2013/08/20

[ 12 | 31 - 3 ] - Welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden.

12. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden."


Hmh, da ich ja schon selbst ein Film erstellt hab, wenn auch nur einen Kurzfilm, der eher einem sehr kleinen Publikum bekannt wurde, und ich auch durchaus sehr zufrieden damit bin (dem kleinen Publikum gegenüber, den Film will ich faktisch monatlich neu schneiden).

Was ich sagen will, mir ist bewusst, wie schwierig es ist eine Geschichte als Film zu erzählen, ein Film ist sehr komplett und funktioniert auf unterschiedlichen Ebenen, die sich aber grundlegend von denen in einem Buch unterscheiden. Ich bin eher "der in Buch Versinker, und mich von Film Berieseler"-Typ. 
Filme sollten die machen, bei denen es umgekehrt funktioniert. Denn jemand wie ich, kann nie ein  Drehbuch schreiben oder verstehen. Aber ich kann akzeptieren, dass ein Film, nie eine ganze Buchgeschichte transportieren kann, dass es immer ein paar Ebenen geben wird, die so nicht in einem Film Sinn machen. 
Hingegen ein Film wie "Inception" macht wenig Sinn als Buch, genauso eigentlich fast jeder Episodenfilm. Der Leser würde schwierig mit der Hauptfigur/den Protagonisten Kontakt aufnehmen können.

Aus meiner Sicht werden zu viele Bücher verfilmt. Aber vielleicht ist es gut, denn viele Geschichten haben über die Filme auch Leser gefunden. Ab und zu funktioniert das auch bei mir. Zuletzt bei "Seelen" (von Stephanie Meyer). 
Oft liegt es aber an meiner Erwartung: Ein Film schraubt diese herunter, und wenn er mir gefallen hat, weiss ich wenigstens, dass es einen Aspekt gibt, den ich auch im Buch verfolgen kann. Andererseits kennt man eben ein Teil des Inhalts... Ein Buch zu entdecken, ist wie Neuland zu betreten. Der Autor könnte jederzeit die Umstände ändern, die Erwartungen enttäuschen und eine ganz andere Richtung einschlagen. Kennt man den Film, hat der Autor nur Möglichkeiten in Kleinigkeiten zu überraschen. Aber wie gesagt, dass kann auch ganz gut sein.


Aber zurück zur Frage:

Fast alle Bücher, die ich gerne verfilmt sehen würde, die mir gerade so einfallen, werden gerade verfilmt: Darunter Panem (Hier freue ich mich sehr auf den zweiten Teil, der dritte wird mich wohl eher nicht überzeugen. Aber man kann ja nie wissen.), City of Bones (das ja demnächst ins Kino kommt), sowie Kerstin Giers's "Edelsteintriologie" (hier hoffe ich sehr, es gibt Fortsetzungsfilme, weil fies wird es, lässt man eine Reihe mittendrin filmisch abbrechen, aber für Fortsetzungen braucht es Kassenerfolg und der ist manchmal eben schlicht nicht gegeben.). Und sogar John Greens "The Fault in Our Stars" (in deutsch: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter")wird momentan verfilmt, sogar mit einem wirklich tollen Cast (Hazel wird gespielt Shailene Woodley(bekannt durch "The Secret Life of an American Teenager") und der Papa von Sam Trammell(bekannt durch "True Blood")). Da fragt man sich unwillkürlich wie wohl "Looking for Alaska", "The Abundance of Katherines" und "Paper Town"-Verfilmungen wären. John wird sogar ein Cameo Auftritt im Film haben.  

Sehr gefallen - wenn es auch kein Kassenschlager war - hat mir "One for the Money" mit Katherine Heigl - eine Verfilmung des gleichnamige ersten Buches der "Stephanie Plum"-Reihe von Janet Evanovich: Auch wenn da einiges weggestrichen wurde und die wenigstens Charaktere meiner Vorstellung entsprachen. Aber man hat das Flair ganz gut hingekriegt, finde ich. Und das fand ich beinah unumsetzbar. Das es jetzt nicht 20 Filme geben würde, war mir fast klar.. Das es nur einer wurde, finde ich schade. 


Ich würde vielleicht eine wirklich gute Verfilmung der Lynn Raven Dämonen- Bücher (Kuss des Dämonen, Blut des Dämonen, Herz des Dämonen) erhoffen, aber nicht so "twilight-mässig". Eher mit Action und Zwischentönen, Fantasy ala "Underworld" würde ich mir da vorstellen. 
Und natürlich Angefall von Susan Ee.... wobei hier sollte man evtl. noch auf einige Fortsetzungen warten sollte (um da den Figuren nicht "Falsches" zu geben)... 

Ausserdem spannend fände ich eine Verfilmung von Martin Zusaks "The Messenger"
Schon beim Lesen hatte ich immer wieder so Gedanken an "High Fidelity", dass ich im übrigen auch als eine wahnsinnig gelungene Verfilmung von Nick Hornby's Bestseller im Kopf hab. 

Aber dann sind Antihelden auch immer ganz toll in Filmen.... Ich mein kann sich jemand "Big Lebowski" als Buch vorstellen? 
Andererseits schaffte es Sven Regener ganz hervorragend seinen "Herrn Lehmann" aufs Blatt zu kriegen, auch wenn ich die Verfilmung mit Christian Ulmen geradezu fantastös finde. Eigentlich war das Buch schon ein halbes Drehbuch. Aber irgendwie hatte ich auch genau den Ulmen immer im Kopf beim Lesen. 

Wiederrum (und das hatte ich bei einer ähnlichen Frage des Stöckchens schonmal erwähnt) könnte  ich mir gut Tino Hahnekamps " Sowas von da" als Film vorstellen, allerdings auch wieder nicht. Also ich hab keine Idee der Umsetzung, aber da sieht man es wieder... Drehbuch schreiben/adaptieren - definitiv nicht mein Talent. Ich hätt' nicht eine umsetzbare Idee!

Und was sollte man für Kalliope dringend mal verfilmen? 

Kommentare:

Kalliope hat gesagt…

Puh, ich gehe mal in mich und denke über die Frage nach. Gut, dass ich noch ein bisschen Zeit habe. ;-) Aber du hast recht: Big Lebowski würde als Buch bestimmt nicht funktionieren! Dafür ein genialer Film!!

momo hat gesagt…

Hihi, japp das ist wohl wahr... der Film ist fantastös und funktioniert auf so vielen Ebenen... das in einem Schreibstil zu tranportieren, wäre wohl unmöglich...
Aber ich bin shcon gespannt auf deine Antwort...

Kalliope hat gesagt…

Ich hab's jetzt auch endlich mal geschafft...;-) Und sogar eine Antwort gefunden, wer hätte es gedacht!

momo hat gesagt…

Und ich mag deine Antwort sogar... Überhaupt macht es mir wieder sehr Spass mit dir....

Kalliope hat gesagt…

Freut mich, mir nämlich auch mit dir! :)