2013/08/30

[ 19 | 31 - 3 ] - Mit welchem Satz beginnt dein jetziges Buch?

19. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Mit welchem Satz beginnt dein jetziges Buch?"

Eins, das ich gestern erst anfing und dass ich bisher extrem mag, hat echte Lieblingsbuch-Qualitäten, kein Wunder bedenkt man die Story- aber hier wird natürlich nicht gespoilert, umd den Rateeffekt nicht zu verkleinern. Und sieht man die Frage morgen, sag ich Euch mal noch nicht woher es stammt...

A - "Gazing out at the quiet lake, I know the risk is worth it." [englisch - Hardcover]

So, aber da ich ja fast nie nur ein Buch lese - aber das ist ja (hier) wohl bekannt -, hier noch ein paar weitere erste Sätze aus momentan-Büchern, eine bunte Mischung verschiedener Genres:

"Er schmeckte nach Güte, Unschuld und unbändigem Glück"

 kurz&gut: Amanda Hocking - Unter dem Vampirmond - Band 2 "Verführung" [deutsch - broschiert]


Erste Schritte
Der zweite Teil der Vampirmond-Reihe... Und war ich mit dem ersten Teil nicht komplett glücklich, beschlich mich diese Skepsis auch hier gleich wieder.
Irgendwie merkte ich hier - von Beginn an - mehr die Independent-Vermarktung an. Schon Beginn wird es merkwürdig und erschien mir unfertig...
Inhaltlich knüpft er einige Wochen nach dem ersten Band an. Alice versucht eine Balance zwischen ihrem menschlichen Leben und dem Sog der Vampirwelt zu finden.

Wer ist drin?
Es geht um Alice und Jack, um Alice und Peter, fast gezwungen um Jack und Peter (die beiden Vampirbrüder) und dann sehr schnell um Milo(Alice Bruder)... Um Milo und Jack, um Milo und Alice, um Milo und Mae und ... hach... irgendwie haben alle Relationen einfach einen Murks...  Und ja.. Alice macht alles verdammt kompliziert.. Beziehungsdreieck, und dann noch Drama, Baby. Und ich weiss Hocking versucht da zu begründen, aber das kommt bei mir nicht an. So gar nicht... Allein das Jack Verantwortung übernehmen soll, gefällt.

Wie liest's sich?
Dramenreich. Es fällt in die Kategorie "Gut, dass die Pubertät vorbei ist". Denn obwohl Alice sich als anders darstellt und auch Jack, sind beide vor allem naiv und wollen das auch gar nicht ändern. Ab und zu merkt man, dass ihnen das ganze Theater selbst auffällt, aber es ändert nichts. Es ist wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" nur mit Vampiren... irgendwie...

2013/08/29

[ 18 | 31 - 3 ] - Ein Buch, das Du auf keinen Fall Deiner Mutter geben würdest.

18. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Ein Buch, das Du auf keinen Fall Deiner Mutter geben würdest."

Hihi, wenn ihr wüsstet. Schon mit 12 oder 13 - oder war ich doch schon 14 (??) - lass ich Ayla... Das ist diese Steinzeit-Reihe. Da wird auch mal eben einfach zwischendurch gepoppt.... Sehr unromantisch. Aber eben passend zum Thema...

Ich würde meine Mutter wohl keinen Comic oder eine Graphic Novel in die Hand drücken. Meine Familie hat es nicht so mit Bildsprache. Ich fall' da ein bissel raus, musste aber auch erst lernen, Comics zu lesen. Auch heute tue ich das noch zu textbasiert, deswegen entgehen mir in Comics immer so Insider-Jokes. Aber es wird besser...
Dabei habe ich eine grandiose Graphic Novel zu einer Buchreihe, die meine Mutter sehr mag - die Mercy Thompson Reihe. Auch nicht unbedingt, die voller Liebe mit rosaroten Herzchen, aber eine Buchwelt voller fantastischer Wesen.... Hexen, Vampire(durchaus dunkel und gemein), Gestaltwandler, Elfen, Zwerge etc... Das gesamte Repertoire und mehr als ich mir vorgestellt habe... Die Graphic Novel ist dabei das Prequel zu der Buchhreihe und sehr genial gemacht.. Sehr atmosphärenreich...

Ausserdem ein Buch, dass ich meiner Mutter nie geben würde, weil ich es schlicht extrem schlimm fand und es mir tagelang Aplträume beschwerte und mich immer noch mit Gruseln zurückdenken lässt ist Richard Bachmans "Regulator" ein Buch voller physischer und psychischer Gewaltphantasien, dass sich nicht umsonst nicht mehr in meinem Besitz befindet... Das war einfach zu grausam.

Und welches Buch enthält Kalliope ihrer Mutter vor? 

Die Schwerkraft wirkt so, als hätte man die Erde und den Mond mit einem unsichtbaren Band miteinander verbunden...

Rezension: Isabel Abedi "Lucian" [Hardcover - deutsch]

Viele meiner Lieblings-Buchblogger haben diese Buch als "ihr Buch" auserkoren. Also lange ein Wunschbuch meinerseits, und endlich habe ich es relativ günstig als gebrauchtes Exemplar zufällig erstanden. Also eine hohe Erwartungshaltung an Isabel Abedis Erfolgsbuch. Schon lange wollte ich in ihre Jugendbuchwelt abtauchen, habe schon sehr viele gute Rezensionen über - an sich - alle ihre Bücher gelesen. Aber irgendwie ist nie eins bei mir gelandet. Aber naja, ich lese ja oft Erfolgsschlager erst sehr spät und nach dem Hype.

[Verlagstext]: "Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe."

Worum geht's?
Rebecca ist ein typischer Teenager - an sich mit typischen Teenager Problemen. Naja nicht so ganz, zum einen lebt ihre Mutter glücklich mit ihrer Partnerin zusammen, sie hat ein halbwegs gutes Verhältnis zu ihrem Vater, der eine zweite Familie in Los Angeles gefunden hat und mit ihrer besten Freundin versteht sie sich bestens. Natürlich gibt es einen ExFreund und natürlich nervt die Schule - grade ihr Englisch Lehrer geht ihr mächtig auf den Senker. An sich also ein ganz normales Leben. 
Aber irgendetwas fehlt, irgendetwas tief in ihr drin, wie ein kleiner feiner Haarriss, kaum spürbar und doch da - stetig, immer. Etwas fehlt. Nur was? 
Und dann ist da dieser Junge, verstörend und trotzdem kann sie sich ihm nicht entziehen.  Der Junge ohne Vergangenheit. Und plötzlich wird aus der sonst so verlässlichen Rebecca, jemand den ihre Mitmenschen kaum wieder erkennen. Und die ziehen die Reisleine. Und trotzdem wird nichts mehr so, wie es mal war.

Sprache:
Das die Autorin ganze 13 Jahre als Werbetextertin gearbeitet hat, merkt man im besten Sinne. Lucian liest sich weg wie nichts, nichts worüber man stolpert, beinah mühelos. Und doch schafft es Abedi ihren Figuren Tiefe abseits des Geschichte zu geben. Zwischen und in den Zeilen, überall und nirgends. Eigentlich ein Traum. Und  doch habe ich hin und wieder die Augen gerollt. Nicht ob eine bestimmten Stelle... Und ehrlich das ist Jammern auf extrem hohen Niveau, aber gerade weil alles so perfekt war, fehlten mir die Kanten.
Auch in Lucian hat die Hauptfigur Rebecca einen massiven Aussetzer. Wir kennen das aus Twilight. Auch wenn hier die Umsetzung eindeutig sehr, sehr, sehr viel besser ist. Aber es gab Momente da dachte ich so - echt jetzt? - weil, obwohl durchaus plausibel, erschien mir vieles merkwürdig. Eltern verhielten sich elternhaft, aber irgendwie schleppend und auch irgendwie so furchtbar überlegt. Wie gesagt, die Kanten. 
Am besten beschreibt es "rundgelutscht". Es gibt so Designs, da ist alles so perfekt, so rund rum abgestimmt, dass das Endergebnis nicht mehr perfekt ist, obwohl alle Bausteine sozusagen perfekt, weil die Spannung im Objekt fehlt.

Wieso?
Ich tue mich sehr schwer, den Inhalt so zusammenzufassen ohne zu spoilern. Denn kennt man nur ein Teil der Auflösung geht ein Grossteil der Spannung flöten. Deswegen werde ich teile meiner "kurz&gut"-Reihe  hier benutzen.... 

2013/08/28

[ 17 | 31 - 3 ] - Welches Buch würdest du bei einer Apokalypse zu retten versuchen.

17. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Welches Buch würdest du bei einer Apokalypse zu retten versuchen."

Lieblingsbuch
Ui, jetzt bin ich aber an einer Stelle des Stöckchens, an der ich die Fragen - mit Verlaub - etwas redundant finde. Natürlich würde ich mein Lieblingsbuch "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende retten.

Vermutlich aber - so meine Bücher endlich alle aufrecht im Regal stehen- , wären es die "Besonderen" (oder anders ausgedrückt unersetzlichen), die man eher weniger wieder bekommt, retten...
Das hat jetzt aber weniger inhaltliche Gründe, als dass die seltener sind.


unten links die Goethe Reihe
Ich kann mir Apokalypse sehr schwer vorstellen, denn entweder sind dann alle tot... Reden wir eher über so eine gewaltige Naturkatastrophe, wo man sich schnellstens ins Sicherheit (oder in so einen Bunker) bringen sollte, dann wäre das wohl ne Antwort:

2013/08/27

bunter, bunter, Mario - wie man einen Zuckertüten-Empfänger happy macht

Mario Kuchen.... kunterbunt wie das Computerspiel
Wer die instagr.am pics an der Seite verfolgt hat, weiss auch, dass vor der Schweine-Schlammpool-Kuchen noch einen anderen - wesentlich bunteren Kuchen fabriziert habe.
Innerlich nicht ganz so aufwändig, dafür äusserlich eine Herausforderung, der ich mir gerne stellte. Dieser war ein von herzen kommendes Dankeschön an einen Kollegen, der ein eifriger und fleissiger Helfer unseres Umzugs war und natürlich geb' ich mir dann dreifach Mühe und finde eine Möglichkeit alle Wünsche wahr werden zu lassen.

gefärbtes Fondant - bunt, bunter, Mario Game
auch hier, Schokolade schmelzen als Initialstufe
einfaches "Füllen" - ethisch nicht ganz vertretbar aber zur
Einschulung, darf so ein Kuchen auch mal Schweine-lecker
sein - Nutella pur auf den ganzen Kuchen und zwischen die
Schichten
Die Vorgaben:
  • einen kunterbunten Super Mario Kuchen, so schokoladig wie geht... Okay ersteres war einfach, der Schokokuchen meiner Mama geht immer, ist extrem schokoladig, schokoladig und trotzdem fluffig und kann nach Wunsch gefüllt werden. Für kids gerne auch mit massig Nutella. 
  • Bunt, auch kein Problem. Ich wollt schon immer einen Kuchen mit Fondant "bebunten". Marzipan ist ja für kids nicht sooo zu empfehlen, die wenigstens mögen den Mandelgeschmack. Aber Fondant ist ja Prinzipiell, Zucker mit Zucker und Zucker. Also perfekt. Nachdem ich vorsichtig interessante Rezepte geoogelt habe, war klar, okay es wird ein Fertigfondant, ist doch Konsistenz das wichtigste, damit man gut Dekorieren kann und alles entsprechend aussehen lassen kann. Und mit Lebensmittelfarbe kann man weissen Fondant einfach umfärben, allerdings empfiehlt sich etwas Puderzucker zuzugeben, um die Feuchtigkeit wieder auszugleichen. 

[ 16 | 31 - 3 ] - Welche Bücher schlägst du wie aus der Pistole geschossen vor, wenn du um Buchtipps gefragt wirst?

16. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Welche Bücher schlägst du wie aus der Pistole geschossen vor, wenn du um Buchtipps gefragt wirst?"

Irgendwie zielen die Fragen nicht auf meine Art zu Empfehlen ab. Natürlich empfehle ich der 15 Jährigen Tochter der Freundin meiner Mama etwas anderes als meiner Schwiegermutter und andersrum.

Mag derjenige young adult? Mich hätte man als Jugendlicher ja eher damit beschämt, da las ich "Erwachsenenliteratur" und maximal die Bücher meiner kleinen Schwester Zensur... Obwohl bei uns Bücher NIE zensiert wurden, sondern man wollte einfach wissen....

Heute finde ich gerade die Young Adult Richtung Urband Fantasy, Dystophien, Romantasy, Fantasy geradezu verschlingungswürdig... Natürlich mit anderen Büchern im Wechsel. Man kann sich prinzipiell alles überlesen.
Bekannte, die eher Stephen King lesen, empfehle ich eher den neuen Jean-Christophe Grange als Kai Meyer. Obwohl die Arkadienreihe kann man ganz vielfältig empfehlen, sicher auf meiner Top Emfehlungsliste...

Mal schauen, vielleicht kriege ich eine Top Ten zusammen (und vermutlich schummle ich):

2013/08/26

Montagsfrage XXVI: Welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden?

Diesen Montag gibt es von Paperthin eine Frage, die ich erst vor kurzen ausführlich beantwortet habe, in einem anderen Kontext, bei einer anderen Aktion.

(c) Paperthin

 Welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden?

Aus diesem Grund bin ich mal so frei und verlinke eben jene Antwort einfach mal und schicke euch, zu genau diesem Artikel von letzten Dienstag. 

Schweinereien - ein beschwippster, schokoladiger Schlammkuchen mit schweinigen Badegästen

Der Backvorgang ist schokoladig, sieht man mal vom Teig ab 

 Das der heldenhafte Held aus eine Bäckersfamilie, die heut nicht mehr backt, stammt, hatte ich schonmal erzählt oder?

Dementsprechend sind Geburtstagskuchen eine grossen Sache. Ohne zu übertreiben, kann ich wohl behaupten, dass meine backlichen Fähigkeiten in den letzten Jahren doch merklich gestiegen sind. Es ist jetzt nicht so dass ich 3 geschossige Torten mit Leichtigkeit dahin zaubere, aber ich traue mich ran und beende das Werk meist erfolgreich.

Dieses Jahr hat sich der Held eine schokoladiger Version der im Internet etwas bekannteren schweinigen Schlammtorte gewünscht, und wenn dem so ist, wird die gemacht...
Der gesamte Backvorgang konnte bei instagr.am verfolgt werden, auch weil ich wollte, dass sich mehr an so ein Projekt ran trauen. Auch um zu zeigen, sowas ist keine Zauberei... Naja, zumindest kaum... Okay ja ich gebs zu, mindestens 3 mal hab ich den Zauberstab geschwungen. Leider nie mit Ergebnis - ich bin ja nicht Hermione oder Harry Potter (leider), das Endprodukt ist somit zu 100% Eigenleistung, zieht man mal von der gekauften Marzipanrohmasse ab.
Auch hier gilt, das Design ist nicht von mir, aber die Ausführung und die Komposition, schon irgendwie...
Schweine Schlamm Torte von oben... 
Also:

  •  hellen Biscuit gebacken (denn wenn ich eins gelernt habe, dass so ein Innenleben mit etwas Kontrast einfach besser aussieht)
  • riesig über das Gelingen freuen 
  • den vorsichtig nach Kaltstellen in 3 Teile teilen
  • daraus einen kleineren Innenkuchen ausstechen (wegen den KitKats rund herum, und er muss ja noch in den Kühlschrank passen)
  • die Creme machen: dabei ein, zwei Tafeln Schokolade in 2 Schokopuddings, mit weniger Milch gemacht, schmelzen, dazu Geliermittel (Agar Agar oder tierisches), ein bissel (mehr) Kahlua hinein, dann 300-400ml Sahne steif schlagen (evtl mit Sahnesteif nachhelfen) und dass im Kühlschrank erkalten lassen
  • erster Kuchenboden in kleinere Form, dann ordentlich Creme drauf, vorsichtig den zweiten Boden drauf, wieder ordentlich Creme drauf, dann obersten Boden rauf und wieder Creme
  • ab in den Kühlschrank
  • dann kleinere Ringform ab, ein bissel Restcreme um die Seiten Schmieren und zwie Pack Mini KitKats von der Verpackung befreien... Japp, dass ist etwas müllig... die dann vorsichtig, um den Kuchen drapieren, auf dass der Kuchen zu einem Fass mutiert, dabei sollte die Schlammfläche geringfügig niedriger als KitKat Umrandung sein. 
  • jetzt mit roter Lebensmittelfarbe Fondant oder Marzipan färben, evtl mit Puderzucker die Masse wieder homogen machen
  • aus der Masse schwimmende, planschende, tauschende Schweine formen (leider als gedacht, wenn man mit den Schweinehintern anfängt). Noch ein bisschen "frische" Creme als frischen Matsch auffüllen, damit die Schweinekörper darin einsinken und die Schweinebande im Schlamm arrangieren und ab in den Kühlschrank. 
totes Schwein im Schlamm und tauchende Schweine...
Details sind das wichtigste

2013/08/23

auf den Hund gekommen: Nero - unser neuer Familienhund - frisch aus dem Tierheim Ostrau



Vor einiger Zeit - instagram-Follower wissen es - ist Chiara, die von uns allen heiss und innig geliebte Familienhündin gestorben.
Wir haben Chiara 2001 aus dem Tierheim Jena mitgenommen und sie war unsere erster Hund. Meine Schwester hat wohl insgesamt 10 Jahre gebettelt, eh wir - fast ausschließlich Hunde-Angsthasen - dem Verlangen nachgegeben haben. Dass es ein Tierheimhund wird, war allen sofort klar und so haben wir besucht und ausgeführt und entsprechend unserer Veranlagung die kleine Susi mit der schiefen Schnauze mitgenommen.

Chiara - aka Susi - war unser schwarzer
Schneehund. Hier schon im stolzen Alter
von 12 mit weissen Bärtchen... 
Susi war damals 1-3 Jahre alt, war ein Freigänger (heisst hat auch schonmal für sich selbst gesorgt), hatte schon Kinder und die schiefe Schnauze. Die wurde wohl mal in einer Tür geklemmt, vermutlich von einem älteren Herr mit Kind. Zumindest zeigte uns das ihr bis zum Ende gestörte Verhalten gegenüber dieser Personengruppe.
Anfangs hatte Chiara - wie sie meine Schwester umbenannte - ein bisschen gestörtes Verhalten, wie wohl viele Tierheimhunde. Sie konnte schlecht allein bleiben, hatte stetige Verlustangst und regelrechte Panik wir würden sie wieder allein lassen, frass in steter Angst, wir könnten es ihr wieder weg nehmen udn war anfangs sehr rastlos. Sie war eindeutig gestresst, sie könne uns wieder verlieren.  Nach 1-2 Jahren war Chiara der loyalste und auch liebste Hund aller Zeiten, hatte am liebsten die GANZE Familie um sich herum und hat diversen Hundeängstigen die Angst genommen. Mit nun 13+ Jahren verstarb sie im Sommer, und wurde "auf der grünen Wiese" auf dem Tierfriedhof begraben.

Nachdem die ganze Familie nun einen tierischen Begleiter vermisste, begann meine Sis die örtlichen Tierheime abzusuchen, aber die "passende" Grösse war vor Ort nicht zu finden. Als sie dann mich besuchte, war auch das Dresdner Tierheim dran, aber hier war man "nicht vermittlungsfreudig", um es nett auszudrücken.
Also fuhr sie der allerbeste Held in das Tierheim aus dem unser George kommt, nach Ostrau. Und innerhalb von Minuten hatte es ihr Nero angetan. Nero ist ein Shelti-Mischling mit - wie der Schwanz zeigt - etwas Spitz drin und einem sehr lieben aufgeweckten und sehr spielefreudigen Wesen. Neu für uns, kennen wir von Chiara nur verstörtes Unverständnis, wenn man einen Stock warf.

Am Wochenende besuchte dann der Rest der Familie Nero im Tierheim und schneller als gedacht, war Nero unser neuer Familienhund.
Auch Nero, - trotz Name sind nur die Nasenspitze, Augen und die Pfötchenballen schwarz -, legte jetzt ein paar "Macken" an den Tag, angeblich wurde er wegen Bissigkeit abgegeben. Er scheint viel Aufmerksamkeit zu brauchen, Ignorieren ist eine echte Strafe für ihn. Aber damit kann man arbeiten.

Entsprechend seines Alters ist er sehr, sehr aufgeweckt und möchte gefallen. Auch er legt die typischen Verlustängste eines Tierheim-Hundes an den Tag, aber das kennen wir ja nun schon. Nero liebt es zu spielen, er fordert einen sogar auf, lässt sich den Bauch kraulen, und mag es auch, wenn viel Familie und Trubel um ihn herum ist. Schimpfen findet er gerade ganz schrecklich und verkriecht sich schonmal unterm Bett, aber da muss er durch.
Alle sind vernarrt in den Kleinen, aber gerade zu Beginn ist Konsequenz und Erziehung wichtig, vor allem mit der Vorgeschichte. Einmal hat er schon geschnappt und natürlich darf man so was nicht durchgehen lassen. Auch wenn familiär weniger Kleinkinder vorhanden sind, kommen doch immer mal auch Kinder von Freunden etc zu Besuch.


[ 15 | 31 - 3 ] - Mit welchem Buch versuchst du Lesemuffel zum Lesen zu überzeugen?

15. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Mit welchem Buch versuchst du Lesemuffel zum Lesen zu überzeugen?"


Halbzeit --- naja fast, bei 31 Tagen ist das mit Halbzeit ja eher schwierig. Ich werde das Wochenende auch aufgrund von Stress aussetzen und so Kalliope ein paar Möglichkeiten zum Aufholfen geben.  Aber zurück zur Frage 15:

Hmh, das ist schwierig, versuche ich doch Bücher immer auf die Person abzustimmen. Prinzipiell versuche ich selten, Lesemuffel, - also solche, die einfach keinen Spass am lesen finden -, vom Lesen zu überzeugen.
Auch wenn ich es schwerlich verstehen kann, bin ich kein Freund davon, mein Lebensstil anderen aufzudrücken. Ab und zu passiert es, dass ich bemerke, derjenige hat evtl. tatsächlich nur noch nicht das richtige Buch gelesen oder sein Buchgenre gefunden.

Aus meiner Erfahrung macht man aus Lesemuffeln maximal Wenigleser. Wenn man dieses Bedürfnis nicht von innen heraus spürt wird man vom Lesemuffel nicht zur Leseratte einfach weil man das richtige Buch zur Hand nimmt. Ich verschenke selten bis nie, diese "Verlegenheitsbücher" für Wenigleser. Also diese Bildbände mit Sprüchen oder so.

Das Thema muss stimmen. Oft sind da tatsächliche Romane, also gleich Fantasy, Dystophien oder gar Klassiker falsch.

Ein für mich guter Weg, ist/war - statt einem Reiseführer - eine gut geschriebene "Landeserfahrung" zu verschenken. Also statt einen Sachbuch "Toskana" eine Belletristik zum Thema. Am besten humorig geschrieben. Da kann sich der "Erstleser" schnell hineinfinden, und sich gegebenenfalls gleich mit dem Protagonisten identifizieren, gleichzeitig bekommt er eher das Lebensgefühl der Gegend mit und vielleicht ein paar Ideen: Zum Beispiel den lokalen Gemüsemarkt nicht zu verpassen, oder sich einfach mal von Marktgeschehen am Abend treiben zu lassen, statt nur Insider-Restaurants aus dem Reiseführer zu suchen.

Oder man schenkt einem Neugartenbesitzer einen humorigen Roman, wie "Mein Leben im Schrebergarten" von Wladimir Kaminer, bei dem man leicht und ohne erhobenen Zeigefinger erfahren kann, wie eine deutsche Schrebergartenidylle auf Menschen mit Migrationshintergund wirken kann. Er schrieb im übrigen auch über die sowjetische Küche und über russische Frauen.

2013/08/22

Streifen Madness

Abkleben ist immer das Aufwändigste und Schwierigste,
bei schrägen Wänden muss man sich zwischen tatsächlich senkrecht
und parallel zu optischen Linien entscheiden

Erst alle Ränder mit Untergrund-Farbe "abdichten" und dann
deckend Farbe auftragen.... 
Abklebeband vorsichtig in noch feuchtem Zustand abziehen -
und olalala - stripy Stripes ... Ich bin begeistert...


[ 14 | 31 - 3 ] - In welches Buch würdest du gerne komplett eintauchen und dort leben?

14. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "In welches Buch würdest du gerne komplett eintauchen und dort leben?"


Oh weh, ich glaub alle meine Leser wissen das wohl. Hätte ich die Wahl stünde mein Häuschen in Phantasien mit Blick auf den Elfenbeinturm. Hat jemand was anderes erwartet?
Warum? Zum einen ist die "unendliche Geschichte" meine Lieblingsgeschichte. Und per Definition der Geschichte stünde mir ja so die gesamte Buchwelten zu Füssen, alles was ich mir wünschte, würde existieren und Phantasien würde MEIN Phantasien werden. Denn der grösste Feind des Landes ist das NICHTS, das Fehlen von Fantasie, von Ideen, keiner der neuen Orte erdenkt... Und ich glaube ich wär' ein toller Retter Phantasien.

Aber geht man mal von der philosophischen Idee von Phantasien weg, würde ich natürlich auch gern mal nach Hogwarts und/oder Zamonien. Wobei in Zamonien wohnen?? Stelle ich mir auf Dauer anstrengend vor. Nicht das mich das abschrecken würde...
Und irgendwie lieben wir doch das an Büchern, mit dem aufschlagen können wir jede Buchwelt immer wieder besuchen.... wenn wir wollen und ein jeder sollte genug Fantasie besitzen das eine oder andere weiter zu denken oder zu träumen, oder nicht?

Und für welche Buchwelt entscheidet sich Kalliope

2013/08/21

[ 13 | 31 - 3 ] - Zu welchem Buch fiel die Rezi schreiben besonders schwer?

13. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Zu welchem Buch fiel die Rezi schreiben besonders schwer?"


Ui endlich mal einfach, ich hadere schwer momentan mit der Rezension zu "Lucian" von Isabell Abedi. Dabei liegt es nicht an dem Buch, ich fand die Geschichte ganz ansprechend, sehr schön geschrieben und trotzdem tu' ich mich schwer. Es liegt wohl an den Erwartungen, denn ich habe mir eine 6 mit Extra Sternchen erwartet und jetzt weis ich nicht, ist es eine 4 oder eine 5. Und warum eigentlich. Klar find ich den einen oder anderen Kritikpunkt, zum Beispiel fand ich teile der Handlung sehr vorhersehbar, aber liegt das wirklich am Buch, oder das ich dazu unfassbar viele Rezensionen - meist himmelhochjauchzend - gelesen hab, und obwohl spoilerfrei - bei mir schon das die eine oder andere Idee in den Kopf gezaubert hat.

Bin ich dem entwachsen? War meine Stimmung nicht richtig? War die Zeit doch falsch? Aber ich habe es ja schon ziemlich verschlungen... Versteht mich nicht falsch, ich habe das Buch in nur 2-3 Tagen durchgeschmökert und würde die Zeit sicherlich nicht als vertan ansehen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, aber das erwartete "Hach ja"-Gefühl, diese innere Zufriedenheit, dieses leichte Lächeln bei einem guten Buch, all das blieb aus.
Will ich das Buch nochmal lesen? Diese Frage ist normalerweise ein sehr guter Indikator, aber hier bin ich indifferent. Einfach ein wenig ratlos. Und so schwebt die Rezension schon länger unveröffentlicht auf meiner Platte, die Zeit vergeht und das machte s nicht gerade besser.
Zumal ich Lucian als Hardcover direkt gekauft habe, da sieht man meine Erwartung, und jetzt für eine Rezension keine beliebte Markierungen habe. Etwas an dem ich mich langangeln kann, dass mir eine schwierige Rezension meist vereinfacht, weil ich nicht allein im Regen stehe. Aber es war keine eBook, es ist mein Hardcover-Buch. Jaja sehr verwirrend.

Also ich tue mich schwer. Normal weniger bei sehr guten oder sehr schlechten Büchern, meist hat das schwer tun mit nicht unbedingten enttäuschten, aber anderen Erwartungen zu tun. Auch wenn eine Rezension per se subjektiv ist, möchte ich dem Buch gerecht werden. Manchmal hat ein Buch auch die falsche Zeit erwischt, und kann gar nichts dafür. Aber je länger man hadert, desto weniger wird es was... Kennt ihr das? 



Und was macht es für Kalliope schwer? 

2013/08/20

[ 12 | 31 - 3 ] - Welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden.

12. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Welches Buch sollte unbedingt verfilmt werden."


Hmh, da ich ja schon selbst ein Film erstellt hab, wenn auch nur einen Kurzfilm, der eher einem sehr kleinen Publikum bekannt wurde, und ich auch durchaus sehr zufrieden damit bin (dem kleinen Publikum gegenüber, den Film will ich faktisch monatlich neu schneiden).

Was ich sagen will, mir ist bewusst, wie schwierig es ist eine Geschichte als Film zu erzählen, ein Film ist sehr komplett und funktioniert auf unterschiedlichen Ebenen, die sich aber grundlegend von denen in einem Buch unterscheiden. Ich bin eher "der in Buch Versinker, und mich von Film Berieseler"-Typ. 
Filme sollten die machen, bei denen es umgekehrt funktioniert. Denn jemand wie ich, kann nie ein  Drehbuch schreiben oder verstehen. Aber ich kann akzeptieren, dass ein Film, nie eine ganze Buchgeschichte transportieren kann, dass es immer ein paar Ebenen geben wird, die so nicht in einem Film Sinn machen. 
Hingegen ein Film wie "Inception" macht wenig Sinn als Buch, genauso eigentlich fast jeder Episodenfilm. Der Leser würde schwierig mit der Hauptfigur/den Protagonisten Kontakt aufnehmen können.

Aus meiner Sicht werden zu viele Bücher verfilmt. Aber vielleicht ist es gut, denn viele Geschichten haben über die Filme auch Leser gefunden. Ab und zu funktioniert das auch bei mir. Zuletzt bei "Seelen" (von Stephanie Meyer). 
Oft liegt es aber an meiner Erwartung: Ein Film schraubt diese herunter, und wenn er mir gefallen hat, weiss ich wenigstens, dass es einen Aspekt gibt, den ich auch im Buch verfolgen kann. Andererseits kennt man eben ein Teil des Inhalts... Ein Buch zu entdecken, ist wie Neuland zu betreten. Der Autor könnte jederzeit die Umstände ändern, die Erwartungen enttäuschen und eine ganz andere Richtung einschlagen. Kennt man den Film, hat der Autor nur Möglichkeiten in Kleinigkeiten zu überraschen. Aber wie gesagt, dass kann auch ganz gut sein.


Aber zurück zur Frage:

Fast alle Bücher, die ich gerne verfilmt sehen würde, die mir gerade so einfallen, werden gerade verfilmt: Darunter Panem (Hier freue ich mich sehr auf den zweiten Teil, der dritte wird mich wohl eher nicht überzeugen. Aber man kann ja nie wissen.), City of Bones (das ja demnächst ins Kino kommt), sowie Kerstin Giers's "Edelsteintriologie" (hier hoffe ich sehr, es gibt Fortsetzungsfilme, weil fies wird es, lässt man eine Reihe mittendrin filmisch abbrechen, aber für Fortsetzungen braucht es Kassenerfolg und der ist manchmal eben schlicht nicht gegeben.). Und sogar John Greens "The Fault in Our Stars" (in deutsch: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter")wird momentan verfilmt, sogar mit einem wirklich tollen Cast (Hazel wird gespielt Shailene Woodley(bekannt durch "The Secret Life of an American Teenager") und der Papa von Sam Trammell(bekannt durch "True Blood")). Da fragt man sich unwillkürlich wie wohl "Looking for Alaska", "The Abundance of Katherines" und "Paper Town"-Verfilmungen wären. John wird sogar ein Cameo Auftritt im Film haben.  

Sehr gefallen - wenn es auch kein Kassenschlager war - hat mir "One for the Money" mit Katherine Heigl - eine Verfilmung des gleichnamige ersten Buches der "Stephanie Plum"-Reihe von Janet Evanovich: Auch wenn da einiges weggestrichen wurde und die wenigstens Charaktere meiner Vorstellung entsprachen. Aber man hat das Flair ganz gut hingekriegt, finde ich. Und das fand ich beinah unumsetzbar. Das es jetzt nicht 20 Filme geben würde, war mir fast klar.. Das es nur einer wurde, finde ich schade. 

2013/08/19

Montagsfrage XXV: Hast du schon mal versuchst ein Buch zu schreiben?

Jede Woche ist (meist überraschender als man meinen sollte) montags - schon wieder montags, und damit Zeit für die Montagsfragen von Paperthin. Und diese Woche geht es um die kreative Seite der Leser, denn viele von uns träumen, denken Geschichten weiter. Allein die Quantität von fanfiction zeigt, dass es wohl kein Einzelphänomen ist... 
(c) Paperthin

Hast du schon mal versuchst ein Buch zu schreiben?


Buch schreiben? Soweit denke ich nie. 
Ich schreibe für mich und habe es schon immer. Ich schreibe Geschichten. Manchmal schreibe ich Bücher weiter oder anders oder mache aus Neebncharakteren und -schauplätzen eine eigene Story. 

Eine Geschichte, die es in Buchform schon aus meiner Schublade geschafft haben, war ein wirklich sehr persönliches Geschenk an meinen Opa. Eine Elfengeschichte habe ich gebunden, komplett mit Leineneinband und eigenen Illustrationen meinen Opa geschenkt - da war ich 14 und sicher etwas naiv und vor allem sehr mutig. Nachdem mein Opa gestorben ist, hat es mir meine Oma mi den Worten "Vielleicht ermutigt es dich, doch mal eine Geschichte herauszubringen," wieder zurück gegeben und es ist ein ständiger Begleiter mit Ehrenplatz in meinem Regal. Und wer weis, vielleicht schafft es irgendeine Geschichte mal "raus", aber ganz ehrlich, wenn brauche ich den besten Lektor überhaupt... 

In Moment liegt eine gut 400Seiten-Geschichte in meiner Schublade, die ich immer wieder mal weiter denke. Das grösste Geschenk ist aber nach wie vor, dass diese Figuren eben so mein Leben teilen, Und ich bin mir nicht sicher, ob ich die jemals mit einer grösseren Leserschaft teilen möchte oder könnte.

Nichtsdestortrotz schreibe ich immer wieder mal ein Kapitel, überdenke, verändere und - vor allem verbringe ich Zeit mit meinen Figuren. Interessanterweise schreibe ich an vielen Stellen gleichzeitig und folge damit nicht einer Zeitlinie noch einen Charakter. Das bedeutet aber auch, dass man eine eigene Organisation haben muss und immer wieder die Handlung und das Geschriebene auf Kontinuität nachprüfen muss. Mein Kopf denkt dabei in einer sehr verwirrenden Art, ich weiss nicht immer alles von meinen Figuren, manchmal verraten sie mir Sachen erst sehr spät. Vielleicht ist es mein Unterbewusstsein, wer weiss. Aber es macht Spass und viel träume ich auch... Dabei ist das behalten, dann eine echte Kunst und nicht immer ist das geträumte gut genug für eine Geschichte, oft ist es aber Basis. Was ich aber an Autoren bewundere und bewundert habe, ist es zu wissen, wann eine Geschichte zu Ende erzählt ist. 

Was ich weiss, dass es mindestens 3 Teile hat - und in 3 verschiedenen Zeitlinien mit verschiedenen Wissensständen der Protagonisten spielt: Ein bisschen wie Fringe, ein bisschen Zurück in die Zukunft, ein bisschen wie Vampire Diaries, ein klitzekleines bisschen wie Twilight und sehr viel Chaos von mir...  Das ganze könnte unter dem Leitwort " Wenn deine Vergangenheit die Zukunft ist" stehen... 










(Extra Content) 

[ 11 | 31 - 3 ] - Ein Buch aus Deinem Regal, das völlig aus der Reihe tanzt und gar nicht zu den anderen passt.

11. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Ein Buch aus Deinem Regal, das völlig aus der Reihe tanzt und gar nicht zu den anderen passt."

*Landeserfahrungsliteratur
Ich befürchte, so was hab ich eher nicht. Wir - ich lese eher sehr breit gefächert, weswegen mein Buchregal per se Genre sortiert ist...
Da steht viel Fantasy & Romantasy, Mysterie, viel Dystophie, viel Young Adult aber auch Girlygirl-Literatur neben Krimis, Thriller, Landeserfahrungsliteratur*  (* siehe Bild), ein bisschen Philosophisches, ein bisschen historisches, ein bisschen Zeitgemässes, Klassiker, deutsch, russisch, amerikanisch, "neue" Klassiker und und und... also bunt gemixt...
Da hat es ein buch schwer rauszufallen, Ich habe sogar ein kleines Regal mit Biographien, die eher weniger mein Lesegenuss sind. Aber so fand mein Manfred Krug auch sein fach neben Helmuth Kohl und Bud Spencer (ich berichtete darüber schon). So haben wir auch die "Eine Frau - Ein Buch", bzw "Ein Mann - ein Buch" oder das "Schottsche Sammelsurium". Alle gelesen, aber solche sind eher selten in unserem Buchregal.

Komplett raus fällt wohl die Musikabteilung: Die ist klein und überschaubar, aber wieder sehr breit. Da steht Metallica's "So What" neben den Opernbuch.
Letzteres wie man sieht deutlich oft benutzt. Wenn immer wir eine Oper besuchen, lese ich mich erstmal schlau. Denn wenn man von einer Oper den Inhalt kennt, kann man sehr viel besser die ganzen Feinheiten der Aufführung geniessen und hat (gerade wenn in italienisch gesungen, was ich sehr mag) nicht das Problem die Darsteller zuzuordnen.




 Auch haben wir eine sehr grosse Kochbuch-Abteilung. Die Jamie Oliver die oben drauf liegen, sind eher die, die wir oft brauchen und nutzen und die deshalb nicht im Regal stehen. Ein in letzter Zeit ab uns zu gebrauchtes ist das "Vegan for Fit" Buch von Attila Hildmann. Das fällt komplett raus aus den anderen Büchern, die eben über Landestypische Kücher oder grundlegende basics informieren.
Nicht dass ich ein Fan wäre (Gott bewahre), oder gar vegan leben möchte; - es hat es schlicht einige Ideen in unsere Küche gebracht, wie man Gemüse etwas spannender auf den Tisch bringen kann. Eigentlich wollte ich ja schon öfter ein bisschen zur Kategorie "Kochbuch"-Kochen bloggen, habe aber das Gefühl, dass dies eher ein nicht so gern gelesener Bereich hier ist...
Kochbuchkochen nach "Vegan for Fit" 


Und wie tanzt Kalliope buchtechnisch aus der Reihe? 

2013/08/17

[ 10 | 31 - 3 ] - Ein Buch aus Deinem Regal, das auch ein Mann lesen würde.

10. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Ein Buch aus Deinem Regal, das auch ein 
Mann lesen würde."


Ähm, gibt es viele. Sehr viele. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass mein Bücherregal nur Frauenliteratur beinhaltet, schonmal weil ja auch der Held Regalböden befüllt. 
Ausserdem liesst mein Held auch Bücher, die man gemeinhin als Frauenliteratur bezeichnet. So war er der durchaus der Käufer der "Ildiko von Kürthy"- und "Steffie Wollf"- Bücher, als ich sie mir schon überlesen hatte.

Und bei Dan Brown (zuletzt "Inferno") und J.Christopher Grange gibt es bei uns regelmässig ein bisschen Streit, wer das jetzt zuerst lesen darf. Da ich meist eh in 5 anderen Büchern stecke, gewinnt er da oft. Ich war noch nie ein "muss ich sofort bei erscheinen"-Buch Leser. Meine Bücher warten auf mich und meine Leselust. 

Wenn ich dann aber will, dann sofort. Und dann wird schonmal ein Buch doppelt (meist andere Sprache) gekauft, weil wir unseres grad verliehen hatten. Oder so. Zum Beispiel der letzte Dan Brown. Den wollte ich unbedingt in Binz auf Rügen in Kurzurlaub anfangen, aber er war noch bei der Schwiegermama, - macht nix, wollt' ich eh lieber englisch lesen. Zum Glück ist da mein Held sehr verständnisvoll. An Büchern sparen wir eher selten. Interessanterweise lese ich das immer noch (was nicht am Inhalt sondern an mir liegt).


Zurück zur eigentlichen Frage:


Was mir zuerst einfiel, war "Seelen" von Stephanie Meyer. Der Held weigert sich standhaft Twilight auch nur anzulesen (find ich okay, war bei Harry Potter auch so, die hat er dann aber irgendwann doch verschlungen), hat aber relativ fix nach Erscheinen (auf Rat) "Seelen" gelesen, und mir immer unter die Nase gehalten. 
Hier hab ich mich lange verweigert und jetzt im Urlaub in Binz habe ich es komplett verschlungen... Ja würde ich jetzt nicht als Frauenliteratur bezeichnen, aber eben auch nicht als "Männerbuch". Aber solche Einteilungen finde ich eh komisch...  

J.Chrisophe Grange würde ich aber eher Paaren empfehlen, besonders wenn er eher auf Action und sie auf leisere Töne steht. Die haben meist beides..
Meine Liebe zu A.Camilleri und Commisario Montalbano kann mein Held eher so gar nicht nachvollziehen, schade. Das wäre für mich auch so ein Rat gewesen, aber da sieht man es wieder, Lesegeschmäcker sind furchtbar schlecht so generell (genremässig) zu geben. Lese ich ein Buch, hab ich meist ein ganz gutes Händchen zu wissen, wem das noch gefallen könnte.

Und was für "Männerbücher" hat Kalliope so rumstehen, weiss ich doch, dass es da auch "nur" ein gemeinsames Regal gibt? 

2013/08/16

[ 9 | 31 - 3 ] - Ein Buch, dessen Cover Du liebst – den Inhalt leider nicht.

9. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  " Ein Buch, dessen Cover Du liebst – den Inhalt leider nicht."

Hmh, kann ich gar nicht aus dem Blauen heraus antworten... Ich denke zu der Frage, werde ich am Wochenende noch mal zurück kommen. Und vielleicht finde ich dann eine zufriedenstellendere Antwort. Problem ist eben auch, dass Bücher, die ich so gar nicht mag, meist "frei lasse". Also an Orten mit vielen - vielleicht lesenden - Menschen absichtlich "vergesse", oder in die Tausch-Boxen (meist ja ausgediente Telefonzellen) stelle. Und damit erinner ich mich dann schlechter an diese. 

Ein Buch, dass ich vom Cover her ganz nett fand, ist das hier Cornelia Funke - "Tintenblut". Es ist weniger, dass ich den Inhalt der Geschichte nicht mag, nein, den finde ich sogar grandios... Es ist dieser Schreibstil, der einem die Moral der Geschicht' praktisch aufdrückt, eigentlich schon ins Gesicht schlägt. 
Mit so etwas kann ich nicht umgehen, dass macht mich richtig gehend wütend. 
Es mag daran liegen, das viele meiner Deutschlehrer mich IMMER WIEDER mit Fabeln quälten. Und ich bin eben sehr frei erzogen worden. Meine Eltern liessen mir in vielen Dingen frei Wahl, warnten mich aber, dass meine Entscheidungen Konsequenzen nach sich ziehen würden. Einige gut, andere schlecht... Aber diese Moralität in Büchern fand ich eben immer - grenzwertig. Ich möchte mir gern eigene Gedanken machen und nicht vorgebetet kriegen, wie ich was zu finden habe. Und - zugegeben - ich bin da sehr sensitiv.

Früh wurde ich durch Astrid Lindgrens - "Michel von Løneberga"(übrigens auch mit niedlichem Cover und heiss von mir geliebt) geprägt, der eigentlich immer was ausheckte und dann mit Einsperren in den Schuppen bestraft wurde. Das fand ich immer grauselig. Aber er machte das beste draus und schnitzte Figuren. Scherzhaft wurde immer auf die Masse der geschnitzten Figuren im Schuppen eingegangen. Für mich nur ein Hinweis, dass das wohl nicht funktioniert. Meine Eltern haben sich auch immer die Mühe gegeben, mir zu erklären, warum ich was nicht durfte. Das hat - meiner Meinung nach - sehr viel besser funktiniert. 


Und an welche Coverschätze "ohne" Inhalt kann sich Kalliope erinnern? 

2013/08/15

[ 8 | 31 - 3 ] - Ein Buch, dessen Cover Dir zu fad ist.

8. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Ein Buch, dessen Cover Dir zu fad ist."

Hmh, fades Cover. Da gibt's für mich eine offensichtliche Antwort, die entweder Kopfnicken oder total entsetzte Augen hervorrufen. Schullektüre... also meistens dann ja Reclamheftchen, oder besser bekannt als die Universalbibliothek des Reclam Verlages. Diese gelben kleinen Bücher voller (meist) toller Lektüre in einem sehr schlichten Design. 

Und ich HASSE dieses Gelb. Das ist für mich ein grauenhaftes Gelb! Also jetzt nicht Gelb als solches (also jedes Gelb), aber dieses Reclam-Gelb. Ich hab immer versucht, eine andere Edition zu kriegen, weil mich dieses Gelb abstösst. Ein wirklich subjektives Gefühl, und will ich vorurteilsfrei an ein Buch ran, dann sicher nicht mit der Farbe. 
Und ja als Designer weiss ich auch um Markenidentiät, etc. Vielleicht hätte man da mal ein Synästhesist rangelassen, aber wie gesagt, das ist nur meine Wahrnehmung. Dabei wurde ja erst "neulich" das Design geändert. Dabei hab ich mal ein wirklich guten Artikel zu diesem "Design" gelesen. 

Hier mal eine Auswahl derer, die ich fix gefunden hab (der O-Ton ist prinzipiell, dass es nicht besser geworden ist, nicht alle stehen dem Design so negativ gegenüber wie ich), aber nicht besagter:
und das sagte Reclam selbst zu den Redesign (in Druck sogar in einem neuen Reclam Heftchen):
Für mich sind Reclamhefte weder schön noch Kult, vielleicht praktisch und günstig und ich hatte NIE Probleme in ein Reclamheft Eselsohren zu machen, oder reinzuschreiben. Denn sie sind Hefte und nicht wirklich Bücher. Und deswegen ist das Cover auch fad.

Aber nun ist das Reprint, also nicht wirklich eine lang editierte Ausgabe eines Buches. Müsste ich so wählen - rein vom Cover her -, käme aber sicher Tino Hanekamp - "Sowas von da" in Frage (übrigens mein Buch des Jahres 2011).
Der Stil des Covers ist (gewollt) schlicht und naja auch irgendwie (gewollt) nichts sagend, aber das macht es durch Inhalt und die komischen schwarzen Schnitt vorne weg. Leider ist es auch fürchterlich schmutzanfällig und sieht dementsprechend eher nicht mehr so aus. Und ehrlich der rote Aufkleber macht das ganze "Design" auch wieder komplett nichtig... weil... aaargh... über sowas ärgere ich mich. Wenn man absichtlich ein Buch so rausbringt, kann man so einen Aufkleber nicht draufpappen... DAS GEHT NICHT!


Und welches Cover findet Kalliope fade, und was sagt sie zu meiner Reclam-Antwort? 

2013/08/14

[ 7 | 31 - 3 ] - Ein Buch, dessen Cover Du viel zu bunt findest.

7. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Ein Buch, dessen Cover Du viel zu bunt findest."


Meine erste Intuition ist dieses Cover:
Eindeutig ein Kind der 80iger - und sorry - erstmal volle Kanne zu viel, zu viel von allem. Zu viel Farbe, zu viel los, zu viele verschiedene Fonts, bei denen auch noch zuviel los ist, denn die haben Schatten und Umrandungen und aus Designsicht ist das Ganze einfach komplett vor den Baum gefahren. Also massivst, anders gesprochen: das ist eine Massenkarambolage auf der Autobahn, die nicht mehr aufzuräumen ist. ABER....
und das ist ein massives, riesengrosses aber: es passt. Es passt zum unangepassten Schreibstil von Martin Millar, von dem einzigartigen Durcheinander des Inhalts und von den massiv durchgeknallten Charakteren im Buch. Jetzt könnte man argumentieren, naja spielt ja auch in New York, sogar in Manhattan, wenn mich meine Erinnerung nicht trübt. Aber das ist es nicht, die Hauptfiguren sind zum Teil Elfen. Und zwar nicht von der bekannten Sorte. 


Rezension: Martin Millars "Die Elfen von New York" - [Hardcover - deutsch]

Martin Millars "Die Elfen von New York" ist kein Buch für jeden; ich wage sogar sogar zu behaupten, für die wenigstens. Den Millars Schreibstil ist nett formuliert unkonventionell, objektiv wahrscheinlich eher chaotisch zu nennen. Aber Millar und ich leben scheinbar im gleichen geistigen Chaos-Universum und deswegen ist dieses Buch, eins dass mir SEHR am Herzen liegt. Und ich konnte mich auch gar nicht ans Cover erinnern, war es doch eins der Bücher, dass ich - eher so nebenbei - aus der Bibliothek mitnahm, dann zigmal verlängerte und dann doch zurückgab und dann EWIG nicht mehr fand. Hatte ich doch Titel und Autor vergessen. JAHRE habe ich nach dem Buch gesucht, und als endlich gefunden, ein unfassbares vermögen für ein gebrauchtes Buch bezahlt. Aber seitdem in meiner Sammlung ist es eines meiner Schätze. Ein absolutes Herzensstück.

Worum geht's?
Hmh, das ist an sich so gar nicht gut zusammenzufassen. Es geht um Dinnie einen übergewichtigen, menschenfeindlichen und zu allem Überfluss untalentierten Geiger, der - let's face it - Alkoholiker ist und einer dieser Existenzen, die wahrscheinlich nur in New York so überleben. Und mitten in dieses Chaos flattern zwei hübsche kleinen Elfen schottischer Abstammung durch sein Fenster im 4. Stock und ... kotzen auf seinen Teppich. Es geht auch um ein blauhaariges Hippiemädchen, um Punk und Rock'n Roll in New York, das ganze vermischt mit schottischer (und irischer) Folkklore, keltische Rituale, entsetzlich komplizierte Familienclan-Geschichten aus Schottland, und ganz nebenbei um einen einen übernatürlichen Krieg der supernaturalen Kräfte in New York, bzw. der Verhinderung diesem.
Und die Protagonisten? Mit Verlaub, die sind de letzten, denen man so ein Kunststück zutrauen würde. 

Wieso?

Millar ist ein Chaot aber eben auch - aus meiner Sicht - ein Genie. Er versteht es die Figuren aus allen Ebenen, real und Fantasy - so in einer Geschichte zu verweben, dass man sich gar nicht mehr fragt - wieso? Das ganze ist so durchgeknallt und trotzdem in sich schlüssig und ganz nebenbei spürt man in jedem Satz eine so unfassbare Liebe des Autors zu seinen Figuren, die alle voller Fehler sind und - wahrscheinlich mit dem Autor sehr bekannten - inneren Dämonen zu kämpfen haben. Die Sprache untereinander ist eher weniger feinfühlig, da fetzt sich jeder mir jedem, Streit ist durchaus ein durchgängiges Thema, genauso wie Sex (unfassbar trocken geschrieben) und über allem liegt das Chaos und Millars Humor. 
Jemand der Ordnung in seinem Leben braucht, wird dieses Buch nicht lesen können, jemand der alles überdenkt, auch nicht. Man muss sich treiben lassen können, dem Autor vertrauen und ihn einfach machen lassen. Dieses Buch ist für eine Auszeit, oder es beschert einen eine Auszeit, denn ein solches Erlebnis gibt es nicht noch einmal. Aber man muss sich drauf einlassen können. Dieses Buch ist alles oder nichts. Ein Mittelmass gibt es wohl nicht. Für mich ist es ganz oben, sozusagen über allen. Denn dieses Buch schwebt über allen, eigentlich kann es auch gar nicht Teil eine Bemasstabung sein. Aber genau deswegen und trotzdem...    

2013/08/13

[ 6 | 31 - 3 ] - Ein Klassiker, der auch Deiner Meinung nach zu Recht ein Klassiker ist.

6. Tag von 31 Tage - 31 Bücher, zum dritten:  "Ein Klassiker, der auch Deiner Meinung nach zu Recht ein Klassiker ist."

Oh, oh. Wie ich gestern schon schrieb, ist da meine Liste lang. Weil eigentlich sind die meisten zu recht in dem Pott. 
Nennen wir stattdessen die Klassiker, die ich einfach gerne gelesen habe.
Ich liebe Oscar Wilde, und sein "The Importance of Being Ernest" ist nicht nur eine wahnsinnig tolle Reminiszenz an die Shakespeare Komödien (meist ja auf italienischen Boden spielend), die er in fabelhafter Manier im damaligen ländlichen England ansiedelt. Und hier kriege ich die Gesellschaftskritik auch zwischen den Zeilen mit. Denn der Humor in den Wortspielen fängt aufkeimende Langeweile einfach auf. Und ehrlich, wie kann man ein Stück aus der Zeit, in dem der Hauptfigur schlicht der Name ihres Mannes wichtig ist, nicht  amüsant finden. So ironisch auf die Spitze getrieben. Für mich jeder Jane Austen oder Bronte vorzuziehen. 


vorne Goethe hinten Shakespeare und
Oscar Wilde - ein Teil das Klassiker-
Regals
Und ich hatte immer viel Freude Goethe zu lesen (angblich teilt sich die Lesewelt ja in Schiller oder Goethe Leser auf, ich mochte beide). Ich hatte selten Freude daran, Goethe zu zerpflücken, aber egal wie man es dreht und wendet, sein "Faust" ist und bleibt gigantisch. Eventuell könnte man es auch als erste Dystophie bezeichnen? (Na ja gut, da kommt vllt. noch Dantes Inferno davor, das sich allerdings nur in Ausschnitten kenne) Und mich haben auch viele seine Gedichte berührt. Sein "Zauberlehrling" ist für mich das erste tolle Fantasy-Werk schlechthin.

Von den "neuen Klassikern" (an sich ein Oxymoron oder?) mochte ich tatsächlich "Homo Faber" von Max Frisch, wie gesagt Stefans Zweigs "Schachnovelle", Dürrenmatts "Physiker", aber auch die Abenteuer Romane Alexandre Dumas, dessen Schreibstil ich schlicht mag.  

Müsste ich einen Klassiker der sogenannten Postmoderne nennen, wäre ganz sicher Patrick Süsskinds "Das Parfüm" ganz vorne. Das schöne an vielen postmodernen Werken, sind die sogenannten Intertextualitäten (muss man nicht kennen das Wort), also das implizite oder explizite Bezug-Nehmen auf bereits bekannte, - naja immerhin vorhandene -, Texte. 
Wer hat bei der Hauptfigur Grenouille nicht ein bisschen an Quasimodo, den gehörlosen Glöckner von Notre Dame, an Cardillac (das Phantom der Oper), an die Jekyll&Hyde-Haftigkeit seiner Persönlichkeit gedacht. Immer vorausgesetzt man kennt diese Werke. 
Allerdings - so sehr ich das Leseerlebnis (bei mir sehr früh, ich glaube mir 13 Jahren) geliebt habe, hat es mir auch Angst gemacht. Etwas, das bei mir einem Reread (erneutem Lesen) immer im Wege steht. Buchwelten, die ich nicht mochte, sehen mich häufig nicht wieder. 
Gleich daneben würde ich Umberto Ecos "Im Name der Rose" nennen. Düster, dunkel und unheimlich ist es für mich eine Reminiszenz an frühe Abenteuerromane (z.Bsp. von Dumas und/oder Kriminalgeschichten ala Sherlock Holmes). 


Lieblingsbücher von Michael Ende. 
Ein Klassiker, den ich SO definiere - und der für mich definitiv weiterempfehlenswert ist, da er mein "Lesen" nicht nur inhaltlich, sondern zum Grossteil auch philosophisch bestimmt hat -, ist Michael Endes "Unendliche Geschichte". Kein anderes Werk hat mich bisher so nachhaltig beeinflusst, so viele andere Eindrücke bei jedem erneuten Lesen hinterlassen, so viel Lesespass und Lesefreude hinterlassen. Und kein anderes Werk hat meine Phantasie beflügelt, in dem es mich glauben liess, dass jedes Werk - jedes Buch durch meinen "Besuch" lebt und durch meine Gedanken, meine Träume, meine eigene Geschichte lebendiger und vielfältiger wird. 
Viele Autoren - darunter auch Jostein Gaarder (apropos,  natürlich würde ich auch "Sophies Welt" als Klassiker der Postmoderne sehen, und definitiv hier nennen) -, haben versucht die Aufgabe des Autors philosophisch in einem Buch zu betrachten, ihn zum Teil der Geschichte werden zu lassen. Die wenigstens sehen den Leser als Teil dieses Prozesses. Und ja, da kann man dann wohl sehr deutlich erkennen, dass die Unendliche Geschichte bei mir, das wohl am häufigsten gelesene Buch ist. Zu Recht, definitiv zu recht.  


Und was sind für Kalliope Klassiker, und vor allen Dingen zu Recht? 

2013/08/12

Montagsfrage XXIV: Was benutzt du als Lesezeichen?

Und schon wieder montags, und damit Zeit für die Montagsfragen von Paperthin. Und da es ja durch das 31 Tage Stöckchen um Bücher geht, fragt sie diese Woche mal wieder etwas über Lesegewohnheiten.
(c) Paperthin

Was benutzt du als Lesezeichen?


Die Frage ist wohl eher benutze ich welche. Denn früher war das ein totales NEIN. Ich habe Seiten in die Schutzumschläge gestopft, teilweise hatte ich extra Buchhüllen genau dafür, bzw. in der Not, habe ich schonmal ein winziges Eselsohr gemacht. Aber naja. Erstens machen die sich bescheiden beim Reread... Wenn man dann so 10 Eselsohren im Buch hat, wenn auch wieder gerade geknickt, dann ist man schonmal verwirrt und ausserdem habe ich festgestellt, öffnen sich Bücher dann anders, weil die vordere Kante dann auf Dauer anders ist, gerade bei mehreren. 

Heute stopfe ich alles - oft Kassenzettel oder ähnliches - in die Bücher. 
Meine Schwester hat ein super Prinzip: sie hat so schnieke Kartensets und sie spendiert praktisch jedem Buch per se eine Karte als Lesezeichen. Ein super System, denkt man, also dachte ich. Also habe ich mal eine Zeitlang Kakaokarten zu Büchern gezeichnet. 
Problem, die verliere ich immer. Mittlerweile leiht mir meine Schwester inzwischen ihre Bücher nur, nachdem sie besagtes Kärtchen entnommen hat. Jaja, ich Dussel. 

Deswegen habe ich jetzt immer ein Bändchen dabei, um es drumherum zu knoten. Deswegen liebe ich Hardcover mit Lesebändchen. SOOO praktisch und in den Schutzumschlag kann man gleich auch noch Seiten "klemmen". Super sidn auch ebooks, bei denen man problemlos Eselsohren machen darf, und die dann auch noch als Markierung behalten kann. Hach ein Traum. Und ja, schenkt man mir ein besonderes Lesezeichen, benutze ich das auch, Problem, es bleibt dann in einem Buch hängen (wenn ich es nicht verlier *hoil*) und dann weiss ich bei 2000+ Büchern natürlich mehr, wo es war...

Also ja, - ich gestehe - ich bin ein Lesezeichenverlierer und - verleger. Pro Lesebändchen!