2014/08/05

[vacanza] - Sassnitz und die HMS Otus

Und weiter geht's rückwärts durch meinen Kurzurlaub.

Einen Stop haben wir in Sassnitz gemacht, wohl hauptsächlich durch seine Fährverbindungen nach Schweden, Dänemark und Finnland bekannt, wohl ganz besonders durch SASSNITZ - TRELLEBORG, die sogenannte schnellste Schwedenverbindung.

Aber Sassnitz ist auch als Tourismusort durchaus einen Besuch wert.

Wir haben dabei hauptsächlich dem eigentlichen Hafen besucht, auf dem es ein wunderbares Kaffee mit super Aussicht auf das Meer gibt und natürlich die Möwenschar dabei bewundert.
Wer Sassnitz nicht kennt, es ist der Ort der sozusagen am östlichsten Zipfel von Rügen hängt, was nahe dem ist wofür Rügen am bekannstest ist, seine Kreidefelsen. So ist auch die Halbinsel Jasmund hauptsächlich Naturschutzgebiet für die Buchenwälder, die auf den Kreidefelsen sitzen.

Aber zurück zum Hafen. Da gibt es ein Räucherschiff und ein winzigen Leuchtturm am Ende der Pier (? Nennt man das so?) Dabei ist der "Strand" voller grosser Steine, was immerhin für die Brandung und den schönen Sound des Meeres sorgt. Und die Möwen finden das auch gar nicht so schlecht, hat man das Gefühl.



Ein wunderschönes Panorama des Sassnitzer Hafen, gibt es übrigens - oh wunder - bei wikipedia, wirklich einen Blick wert.

 Ausserdem in Sassnitz: die HMS OTUS, ein ehemals britisches U-Boot der Oberon-Klasse (Dieselelekronisches Uboot), das ein Unternehmer gekauft und nach Sassnitz verlegt hat, wo es nun als Uboot-Museum dient.

Ein kleiner Hinweis vorne weg: eine Ubootbesichtigung ist leicht unpraktisch mit Rock.
Dafür waren die Luken zwischen den "Kabinen" grösser als erwartet, und selbst ich unsportliches Etwas konnte diese fast mühelos überwinden.

Was lernt man aus einem Uboot-besuch? Es ist eng und nicht wirklich gemütlich, aber insgesamt ist die OTUS doch komfortable als gedacht. Gut die Betten waren schon winzig und 3 übereinander, das muss man mögen. Aber immerhin hatte jedes Besatzungsmitglied einen festen Schlafplatz. Dafür war die Kapitänskajüte winzigst, aber immerhin der einzige Platz für Privatsphäre. 4 ganze Toiletten für die Besatzung, immerhin  69-88 Mann.

Wir hatten Glück und einen wirklich netten Mensch, der uns durch das Boot führte und uns auf die Kleinigkeiten hinwies, die wir sonst sicher nicht gesehen hätten. Gerade auch technisch erklärte er uns einige Details, was ziemlich interessant war. Imposant waren zum Beispiel die Durchmesser der Starkstromleitungen vom Dieselmotor weg und die Zwischengänge, die die Elektriker für Reparaturen nutzen, komfortabel ist das sicher nicht.

Und ja, es wurde wohl auch in/zwischen den Torpedorohren geschlafen. Naja.
Insgesamt durchaus einen Besuch wert und - wie uns versichert wurde - so ein britische U-Boot ist durchaus luxuriös verglichen mit seinen russischen Vertretern. So eine Ausfahrt hätte ich natürlich noch super gefunden, aber nicht nur ist das Boot nicht seetüchtig (sonst wäre es ja auch nicht verkauft worden) nein, keiner der Anwesenden war auch nur ansatzweise dafür zu haben. Memmen. Allerdings bitte nur so einen Tag - so als Kurabenteuer - , länger wäre für mich Enge und Co auch nicht erstrebenswert.


Kommentare:

Consuela hat gesagt…

Ich glaub, ich muss unbedingt mal nach Sassnitz! :)

momo hat gesagt…

japp mach das mal, Rügen ist wirklich sehr schön. Und ich sehe es als kleines Lob, dass meine Bilder die Sehnsucht geweckt haben...

Consuela hat gesagt…

Das ist nicht nur ein kleines Lob! ;) Rügen war ich schon mal, Göhren oder so hieß der Ort. Ist aber auch schon Jahrzehnte her :D

momo hat gesagt…

na dann danke ich für das grosse lob.... wenn ich jetzt meine speicherkarte finde, kann ich sogar weitermachen :)

cucuracha hat gesagt…

ich war mal in sassnitz, bin dort ein stück richtung binz gewandert, bis kurz vor prora... es war sehr schön dort, herrliche landschaft, man trifft kaum eine menschenseele... :)