2013/08/16

[ 9 | 31 - 3 ] - Ein Buch, dessen Cover Du liebst – den Inhalt leider nicht.

9. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  " Ein Buch, dessen Cover Du liebst – den Inhalt leider nicht."

Hmh, kann ich gar nicht aus dem Blauen heraus antworten... Ich denke zu der Frage, werde ich am Wochenende noch mal zurück kommen. Und vielleicht finde ich dann eine zufriedenstellendere Antwort. Problem ist eben auch, dass Bücher, die ich so gar nicht mag, meist "frei lasse". Also an Orten mit vielen - vielleicht lesenden - Menschen absichtlich "vergesse", oder in die Tausch-Boxen (meist ja ausgediente Telefonzellen) stelle. Und damit erinner ich mich dann schlechter an diese. 

Ein Buch, dass ich vom Cover her ganz nett fand, ist das hier Cornelia Funke - "Tintenblut". Es ist weniger, dass ich den Inhalt der Geschichte nicht mag, nein, den finde ich sogar grandios... Es ist dieser Schreibstil, der einem die Moral der Geschicht' praktisch aufdrückt, eigentlich schon ins Gesicht schlägt. 
Mit so etwas kann ich nicht umgehen, dass macht mich richtig gehend wütend. 
Es mag daran liegen, das viele meiner Deutschlehrer mich IMMER WIEDER mit Fabeln quälten. Und ich bin eben sehr frei erzogen worden. Meine Eltern liessen mir in vielen Dingen frei Wahl, warnten mich aber, dass meine Entscheidungen Konsequenzen nach sich ziehen würden. Einige gut, andere schlecht... Aber diese Moralität in Büchern fand ich eben immer - grenzwertig. Ich möchte mir gern eigene Gedanken machen und nicht vorgebetet kriegen, wie ich was zu finden habe. Und - zugegeben - ich bin da sehr sensitiv.

Früh wurde ich durch Astrid Lindgrens - "Michel von Løneberga"(übrigens auch mit niedlichem Cover und heiss von mir geliebt) geprägt, der eigentlich immer was ausheckte und dann mit Einsperren in den Schuppen bestraft wurde. Das fand ich immer grauselig. Aber er machte das beste draus und schnitzte Figuren. Scherzhaft wurde immer auf die Masse der geschnitzten Figuren im Schuppen eingegangen. Für mich nur ein Hinweis, dass das wohl nicht funktioniert. Meine Eltern haben sich auch immer die Mühe gegeben, mir zu erklären, warum ich was nicht durfte. Das hat - meiner Meinung nach - sehr viel besser funktiniert. 


Und an welche Coverschätze "ohne" Inhalt kann sich Kalliope erinnern? 

Kommentare:

Kalliope hat gesagt…

Da kannst du mal sehen, das habe ich überhaupt nicht so empfunden. Ich habe "Tintenherz" bzw. die ganze Trilogie einfach nur unglaublich gern gelesen und sah da keinen moralisch erhobenen Zeigefinger dahinter...

momo hat gesagt…

hmh... ich weiss nicht, vielelicht tu ich dem buch unrecht.. ich mochte ja auch den inhalt, aber die letzten 100 seiten war ich dann etwas angestrengt und hab immer vor mich hingemurmelt... nie ein gutes zeichen...

momo hat gesagt…

btw aus dem grund hab ich nur band 1 gelesen

Kalliope hat gesagt…

Schade. Ja, aber bringt ja auch nichts, sich dann zu quälen/ärgern. So ging's mir bei "Ich dachte, ich wär ein Panther", eigentlich ein unglaublich schönes Buch und dann habe ich den groooßen Fehler gemacht, das Nachwort der Autorin zu lesen und darin hat sie so volle Breitseite erklärt, wie sie das Buch meint und wie man es gefälligst verstehen soll. Boah, da fand ich dann das ganze Buch sofort total blöd. Echt schade, weil's eigentlich eine sehr, sehr schöne Geschichte ist, aber das Nachwort hängt mir jetzt immer nach...

Kalliope hat gesagt…

P.S. Obwohl Band 2+3 der Tintentrilogie wirklich sehr spannend sind, denn Meggie taucht in die Welt von Tintenherz ein! Das ist der Gedanke, den ich so unglaublich faszinierend finde, denn ich hab' mir als Kind imemr gewünscht, ich könnte in meine Lieblingsbücher schlüpfen und in der dortigen Welt umherwandern...hach.