2014/02/03

Montagsfrage XXXIX: Welcher Romanfigur möchtest du dringend etwas sagen?

Seitdem es die Montagsfrage wieder gibt, mag ich Montage wieder ein bisschen mehr... Und so auch diese Woche zum 39. bei mir, mit einer höchst interessanten Frage
Montagsfrage via Libromanie

Welcher Romanfigur möchtest du dringend etwas sagen?

Ich spreche ja dauernd mit Buchfiguren, wenn nicht laut, dann in jedem Fall aber in meinem Kopf, in meinen Träumen... Da man ja oft auch Gedanken etc eines Protagonisten mitkriegt, sollte man meinen, es sei leichter diese zu verstehen. Eine jede Figur ist aber eben anders und oft Resultat ihrer - rein fiktiven - Vergangenheit. Und jeder Leser - so zumindest bei mir - meint ihr in einer Geschichte sehr nah zu sein. Und wenn ein Augenroller nicht reicht, dann denk ich auch schon mal eher nicht so nette Sachen. Und da gibt es keine Ausnahme von Lieblingsbüchern oder die, durch die ich mich eher so durchgehangelt habe.

Sehr schön haben wir das ja bei meiner Leserunde mit Kalliope gesehen, als wir "Artikel 5" von Kristen Simmons gelesen haben und beide extrem mit der Hauptprotagionistin Ember gehadert haben... 
Hier haben wir teilweise ganz schön gehadert, es nicht abzubrechen. 


Aber auch wenn ich die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende lese, ein absolutes Lesehighlight und Lieblingsbuch von mir ÜBERHAUPT, gibt es diese Stellen, an der ich Bastian beinah in die Geschichte schreien will. oder ganz schlimm die Stelle an der Atreju die 3 Tore durchschreiten muss... Ui ganz schlimm. Oder die alte Morla, treibt mich jedesmal in den Wahnsinn, aber das macht ja ein Buch aus, dass man sich an Charakteren reiben kann.

Auch meine Lieblingsreihe um Stephanie Plum von Janet Evanovich, bringt mich hin und wieder zur Weissglut und ich möchte Miss Stephanie mal die Meinung geigen, oder gleich mal eine klatschen... Mit so engen Figuren verlässt einen ja jegliche Scham. Man hat sie in den unmöglichsten Situationen erlebt, - intimate moments - da vergisst man dann in Gedanken schon mal die eigene Kinderstube. 

Gerade in Dystopien und Vampirromanen, in den die Wirklichkeit nur rudimentär unserer Realität entspricht kommt es häufig vor, dass man einfach seine eigene Erfahrung als Masstab nimmt und schlicht die Reaktionen der Figuren missbilligt. Aber da sind wir wieder, eine Figur, die uns kalt lässt oder uns ganz und gar zu ähnlich ist, ist eben auch nicht unbedingt die spannendste.

Gerade wenn ich Figuren nicht verstand, war die Charakterisation im Deutschunterricht einfacher.  Und auch heute macht es einen Teil eines Buch aus. Hauptsache ein Charakter ist nicht zu eindimensional und grau. 

Kommentare:

Nina hat gesagt…

Ich glaube, die Stephanie hätte auch kein Problem damit, wenn man ihr mal die Meinung geigen würde. :-D

momo hat gesagt…

@ Nina, wohl wahr. Die würde einmal schlafen und dann wäre das gegessen... Aber gerade weil sie so ist wie sie ist, funktioniert die Reihe auch nach 20 Büchern noch. Wenn auch nicht mehr ganz so himmelschreiend humorig, wie am Anfang.