2013/12/13

[Adventskalender 2013 - 13] - Der Mann mit Bart und Rauch

Räuchern ist hier in Sachsen eine Herzensangelegenheit. Ob im Büro oder zu hause, auf den Weihnachtsmarkt, in Läden ode rim Cafe. Fast überall kann und wird geräuchert.

Dabei ist das Verwenden von "Räucherwerk" in vielen Religionen verankert und verbreitet. Weihrauch und Myrrhe sind dabei grundlegend in der katholischen Kirche sehr verbreitet.

Im sächsischen Crottendorf, wo auch heute noch die berühmtesten Weihnachtsrauchkerzen für die Räuchermännchen herkommen, ist das seit 1750 aufgezeichnet. Aber erst seit Mitte des 19. Jahrhundert hat dieser Brauchtum mit dem Weihnachtsfest verbunden seine Ausbreitung über ganz Sachsen und auch andere Teil von Deutschland gefunden. Heute werden traditionelle Weihnachtsgerüche wie Weihrauch und Tanne oder Honig und Zimt, auch Blumendüfte oder so spezielle wie Bratapfel, Adventsdurft und vieles mehr.

unser altehrwürdiges Räuchermännchen mit Bart und leider ohne Laterne,
nach Rücksprache mit meiner Familie ist das wohl ein frühes DDR Kunstwerk.
Ich liebe es!
Dabei braucht man nicht dringend ein Räuchermännchen zum Abrennen der Räucherkohle in Sachsen hat sich aber das Räuchermännchen - im Dialekt "Raachermannel" - durchgesetzt. Diese sind eine Erfindung der sächsischen Spielzeugmacher aus dem Erzgebirge, von denen ich schon bei den Post zu den Nussknackern erzählte. Ungefähr 1830 wurde die Herstellung zum ersten Mal erwähnt und zeigt ein Mal ein rauchendes Männlein mit offenen Mund, aus dem der Rauch, der im inneren des Räuchermännel durch die Räucherkohle entsteht, entweichen kann. Damit entsteht der Eindruck des rauchenden Mannes. Zumeist hält die Figur eine Pfeife oder Ähnliches in der Hand.

Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen, in denen meisten der Beruf das entscheidende Thema ist:

So gibt es traditionell Bergmänner, Soldaten und "Klossfrauen", oder auch Skatspieler, Förster und Stadtwächter/Stadtläufer. Das ist wohl auch der Beruf unseren Holzmännchens, der mit Waffe und Laterne daherkommt, die leider nach dem Umzug fehlt. Ganz besonders hervorzuheben ist der Räuchertisch unseren Exemplar, das natürlich in einer Holzfigur vor allem Feuerunempfindlich sein muss. Es ist schlicht der Kronkorken einer Bierflasche. Grandios.

ein erzgebirgisches Räucherhäusle mit typischer Holsspantanne im Hintegrund
Als Pendant zum Räuchermännchen gibt es das Räucherhaus. Hier wird im inneren eines Holz oder Blechabbildung eines Hauses geräuchert, der Rauch entweicht durch den Schornstein dieses. Dabei stehen winterlich und weihnachtlich geschmückte sowie auch märchenhafte Motive im Vordergrund.














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