2013/09/09

[ 24 | 31 - 3 ] - Welche Liebesgeschichte würdest du selbst gerne einmal erleben?

24. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Welche Liebesgeschichte würdest du selbst gerne einmal erleben?"

Also prinzipiell ist mit Büchern träumen ja was tolles, und jeder hat wohl schonmal (zumindest hoffe ich das) auch eine gute Liebesgeschichte im Buch erlebt, wenn es zumindest ein bisschen kribbelt und man sich in die Figuren hineinversetzen kann. Aber Buch ist Buch und meist beschreiben Bücher und Filme immer nur die erste Zeit des Verliebtseins, - nicht den Alltag, nicht die Probleme, die Nichtigkeiten.
Ich glaube zum Teil ist es auch ein Problem unserer Zeit, dass diese Aufregung des Anfangsverliebtseins vor die Vertrautheit, die Wärme und Innigkeit, dieses Gefühl der steten Zufriedenheit gesetzt wird. Eine Beziehung nach 3-5 Jahren ist nicht mehr aufregend, neu, unsicher, da weicht diesem unsteten Kribbelcharakter eine stetiges Glück, dass vielleicht im ersten Augenblick nicht so tief und aufregend erscheint, ich aber so viel mehr Bedeutung beimesse.

Ich werde oft gefragt, ob ich nach 10 Jahren immer noch verliebt bin. Und ich kann nur sagen: Jaaaa... Vielleicht ist diese Verliebtheit nicht in jedem Augenblick spürbar als kribbeln und aufgeregt sein, aber als tiefe, innere Zufriedenheit. Und da gehört Streit, Unstimmigkeiten genauso hin, wie dieses warme wohlige Gefühl jeden Abend/Nacht neben den liebsten Menschen einzuschlafen und am Morgen aufzuwachen - und nein, nicht jeder Morgen ist romantisch und voller rosa Wolken. Die meisten sind hektisch, stressig und nicht immer nett.. Aber der Moment vor dem Aufwachen, wo man den anderen durchaus wahr nimmt, der ist geprägt von unfassbarer Sicherheit und Wohlgefühl. Wenn man sich KEINE Gedanken darüber macht, dass man evtl. Morgenatem hat, oder Falten oder Kissenabdrücke. Wo das wir, über dem Ich schwebt...

Und klar muss man sich im Alltag diese Momente erkämpfen und vor allem wertschätzen. Das ist kein Selbstläufer, dass muss man für sich und für das "WIR" erarbeiten, erkennen, anerkennen und ein bisschen hochhalten... Davon Notiz nehmen und geniessen. Dass passiert nicht so... Also zumindest nicht mir... Davon handeln die wenigen Bücher... Naja da hat der Leser wohl auch kein Kribbeln  dann mehr.

Aber zurück zu Frage, welche Liebesgeschichten fand ich grandios: ich mochte das Wirrwarr in "Seelen" (von Stephanie Meyer), wo ein menschlicher Körper mit Seele verliebt in einen anderen Menschen ist/war und plötzlich die Seele, die den Körper besetzt, diese Erinnerungen hat und sich dennoch in einen anderen verliebt. Lässt einen über die Liebe nachdenken. Also ich zumindest. Definitiv tiefsinniger als die Dreiecksgeschichte in Twilight.



So eine Liebesgeschichte ist natürlich ein bisschen schöner, wenn sie ganz langsam beginnt, wenn die Charaktere sich zieren oder im Bestfall gar nicht wahrhaben wollen, dass sie verliebt sind. Wenn irgendwelche Situation das ganze verhindern, wenn sie sich selber im Weg stehen, wenn das Umfeld es verhindert ... im englischen gibt es dafür das Wort "suspense", was so viel wie Spannung, Ungewissheit bedeutet...
Die meisten fanfiction haben dafür eine eigene Kategorie. Allerdings übertreiben viele masslos. Die damalige fanfiction "sempre" von Twilight war ein gutes Beispiel. Heute gibt es die Geschichte als eigenständiges Buch "sempre (forever)" von J.M. Darhower (ähnlich wie "50 shades of gray", das ja auch mal eine Twilightfanfiction war).

Toll fand ich auch die Liebesgeschichte von "Sophie und Carter" von Chelsea Fine, deren Figuren auf 126 Seiten so viel Tiefgang erreichen und deren Schicksal zwar hart, aber dennoch real daher kommt. Mir kam eindeutig das englische Sprichwort "misery likes/loves company" in den Sinn.

Und auch wenn mittlerweile jedes Buch (vor allem im young adult Bereich) mit einer Lovestory daher kommt, ist mir das Thema meist nicht zuviel, wenn es gut in den Plot eingearbeitet ist. Denn wie führte nicht erst Hank Green (Bruder des Autor John Green) auf seinem YouTube Channel aus :"Liebe ist die grösste treibende Kraft im Universum".



Ergo im Endeffekt mag ich meine Liebesgeschichte am liebsten, nichtsdestotrotz lese ich gerne andere:
Noch ein paar Ideen gefällig:



Und wie sieht Kalliope das mit der Liebe? 

1 Kommentar:

Kalliope hat gesagt…

Ja, das denke ich auch: Wo wird der Alltag, die Routine in einer jahrelangen Beziehung gezeigt - außer, wenn alle davon angeödet sind. Dass eine Beziehung kein Selbstläufer ist, wird nur allzu oft vergessen. Aber Liebe fällt einem nicht einfach so in den Schoß und funktioniert dann reibungslos für immer und ewig, man muss sich schon dafür einsetzen, auch wenn's nicht immer ganz leicht ist.