2013/08/08

[ 3 | 31 - 3 ] - Ein Buch, bei dem Du geschummelt und quer gelesen hast.

3. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Ein Buch, bei dem Du geschummelt und quer gelesen hast."

Was heisst denn hier schummeln? Ist es nicht normal, dass man bei Geschichten, die sich (subjektiv) für den Leser so dahinplätschern, sich eventuell in Bescheibungen (oder was auch immmer) verlieren, etwas quer liest. Nicht jedes Wort einzeln aufsaugt? Bei mir passiert das eher nach eigener Verfassung: Gerade wenn ich von Arbeit komme, oder anderweitig intrinsisch gestresst bin, dann lese ich eher quer, und je nachdem, ob der Autor es schafft, mich in die Geschichte hineinzuziehen, ist der Stress - schwupps - weg. 

Andersherum je mehr ich in der Geschichte bin, aber diese sozusagen "jagt" und ich ganz,ganz,ganz dringend wissen muss, wie es weiter geht, dann passiert es auch schonmal dass ich schneller bin, und sozusagen "mitjage" und dann das Buch "quer verschlinge", also tw. auch schonmal Kleinigkeiten, Details etc überlese.
Oft - wenn ich dann am Ende ankomme - blättere ich fluchs zurück und ergötze mich an den vermissten Details. Jaja, das ist eine komische Angewohnheit, aber manche Bücher sind so spannend, dass passiert automatisch. Da platze ich gleich vor Spannung und dann will ich einfach nur wissen, wie es weiter geht, da kann ich dann nicht auf die schöne Leselandschaft nebenher achten, aber naja, das hole ich dann ja nach.


Und dann gibt es die Bücher, die irgendwo einen - nennen wir es - Tiefpunkt haben, etwas, wo ich nicht drüber wegkomme. Einen Hänger. Bevor ich dann aufgebe, lese ich ein paar Seiten quer, reicht das immer noch nicht, überblätter ich schonmal ein paar Seiten oder Kapitel und setze neu an. Bringt mich das immer noch nicht weiter, ein paar mehr, usw. So habe ich wenige Bücher komplett abgebrochen, aber stattdessen quer gelesen. Oft packt mich das Buch dann nochmal, und dann lese ich meist zeitnah ein reread und dann auch diese "Hängerseiten". 
Die Twilight-Bücher sind da ein gutes Beispiel. Im ersten Anlauf habe ich den Mittelteil von Band 2 - Eclipse eher so durchflogen, im reread war der Teil dann merkwürdigerweise mein Highlight. Und im 4. Band "Breaking Dawn" erging es mir genauso. Die Schwangrrschaft habe ich im ersten read eher so hingenommen und überflogen und tw. schlicht überblättert. Im reread habe ich diesen Teil dann umso mehr genossen. Manchmal braucht es eben zwei Anläufe.

Ich lerne tw. auch besser, wenn ich das Ziel kenne. Wohin mich das ganze führt.

Muss ich ein Buch gleich von Anfang an querlesen, landet es schnell auf dem "Abgebrochen-Stapel",
oft schaffen diese dann auch nicht die 2.te Chance. Ein Buch muss mich schon irgendwie packen. Manchmal ist schlicht nicht die Zeit, oder mein Kopf nicht frei genug... aber manchmal ist es eben auch das Buch, dass schlicht nicht zu mir passt. Egal ob von den Figuren, vom Setting oder eben auch vom Schreibstil her. Ist es letzteres probiere ich dann auch die Originalversion. Das hat oft schon gereicht. 

Und wo schummelt Kalliope, liest sie auch quer? 

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