2013/06/10

Montagsfrage XV: "Welches war dein liebstes Bilderbuch?"

Dieses mal schickt uns Paperthin mit ihrer Montagsfrage weit in die Vergangenheit. Wobei ich diese Reise auch schon im Studium machte, denn ich benutzte mein Lieblinsgkinderbilderbuch als Teil einer Aufgabe im Bereich Mediendesign. Doch erstmal zur Frage:

Welches war dein liebstes Bilderbuch?

Mein liebstes Bilderbuch war tatsächlich eher ein reines "Anguckbuch". heute sagt man dazu wohl "Wimmer(bilder)buch". Denn es gibt auf jeder Seite ein Riesenbild mit massig zu entdecken. Ich habe hier schonmal darüber berichtet. Es ist von Eberhard Binder und heisst "Der rote Robert" oder auch "Ein Ausflug" und handelt von Robert, dem roten Papagei, der aus seinem Käfig entschwindet und wegfliegt und fortan von einer (niedlichen Katze mit roter Schleife) Katze der Nachbarschaft gejagt wird. Dabei passieren nebenher fantastische Alltagsdinge. 

Und das Tolle: Nicht nur kann man auf jeder der 6 Doppelseiten je einmal Robert und die Katze finden, auch die meisten anderen Figuren tauchen immer wieder auf. Der alte Mann mit seinen Dackel, die Schulklasse/Kindergartengruppe mit ihren Kindern, die Mama mit Kind, die Frau mit dem Einkauf etc. Und so wird dieses Buch irgendwie nie langweilig. Die Nebengeschichten sind einfach spannend und mit ein bisschen Fantasie kann man auch - ohne lesen zu können - viele weitere Geschichten ersinnen und finden. Gerade weil es GAR KEINEN Text hat. Das Buch lebt einfach von den vielen kleinen Bildern im Grossen und der Fantasie des Lesers - naja Anguckers.

Noch viel toller finde ich, dass dieses Buch 2008 neu aufgelegt wurde und wieder im Handel erhältlich ist. KLARE Kaufempfehlung für alle Mütter mit Kleinkind. Dieses Buch hat mir so manche Stunden als Kind versüsst und ist einfach toll. EHRLICH. Glaubt mir!

Als meine Schwester klein war, las ich ihr am liebsten das Bilderbuch vom Frosch Fridolin vor. Als ich gerade googelte, stellt ich etwas entsetzt fest, dass es von diesem oder einem anderen Frosch namens Fridolin ein fast erschlagendes Merchandising gibt und zumindest die aktuellen Bände (damals gab es nur das eine) reichlich ver-disney-siert wurde. Also rein optisch. Schade. 

Wenn ich mal wieder bei der Oma bin, werde ich in jedem fall die Kiste mal wieder hervorkramen und mir das Buch sichern. Das habe ich mit dem roten Robert schon getan. 

Naja. Ich fand damals die Geschichte reichlich niedlich und vor allem komplett unmoralisierend, was mich an den heutigen Bilderbüchern immer nervt. Das endet meist in "Und die Moral von der Geschicht"-Fabeln... Grauenhaft.

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