2014/03/24

Montagsfrage XXXXVI: Warum schreibst Du Rezensionen?

Heute fragt Nina von libromanie eine an sich sehr einfache Frage, die ich mir öfter selber stelle und seit letzter Woche meine Motivie massivst überdenken muss. 
Montagsfrage via Libromanie

Warum schreibst Du Rezensionen?

Jeder Buchblogger schreibt gerne über sein Hobby und was liegt da näher als über die letzten Leseabenteuer zu schreiben. Auch ist es für jeden anders schwierig, die absoluten Leseprerlen zu finden.

Ich persönlich schreibe lieber über besonders tolle Bücher, als die im Mittelmass und besonders ungerne zerreisse ich ein Buch, weil ich immer denke, war ja vielleicht nur für mich eine Katastrophe. In jedem Fall sind die Ausreißer diejenigen, die mich eher dazu bringen ein Buch zu rezensieren. Ich rezensiere hier längst nicht jedes Buch und das wird auch so bleiben.

Ich war etwas geschockt in letztwöchiger Montagsfrage zu erfahren, dass die wenigstens Rezensionen anderer zu nehmen, um nächste Bücher zu sondieren. Bei mir sind Rezension verschiedener (mir wichtiger Blogs) ein absolutes tolles Medium, welches meinen Buchinput - nicht bestimmt - aber dennoch stark beeinflusst. Im Prinzip ist es wie eine Empfehlung von guten Freunden, nur dass ich diese eben wegen ihren Buchgeschmack gewählt habe und damit dreifach wertvoll. Ich kann sozusagen über das Lesen von selbst schon gelesenen Büchern einen anderen Lesegeschmack - nennen wir es -einnorden, und so einer Rezension/Empfehlung mehr oder weniger glauben.

Damaris von Damarisliest zum Beispiel muss ein relativ ähnlich gefülltes Buchregal haben. Empfehlungen von Menschen, besonders Buchbloggern, deren Lesegeschmack aus Erfahrung meinem sehr ähnlich ist, treffen doch serh wahrscheinlicher wieder meinen Geschmack. Und so habe ich schon oft sehr gute Buchkaufentscheidungen aufgrund von Damaris Rezensionen getroffen.

Natürlich besteht immer die Gefahr des "Gespoilert-Werdens", aber deswegen lese ich die Blogs ja und kenne dann deren Art der Rezension. Und ich hoffe auch, dass meine Rezensionen wenig Inhalt spoilern. Trotzdem mag ich es zu wissen, worum sich ein Buch dreht. Deswegen gibt es Klappentexte, die hin und wieder gar nicht aussagekräftig sind, oder - leider auch schon gehabt - offensichtlich das Ende verraten. Dann doch lieber eine gute ausführliche Rezension. Die lässt mich das Buch gut einschätzen und ich kann es "gleich haben wollen" oder erstmal auf meine Wunschliste setzen... Für mich sind Buchblogs wie virtuelles Stöbern im Buchladen mit persönlicher Empfehlung... Und genau so verfasse und schreibe ich sie...

Warum schreibe ICH also Rezensionen? Um anderen ein Buch zu empfehlen oder eben nicht. Ich schreibe um meine Gedanken um ein Buch zu sortieren, allerdings immer mit der Intension, dass vielleicht jemand anderes dadurch dieses Buch findet .... Auf der einen Seite ist das (manchmal) eine relativ selbstsüchtige Angelegenheit, die aber immer auch andere Leser im Hinterkopf hat. Sehe ich aber letztwöchige Antworten der Montagsfrage, ist meine Sicht vielleicht etwas antiquiert, zumindest aber entspricht sie nicht der Mehrheit. Vielleicht sollte ich da meine Denkwart überdenken? Hmh, wer weiss...

Kommentare:

ladysmartypants hat gesagt…

Wirklich eine tolle Antwort, der ich nur zustimmen kann :)

Liebe Grüße
Smarty

Nina hat gesagt…

Persönliche Buchempfehlungen, genau das sollten Rezensionen sein. Sehe ich genau so!

momo hat gesagt…

hach, schön, wenn man verstanden wird. vielen dank @ladysmartypants und @nina, das freut mich tatsächlich sehr...