2013/12/11

[Adventskalender 2013 - 11] - das etwas andere Krippenspiel

Ich bin in einer Familie aufgewachsen, da kam kein Christkind, wir sind auch Weihnachten nicht in die Kirche sondern die Tiere des Waldes füttern gegangen. ... und haben uns gern und oft verlaufen.

Mein kindliches Weihnachten ist geprägt von den Weihnachtsmanngeschichten mit den Rentieren und Wichteln, von Elfen und den Nordpol. Und ganz vielen Helferweihnachtsmännern, ohne die der "Echte" das alles ja niemals schaffen könnte.

Wann immer irgendwas passierte, mühten sich meine Eltern, dass in die Geschichte zu flechten und den Mythos lange aufrecht zu erhalten und irgendwann begann ich - trotz internen Zweifeln - das auch zu tun. Ich hatte eine kleine Schwester und ich wollte ihr diese magische Welt solange wie möglich vorgaukeln. Als Kind der Fantasie und begeisterter Leser von Fantasiegeschichten fand ich diese Berührung des Reallebens mit diesen mystischen Geschichten wunderbar. Allein deswegen liebe ich Weihnachten, der Sieg der Fantasie und des Imaginären über die graue Realität.

Seit der Held und sein Weihnachten in mein Leben getreten ist, ist Weihnachten ein bisschen zu den christlichen Ursprüngen zurückgerückt. Und ich finde das nicht schlimm, ich finde es inspirierend. Eine Geschichte mehr, die ich in meine Weihnachtsgeschichte unterbringen muss und will.

Und so haben heute seine Krippenfiguren, die mal ein Teil des Adventskalender waren, die ich ihm geschenkt hatte, nun auf dem rieisgen dreidimensionalen Friesenbaum Platz. Zwischen geschnitzten Figuren aus dem Erzgebirge, meinen Lieblingstannen und den Sängern, den alten Dorfhäusern. Das mag nicht wirklich christlich korrekt sein, aber für mich ist es perfekt.

Eine neue Tradition in unserem Haus und eine Verbindung der Erinnerung und dem Neuen...
Erzgebirgische Schnitzkunst meets meinen Opa meets christliches Krippenspiel

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