2013/05/06

Montagsfrage X: Welches Buch hast du am Wochenende gelesen?


Und auch diesmal gibt es Montag eine Bücherfrage von Paperthin. Und welch' ein Glück, ich hatte genug Zeit am Wochenende, dass ich eine zufriedenstellende Anwtort geben kann.
Die Montagsfrage ist eine wöchentliche Aktion von paperthin, die immer Montags eine buchrelevante Frage stellt. Mal klein, mal umfangreicher und immer ist mitmachen gefragt. 


Welches Buch hast du am Wochenende gelesen?
Hach wie gut, dass ich mich doch aufraffen konnte und Freitag und Samstag dadurch zum lesen gekommen bin. Und das Buch war sogar besser als gedacht, auch wenn es seine Schwächen hatte. Aber da es young adult Literatur war, ist es aus meiner Sicht meistens so.
Ich las "adorkable" von Sarra Manning als ebook - bei mir ist das dann meist ein kindle read. Und diesmal zu 90% tatsächlich auf dem kindle gelesen, und nicht nur in der App. Im deutschen heisst der Untertitel: "Zwei, die sich hassen … und lieben - Liebe auf den 2. Klick", ich las es allerdings in Originalsprache Englisch.

Dabei geht es um Jeane, einen Dork (Freak) wie er im Buche steht, die aus ihren "Dorksein" eine Marke macht. Ein Blog, ein Twitteraccount mit einer halben Million Follower, aber auf ihrer Highschool eher allein - einsam. Aber dahin geht sie eh nur, weil es Teil des Deals mit ihren geschiedenen Eltern ist. Sie lebt bei Bethan, ihrer Schwester, die aber nach ihrem Studium nach Chicago ist, um ihre Assistenzjahre abzusolvieren. Und so lebt Jeane allein, ab und zu unter der Fuchtel der zwei schwulen Nachbarn und ernährt sich Haribo und  FastFood und geht in und aus der Schule ihrem Dorkbusiness nach. Sie wird als Stimme ihrer Generation gesehen und öfter für Reden und Auftritte gebucht. 
In ihrer Schule weiss das niemand, auch nicht der Schulschwarm schlechthin, der allerdings zuerst mitkriegt, dass seine Freundin mit ihrem Freund anbandelt. Und ehe man sich versieht (mir kam es ja eher relativ spät vor, wenn man die Art von Buch kennt), dass die beiden sich näher kommen. Allerdings nur körperlich, denn eigentlich passen sie ja gar nicht zusammen. Aber er/sie küsst doch sooo gut. 

Was mir gefiel, war die erfrischende Ehrlichkeit. In diesem Buch ist Sex zwar nicht das Hauptthema, aber eben auch kein Tabu. Und auch das am Anfang nicht alles perfekt ist. Überhaupt merkt der Leser schnell, dass an Jeanes Leben so einiges nicht perfekt oder gar gut ist, aber sie hat sich arrangiert.
Etwas deplatziert fand ich den amerikanischen Weg, dass sie zwischenzeitlich ihr Anderssein derart in Frage stellt, dass sie sich anpasst und mitschwimmen will. Jetzt müssen ihr andere sagen, dass sie nunmal anders ist und sich nicht verstellen soll. Die Stelle fand ich mit Verlaub etwas schwierig.

Aber die jugendliche Sprache, die überraschenderweise kaum peinlich ist, sondern eher realistisch und authentisch rüberkommt, allerdings zum Großteil harmlos ist.
Insgesamt ein durchschnittlich bis gutes Buch, was ich aber empfehle im Englischen zu lesen. Schon im englischen hatte ich oft das Gefühl, dass man die Zwischentöne wohl schwer im deutschen treffen kann. Ein nettes Zwischendurchbuch mit Höhen, allerdings muss man diese Art von Buch mögen.


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