2014/08/18

Montagsfrage LIII: Was wäre dein Traumjob , wenn du irgendetwas mit Büchern machen könntest?

Oh wow, ich muss ja sagen, seitdem wir in den 40gern sind, habe ich Probleme mit den römischen Zahlen. Aber es übt auch ein bisschen.
Heute fragt Nina, eine wirklich interessante Frage, die mich ganz schön ins Grübeln gebracht hat:

Montagsfrage via Libromanie

LIII: Was wäre dein Traumjob , wenn du irgendetwas mit Büchern machen könntest?
VerlegerIn, AutorIn, BuchhändlerIn oder LektorIn? Gibt es einen Beruf in der Buchbranche, den ihr gerne ausüben würdet?
Hmh. Als Verlegerin oder Lektorin würde ich mich wohl weniger eignen. Lektorin zu aller letzt. Ich sehe keinen Rechtschreibfehler, kann über fehlende Wörter problemlos hinweglesen, ohne dass mein Kopf überhaupt mitkriegt, dass etwas fehlt. Er ersetzt sowas einfach. Auch Ausdruck - ich kann mit oft verqueren Satzkonstruktionen sehr gut umgehen. Man könnte sagen, trotz des Viellesens, habe ich kein Sprachgefühl, zumindest und vor allem im Deutschen. Kürzen hingegen kann ich mittlerweile, aber oft sehe ich nicht immer die Notwendigkeit, ich lese gerne lange ausgedehnte Bücher voller, lebendiger Details. Filme kürzen ist da einfacher. Das war am Anfang für mich allerdings auch schon schwierig. Kurzum, wer keine Fehler sieht, kein Gespür für guten Ausdruck und fehlerfreie Grammatik hat, ist in dem Bereich einfach falsch. Und da ist dann ein dicker, fetter, roter Pfeil, der über mir schwebt und ganz eindeutig auf mich zeigt.

Verlegerin, naja, ich bin mir nicht sicher ob mein Buchgeschmack massentauglich ist und ob ich da - geldlich - gute Entscheidungen treffen würde. Auf der anderen Seite sehe ich bei vielen selfpublished-Büchern, wie gut denen ein Lektorat getan hätte, und wie viel mehr Leser es dann gefunden hätte. Nicht jede self-publish-Geschichte kann so gut enden wie Susan Ee.
Also aus dem Grund wär' ich vielleicht doch Idealbesetzung. Ob ich aber noch so viel Spass am Lesen hätte, wenn ich gezwungenermassen viele Geschichten lesen müsste, man weiss es nicht.

Buchhändlerin wäre mein RUIN - als notorische Buchsammlerin - wäre so nah an der Wurzel zu sitzen einfach schlecht. Und Bibliothekarin, weiss ich ja durch das Studium meiner Schwester, dass dies längst nicht nur das ist, was man sich so gemeinhin vorstellt. Und nein, absolut NICHT mein Traumjob.

Allerdings AUTORIN, das wäre was.

Nun kann man das ja immer machen, und ich schreibe auch immer wieder nebenbei.
Aber mit einem Beruf kann man dem Schreiben eben nicht 8 Stunden am Tag widmen. Zu Studiumszeiten habe ich das allerdings hin und wieder gemacht - oft als Prokastination von anderen ungeliebten Arbeiten - und da ist echt an Masse viel entstanden, aber eben nicht unbedingt viel an Qualität und bis heute bin ich nicht bereit meine Geschichten jemand (ausser wenigen Ausnahmen) Anderen zu zeigen.
Ich bin eben auch bisher zufrieden, dass nur für mich zu haben.
So verdient man eben aber auch kein Geld und damit ist es kein JOB. Sollte ich aber im Lotto gewinnen, wäre ich wohl freischaffende Künstlerin/Autorin., ohne das Muss etwas zu verkaufen, wäre das perfekt.
So in etwa, mit Weinberg oder Olivenhain. Nur das ihr's wisst!

Kommentare:

Evy hat gesagt…

Es ist sehr mutig zu sagen, dass du nich zur Lektorin taugst :-) Manchmal ist das aber auch eine Last. Ich mache das nich beruflich, aber irgendwann fängt man an, jeden Text nu noch auf die Fehler zur reduzieren :-)

momo hat gesagt…

@ Evy, findest du?
ich finde, wenn man seine Stärken kennt, sollte man auch seine Schwächen kennen und Korrekturlesen ist definitiv meine. Ich kann ja auch nicht in allem gut sein, ich kann eben fliessend verschieden markupsprachen, einige programmierprachen und bin denke ich, auch ganz kreativ, aber beim deutschen sprachgefühl setzt es eben aus... gibt auch schlimmeres...