2013/05/17

Rathen in der sächsischen Schweiz - immer eine Tour wert

Panoramasicht von Rathen auf die Elbe
nach dem Sonnenuntergang auf der Elbfähre in Rathen
Normalerweise macht mein Held seine große Radtour mit seinem besten Freund - das sind so gute 35-40km - immer den Elbradweg entlang - stromaufwärts gen tschechische Grenze mit genau der richtigen Anzahl von Biergärten unterwegs. Sobald man den "Fängen" der Großstadt entkommen ist, wird es ruhiger und weniger überlaufen und da die beiden eigentlich schon vor dem Mittag - also so zwischen zehn und elf angehen, haben sie sozusagen Vorlauf vorm Rest der männertagwütigen Meute.

Dieses Jahr war das leider anders, denn wie d as so ist im Erwachsenenleben sind manche Pläne eben nicht immer durchzuhalten, und so bat mich mein leicht rastloser Freund letzten Donnerstag (nach dem späten Frühstück zum Marathon von "Anger Management") ob ich nicht ersatzweise einspringen könnte - wir müssten ja auch nicht ganz bis Rathen und könnten sozusagen jederzeit abbrechen.

Und da ich ja nun jeden Tag mit dem Rad auf Arbeit fahre, war immerhin mein Gefährt sofort fahrtauglich und so ging es dann am frühen Nachmittag los.

Erster Stop der Schillergarten am "blauen Wunder" - auch bekannt bei instagr.am als die #schönstebrückederwelt. Ein erster Vor-Radler bevor es Richtung Pillnitz ging (das ist stromaufwärts die Sommerresidenz des sächsischen Königs gewesen, die eine Orangerie beinhaltet und unter anderem eine sehr, sehr alte Kamelia beherbergt). Dort gab es eine Bratwurst und weiter ging's in Richtung Pirna.

Hier zeigte sich, dass der verspätete Tourbeginn mit auch (schon) extrem betrunkenen Männertagsgesellen aufwartete und so wurde ich nur einmal mit einem Bier ins Gesicht oder nicht ganz netten Bemerkungen bedacht. Aber das schöne am Radfahren, dass man seinen Frust gleich wegstrampeln kann und außerdem fix der Situation entfliehen kann. Der leichte Regen von oben wusch dann auch alsbald das Bier von der Kleidung.

In Pirna wurde die Elbseite gewechselt (von der Südseite auf die Nordseite) und es gab ein tollen Milchkaffe und einen sehr leckeren sächsischen Äppel-Krempel - was wohl neudeustch ein Apfel Crumble ist.
Leider wurde das Wetter dann etwas regnerisch, aber mit ein paar flotten Kilometern fuhren wir den Gewitterwolken sozusagen voraus.


Radlerkirche in Wehlen am Marktplatz
Rathaus und TouristInfo auf dem Marktplatz in Wehlen


Unterwegs in Wehlen gab es noch flott ein Eis auf die Hand, ein fixer Besuch in der dort berühmten Radkirche inmitten der Stadt und weiter. Und so kamen wir kurz nach 6 doch in Rathen an und bekamen noch ein Plätzchen in der nur Kennern bekannten Destillerie - dem "Geist von Rathen". Wo der Held sich mit einem leckeren Bier und einem Ingwergeist belohnte. 
Später kam noch das ein oder andere Bier und ein Birnengeist hinzu, aber dank der leicht versteckten Lage mit dem Superblick und einem wahnsinnig tollem Sonnenuntergang wurde ich für die Kilometer mit leckeren Fettbemmen und einem extrem leckeren Flammkuchen belohnt.


Die Zugfahrt um 9 zurück verdränge ich lieber aus meinem Gedächtnis, aber ansonsten habe ich einen super Einblick in diesen Tag bekommen und habe ihn genossen. Wir werden sicher öfter diese Tour machen und ein bißchen abwandeln. 

Wehlen möchte ich gern länger besuchen und den Wasserfall im Wald zwischen Wehlen und Rathen, und evtl auh noch das eine oder andere Kilometerchen mehr. 



Kommentare:

abraxandria hat gesagt…

wow! das ist ja eine mega beeindruckende landschaft!
da möchte ich auch gerne mal hin...

rennhenn hat gesagt…

Tolle Fotos! Habe ja bei meinem Besuch in Dresden vor einigen Jahren während unserer Dampferfahrt schon einen Einblick in die schöne Gegend bekommen.
Schade, dass sich manche Herrschaften nicht zu benehmen wissen an diesem Tag. Frage mich jedes Jahr aufs Neue, wie es wohl wäre, wenn die Mütter am Muttertag besoffen durch die Gegend ziehen würden *g*
Außerdem musste ich dank meines Ossi-Gatten nicht erst doof nachfragen, was ne Bemme ist ;)