2014/08/25

Montagsfrage LIV: Das abgefahrenste Buch, das du je gelesen hast?

Heute wieder eine kurze Montagsfrage...

Montagsfrage via Libromanie

LIV: Das abgefahrenste Buch, das du je gelesen hast?
Ich definiere jetzt "abgefahren" einfach mal mit wahnwitzig, übergeschnappt, merkwürdig, verrückt, phänomenal, grandios und fulminant, oder auch durchgeknallt. Oder anders "voll krass, Alter".

Das ist wohl auch eines meiner liebsten Bücher und eins, dass ich vor kurzem erst wieder entdeckt habe. Martin Millers - "Die Elfen von New York". 

Zum Einen hat Herr Millar einen recht eigenwilligen Schreibstil, zum anderen ist die Geschichte einfach so aberwitzig - ein Urban Fantasy, der beinahe High Fantasy ist, und doch alles in das New York der 90iger verpflanzt hat. Es geht um zwei ziemlich merkwürdige Wesen, Heather und Morag, ihres Zeichens schottische Distelfeen, die bei einem stets schlecht gelaunten, übergewichtigen Dinnie hereinflattern und sich dort häuslich niederlassen. Sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben, weil sie IMMER nur Unruhe stiften. Und ehrlich auch bei Dinnie ist das Leben alles andere als normal. SO wundert es fat gar nicht, dass man ziemlich schnell beinahe in einen fantastischen krieg hinein gerät ... mitten in Central Park.

Martin Millar hat damit ein seltsames, äusserst fantasievolles, aber damit auch kostbares Kleinod geschaffen. Man muss alle im Buch vorkommenden Charaktere -  menschlicher und elfischer Schwächen  zum trotz - einfach als liebenswert empfinden.

Müsste ich das buch in einem Wort beschreiben, käme ich nur auf komplett "durchgeknallt".

Weitere Anwärter auf das abgefahrenste Buch:


  • "Catch 22" von Joseph Heller - mindestens ebenso ein all TIME Favorit meinerseits - über irrsinnige, wie auch ausweglose Dienstanweisung amerikanischer Bombengeschwader im 2.ten Weltkrieg, sowie dem absurden Verhalten der militärischen Maschinerie ihre eigene Absurdität zu demonstrieren
  • Schullektüre aber grandios: "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt, spielt passenderweise gleich in der Klapse
  • "Glam" von Nick Hornby, über einen Teenager der Vater wird und Zeitsprünge erlebt
  • absurd war aber auch Hallgrimur Helgason - "Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen". Der Schriftsteller ist bekannt dafür, schnelle, beinahe irrwitzige Handlungsstränge mit einer großen Portion schwarzem Humor zu verflechten und die Spannung zusätzlich auch noch mit so etwas wie Gesellschaftskritik zu garnieren, ohne zu belehren.

Kommentare:

Damaris Anna hat gesagt…

"Die Elfen von New York" klingt ja witzig und irgendwie total abgefahren :-) Danke für deine Vorstellung, muss ich mir unbedingt mal notieren ...
LG,
Damaris

Evy hat gesagt…

Das Elfenbuch kingt krass! Ziemlich skurril xD Die Physiker sind einfach toll, und eines der wenigen Dramen, die ich verstehe.