2013/12/30

Dezemberglückskind


Als Dezemberkind habe ich mich schon immer als Glückskind gefühlt, vielleicht auch, weil ich ein Sonntagskind bin. Aber immer wieder habe ich erfahren, dass ich im Dezember einfach mehr Glück habe.

Und auch dieses Jahr war mir das Glück im Dezember hold. Zuerst gewann ich bei Doreen Buchlieb's Facebook-Seite Anfang Dezember das eBook "Das Dezembergheimnis" von Carolyn Richter ... Eher heimlich für mich, denn Facebook macht es einem ja heuer etwas schwerer auch wirklich Informationen und Nachrichten von Nicht-Freunden zu erhalten. Also erreichte mich mein Gewinn genau an meinem Geburtstag, was mich natürlich doppelt erfreute. Zumal ich vorher einfach keine Zeit zum Lesen hatte, Weihnachtsstress ihr wisst schon. Aber über die Weihnachtstage habe ich mich schon hineingelesen, und finde es in Teilen ganz amüsant. Bisher hadere ich noch etwas mit den Figuren, aber im Ganzen ist es interessant genug, dass ich es wohl beende.

Worum geht's?
Kennt ihr diese Backmischungen bei denen man sich einen Traumann backt. Nun, Hauptfigur Lea hat genau das getan, nicht nur dass, sie hat sich das Gespinst ihrer Tagträume wahrhaftig wahr gebacken. Ausersehen sozusagen. Und nun Steht Noel nackig in ihrer Küche und gibt dich als ihr Traumann aus, leider hat er sonst so gar keine Erinnerungen und auch nicht wirklich eine eigene Persönlichkeit. Und auf einmal ist Lea's Leben nicht mehr so, wie es war und steht Kopf. Doch wie reagiert ihre Umwelt auf einen Begleiter, der keine Vergangenheit hat und einfach so da ist?  
Warum?
Carolyn Richter beschreibt leicht und mit Schwung eine wahrhaft irrwitzige Geschichte, über den sprichwörtlichen "gebackenen Mann", der sich von Keks-/Kuchteig ernährt. Es ist ein modernes Wintermärchen der "Leichtigkeit des Verliebens und die Schwierigkeit des Verliebtseins einfängt" [Schandtaten Verlag, der im übrigen durch Carina Bartsch Kriechroten Sommer bekannt ist] . Ein Roman voller Tagträume, der wohl verzaubern soll, mich bisher aber mit einigem Charakterfragen zurücklässt.
Nichtsdestotrotz liest es sich leicht und locker weg.


Doch auch bei Missi's "Make a wish" Verlosung hatte ich Glück, und die Gute hat sich aus meiner langen, langen Liste, zwei Bücher ausgesucht, die schon lange auf meiner Wunschliste stehen.



Ich freue mich also demnächst auf das traurige "If I stay" von Gable Forman aus dem Speak Verlag.

Worum geht's?
Als sie wegen Schneefalls Schulfrei hat, freut sich Mia auf einen Familienausflug. Doch der endet abrupt, als ein anderes Fahrzeug mit voller Wucht in ihres hineinfuhr. Ihre Familie tot, bemerkt auch Mia das ihr Körper reglos am Boden liegt. Ihr Geist hat den Körper verlassen, und so sieht sie alles was mit ihr geschieht. Ihre Verwandten und Freunde, die keinen Zugang zu ihrem Zimmer haben.  
Warum?
Das Buch ist schon lange auf dem Wunschzettel, bisher habe ich es mir nicht gekauft, denn ich habe auch etwas Angst davor. Dass ich es nun geschenkt bekommen habe, hat dieses Dilemma gelöst. Ich habe viel darüber gelesen, wie gefühlvoll der Autor schreibt. Will ich wissen, wie sich der Schmerz anfühlt, eine ganze Familie auf einen Schlag zu verlieren? Ich war immer ein Freund von solchen tiefen Gefühlen. Die Frage ist, bin ich reif dazu, es zu lesen?



Ausserdem  gab es von Julia Karr "XVI" ebenfalls aus dem SPEAK Verlag, ein Dustopia-Roman, den mir viele schon nahe gelegt haben.
Worum geht's?
Wieder geht es um eine völlig normale 15 jährige, deren Leben sich mit ihrem 16. Geburtstag schlagartig ändert. Denn hier bekommt sie das von der Regierung angeordnete Tattoo XVI, dass sie als "ausgewachsen" erklärt. Doch damit nicht genug, auch ihre Mutter stirbt an diesem Tag und enthüllt ihr eine schockierende Wahrheit über ihre Vergangenheit. Und so muss Nina nun herausfinden, wer sie wirklich ist und auch noch dem Mörder ihrer Mutter einen Schritt voraus bleiben. 
Warum?
Dystonien sind wie FantasyRomane einfach meine Welt. Sie zeigen, wie Menschen in einer Welt reagieren, die anders tick als unsere und doch meist nicht zu weit entfernt von der unsrigen ist. Die dystopischen Welten erschaffen eine Umgebung, die die Figuren zwingt ihr Leben zu überdenken und nach der Wahrheit zu suchen, immer Stoff für spannende Geschichten und starke Figuren. Auch das erhoffe ich mir wieder von dieser.

Von einem lieben Freund habe ich "Lowboy" von John Wray aus dem Picador Verlag bekommen. Das ist in dem Sinne ein Glück, dass ich den Freund und ehemaligen Kollegen lange Zeit nicht mehr gesehen habe, und es wirklich schön war, mit ihm ein paar Stunden zu verbringen. Und auch das Buch scheint so speziell und einzigartig, wie ich es von dem Schenkenden erwarten würde.
Es geht um ein autistischen und schizophrenen 16jährigen Jungen, der auf einer Mission ist, die Weit vor  der globalen Erwärmung zu retten, und  dabei  die Linie B aus New York City heraus nimmt, welche Brooklyn über Manhattan mit der Bronx verbindet. Wenn ich mich nicht sehr irre, ist das eine der Linie die ich ab und zu genommen habe, um mein Nordlicht in Glenford zu besuchen.
Das Buch hat extrem viel Lob in der Presse bekommen, und die Stimmen dazu lesen sich geradezu überschwänglich, ich freue mich also sehr Zeit mit der Hauptfigur Will Heller zu vergingen, und bin mir fast sicher, dass dies eine Rezension wird. 


Und um die Geschenke gleich zu komplettieren, vom Helden habe ich ein Buch von Maggie Stiefvater aus dem script5 Verlag bekommen, die seit der "Shiver-Linger-Forever" Reihe zu meinen Englischsprachigen Lieblingsautoren gehört, auch wenn ihr Schreibstil durchaus unterschiedliche Kritiken erfährt. 
Nun also werde ich zum ersten Mal eine Übersetzung von ihr lesen und bin schon sehr gespannt. Von dem Rabenbuch habe ich bei meinen Lieblingsbuchbloggern schon einiges gutes, aber auch kritisches gehört, und so freue ich mich drauf. Auch das Cover finde ich schonmal sehr gelungen, weshalb ich nicht böse bin, hier die deutsche Version vor mir zu haben, optisch gefällt die mir nämlich sehr viel besser. Ausserdem ein Hardcover, da kann man ja immer bei mir punkten. 


Der Held hat von meiner Schwester dann auch den Bestseller "Er ist wieder da" von Timur Vernes aus dem Eichborn Verlag bekommen, in welches wir ja auch schon dank Audiobuch reingehört haben. Ein Genuss schon weil es Christoph Maria Herbst spricht. Leider hatten wir nicht die regelmässige Zeit hineinzuhören, und der geneigte Vielleser meines Blogs, dürfte ja schon mitbekommen haben, dass es mit der auditiven Konzentration bei mir, nicht sehr weit her ist. Leider. Also werden wir jetzt parallel hören und lesen. Sehr schön. 



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