2014/08/18

HOWTO - first steps to genuinly warm feet in winter - Holundersaft

Irgendwann vorletztes Jahr postete ich ein Artikel über Holundersirup und wie dieser die einziges Hilfsmittel für warme Füsse im Winter ist.

Erstaunlicherweise war das eines meiner meist gelesenen Posts überhaupt und immer wieder erreichten mich fragen, wie ich den Holundersaft - Grundsubstanz für der Sirup, der mich über den Winter bringt.

Diesen Schritt hatte ich damals nämlich weggelassen.

Deswegen, hier ist er:

Wie man Holundersaft macht...

Die meisten Rezepte sagen, man soll den Holunder von den "Reben" abrebeln, aber ich habe festgestellt, dass das nur Sauerei macht, und meine weise Oma hat nur kopfschüttelnd gemeint, man soll's auch nicht übertreiben. Und meine Oma hat Ahnung vom Entsaften, auch wenn sie das professionell mit dem Dampfentsafter macht. Von der Stufe bin ich weit entfernt und für Sirup ist das auch nicht nötig.

Also was mache ich da genau:
  • Reife Holunderbeeren besorgen. Am besten bei mal bei Gartennachbarn, Familie, Freunde udn deren Gartennachbarn nachfragen, denn Holunder hat sich oft ohne zutun angesiedelt und die wenigsten Menschen nutzen die Beeren, da sie ohne kochen auch giftig sind. Wichtig für Haustiere. Auch die Äste und Blätter betrifft das leider. 
  • Je mehr Bio desto besser, oft findet man aber auch am Waldrand, oder so Büschen zwischen Feldern Holunder. Gerne die Reben Mitnehmen, aber so wenig wie möglich Äste und Blätter.
Und dann in der eigenen Küche:
(Hinweis in eigener Sache. Nicht so lange vor der Verarbeitung stehen lassen, Fruchtfliegen fliegen auf Holunder!)
  • WICHTIG: Schürze anziehen, am besten eine Schwarze oder Dunkle.
  • Die späteren Saftflaschen entweder sehr heiss und lange auswaschen, oder gleich ganz auskochen. Wasserflaschen NEHMEN. Mit Schraubverschluss oder Bügelverschluss. Den Verschluss ebenfalls gut und heiss auswaschen. 
  • Ich wasche die Reben vorsichtig  und entferne alles, was unreif aussieht, oder über den Punkte. An Reben sind oft so welche die schon leicht schimmeln oder gequetscht sind, die tue ich grosszügig aussortieren. Am besten über einen Eimer mit Müllbeutel, denn ehrlich man will den Kram nicht überall saubermachen. 
  • Das ganze in einen grossen grossen Top geben, etwas Zucker drüber, weil der Früchte zum entsaften bringt und je nach Masse etwas kochendes Wasser dazu. Deckel drauf
  • Das ganze so 30 Min gut durch köcheln lassen. Achtung: Holundersaft kocht über und das macht ne Riesensauerei, also DABEI bleiben. 
  • Dann mit einem Kartoffelstampfer, ein Schaumsieb oder ähnlichem, die weichen Beeren am Boden zerquetschen. Je nach Konsistenz ergänze ich weiteres Wasser, wenn es zu breiig wird. Aber maximal 1/3 der Fruchtmenge. Es soll ja Sirup werden.
  • Noch mal aufkochen lassen. 
  • Durch ein Sieb und dabei die Flüssigkeit auffangen. Ich mahc das in Etappen, da mein Sieb nicht so gross ist. Oft fange ich die Maische noch mal auf, und koche sie mit weniger Wasser noch einmal. Da kommt dann oft nochmals was raus. 
  • Den Saft fange ich ebenfalls in einem grossen hohen Topf auf und lasse ihn noch mal aufkochen, damit er so heiss wie möglich in die Flaschen kommt. 
  • Dann fülle ich mit einer Kelle in einen grossen Krug mit dem ich dann die Flaschen befüllen. Wer jetzt einen Trichter hat ist klar im Vorteil, bei mir geht's seit Jahren auch so. Wenn es geht gar nicht den Flaschenhals berühren und mit einem jungfräulichen Lappen den Deckel auf der Flasche anziehen. 
  • Auskühlen lassen. Und kühl stellen. Oft mache ich den Saft im August und den Sirup dann im September. Sirup hält sich dann länger. 
EXTRA TIPP: je weniger Schaum ihr in den Flaschen habt, desto besser für die Haltbarkeit!

EXTRA TIPP 2: für den Saft nehme ich dunkle Falschen und der wandert dann schnell in den dunklen Keller.

Keine Kommentare: