Inkreader heisst Irrwitzer
  • der vom Helden einfach "the Dude" nach seinem Lieblingsfilm. Den habe allerdings ich benamst, weil das ein Geburtstagsgeschenk war. 
Mac-Rechner verlangen ja eigentlich per se einen Namen, also find ich das normal, dass die auch einen etwas kreativeren kriegen. Mein Erster - ein altes gebrauchtes ibook - hiess dementsprechend Granny nach Granny Smith, der Apfelsorte und weil es ein "Rentner" war. Ich mochte die innere Ironie des Namens und er war ganz weiss und hatte immer ein giftgrünen Desktop Hintergrund.  


LVII: Welche Romanverfilmungen haben dir in der letzten Zeit besonders gut gefallen?

Man definiere in letzter Zeit? Prinzipiell bin ich wohl unkritischer bei Literaturverfilmungen, da ich ja nun selbst schon einen Film gemacht habe und die Sorgen von Dramaturgie und dem Element Film als solchen kenne. Was im Buch funktioniert, funktioniert nicht immer im Film, es ist eben ein ganz anderes Medium. Ich bin also kein extremer Verfechter von Authentizität im Sinne von "Im Buch war das aber nicht so ...". Ich finde gute Verfilmungen dürfen Änderungen vornehmen und dürfen vor allem kürzen, sie müssen es sogar.

Grossartig fand ich alle sieben Harry Potter Verfilmungen, weil hier die Grundelemente - die Figuren zum Teil wirklich 1:1 aus meinem Kopf genommen wurden. Ob das jetzt an J.K. Rowlings fantastischen Beschreibungen liegt oder der gleichen Vorstellung der Besetzungsleute weiss ich nicht, aber Rupert hätte man erfinden müssen um Ron zu spielen. Der ist schlicht grandios besetzt. Genauso empfand ich Hagrid und Madame Hooch, die Fluglehrerin, sowie wie bei fast allen die grandiose Maggie Smith als Mrs. Minerva McGonagall.

Erst danach gelesen habe ich Princess on Mars, nachdem ich John Carter (tatsächlich eine Disney Verfilmung) gesehen habe. Das passiert mir tatsächlich oft.

Auch mag ich die "Panem"-Verfilmungen, wenn auch mit Abstrichen, aber die Welt die man dort herstellt, habe ich mir oft genauso so (in allen Details) vorgestellt. Das ist für mich immer wieder eine sehr merkwürdige Erfahrung, als ob jemand in meinen Kopf gesehen hat. Im Nachhinein schreibe ich das dann immer dem Autor zugute, dass er es geschafft hat, verschiedenen Menschen gleiche Bilder in den Kopf zu pflanzen.

Früher liebte ich die "Unendliche Geschichte"-Verfilmungen, die ja zum Teil echt weit vom Buch sind. Das schreibe ich vor allem Fuchur zugute, der exakt so wie er in Babelsberg steht, in meinem Kopf herum schwirrt.
Prinzipell mag ich Literatur Verfilmungen, weil sie eine Story einen grösseren Publikum zugänglich macht. Und ich setzte da eher auf Authentizität, also ist der Charakter nicht nur optisch sondern vor allem in seiner Gestik, in seinem Reaktionen, in seiner eigentümlichen Art dem im Buch ähnlich als dass jede Zeile und jede Storyline exakt verfolgt werden muss.


1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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