2013/04/22

Montagsfrage VIII: Welche Bücher hast du in der Schule gelesen?


Auch wenn der Blog momentan etwas leidet und gefühlt es nur noch Montagsfragen gibt, hier die neue von Paperthin. Diesmal geht es um die etwas unfreiwillige Lektürenfrage, denn sie möchte wissen, welche Bücher wir zu Schulzeiten lesen mussten. Ich kann mich an die meisten - nicht alle - erinnern. Leider meistens aus weniger guten Erinnerung, denn ich habe es gehasst, die Bücher zu interpretieren und zu zerlegen. Selbst die schöneren Geschichten, haben dabei einen faden Beigeschmack bekommen. Aber fangen wir an: 

Welche Bücher hast du in der Schule gelesen?

Fangen wir mit der 5. Klasse an, davor haben wir zwar auch Bücher bzw. Geschichten gelesen, aber da war ich eher sehr viel weiter als meine Klasse und deswegen hat mich das eher wenig beeindruckt, also hab ich's vergessen.

Gymansium (deutsch & englisch)

Es begann alles mit "Robinsion Crusoe" von Daniel Defoe, was mir schonmal sehr die Idee vermiest hat, denn ich empfand dieses Buch als äußerst langweilig, was auch nicht gerettet wurde, dass wir ab Mitte in Gruppen aufgeteilt wurden und jede ein Kapitel intensiv lesen musste. Grauenhaft. Ich schrieb in meinen Hefter "langweiligstes Buch der Welt" und wurde bei der Hefterkontrolle stark dafür detadelt.

Später kam dann Erich Kästner und "Emil und die Detektive". Ich fand die Reihenfolge etwas merkwürdig. Aber naja. 

In der 6. mussten wir dann auch eigene Bücher vorstellen, ich lass damals die Ayla-Reihe (jaja frühreif ich weiß) - naja ich verschlang sie förmlich und habe so 4 dicke Wälzer vorgestellt, was meine Lehrer lange als Trug ansahen, in dem Alter lese man nicht soviel. Ähm ja, ich habe mich da echt verkannt gefühlt. 

Diese Buchvorstellunsgrunden wurden dann immer jährlich wiederholt. Ich stellte Joseph Heller und "Überhaupt nicht komisch vor" aus Angst das man den "IKS-Haken" oder "Catch 22" mir wieder nicht anerkannte. Ich war damals etwas verliebt in Yossarian. 

Dann kamen viel Klassiker: Lessing ("Emila Galiotti", "Nathan der Weise"),  Schiller ("Die Räuber". "Kabale und Liebe") und Goethe ("Götz von Berlichingen", "Faust" und "Die Leiden des jungen Werther", sowie seine Gedichte "Wandrers Nachtlied", der "Erlkönig" und natürlich "Der Zauberlehrling"). ade die gefühlt viel zu lang. 

Da ich sehr früh (ab der 3. Klasse) in eine Sprachklasse ging, wurde bei uns sehr früh auch englische Literatur unterrichtet. "The Wave" von Morthon Rue - das Standardwerk  in dieser Richtung lasen wir in Klasse 6 in englisch und deutsch (auch in der Reihenfolge). Dann folgte "Lord of the  Flies" von William Golding. 

Und natürlich Shakespeare. Leider habe ich so 5 mal "Romeo und Julia" in meiner Schulzeit gelesen (in 3 mal in English, 1 mal in deutsch, 1x in Ethik), und nur Auszüge aus den anderen Werken. Und ehrlich man kann in dem Werk eigentlich nicht SOOOOO viel interpretieren, dass es für 3 Schuljahre reicht. Den Mißstand des Shakespeare(nicht)lesens versuche ich gerade nachzuholen, das gelingt leider nur so semi gut. 

Später kam dann Ulrich Plenzdorfs "Die Leiden des neuen jungen Werther", Kafka ("Die Verwandlung"), Dürenmatt ("Die Physiker"), Max Frisch ("Homo Faber"),  Stefan Zweig ("Die Schachnovelle"), die mir aufgrund des Zeitmangels des ausgiebigen Interpretierens sehr viel mehr gefallen haben. Und die ich auch heute nochmal aus dem Buchschrank nehme, gerade "Die Physiker" fand ich ganz gross. Ein paar weitere standen auf der Liste, wurden aber nie angefasst, einige las ich trotzdem. Da muss ich mal schauen, wenn mein Buchregal wieder steht. 


Nachtrag (nachdem ich bei anderen geschmökert habe):
Ich erinner' mich auch irgendwann Theodor Fontane gelesen zu haben, ich glaube das war "Irrungen und Wirrungen" und ich mochte die "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler, die aber arg zerinterpretiert wurde, weswegen es ein Segen warm, dass ich da krank wurde.
Hmh, und dann war da noch "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch, an das ich mich aber inhaltlich gar nicht mehr erinnern kann. Ob das an Krankheit oder Verdrängung liegt, vermag ich nicht zu sagen.
In Englisch glaube ich mich vage an "The Pigman" von Paul Zindel zu erinnern. 

Ausserdem wurde ich mit "Antigone" von Sophokles gequält, was ich durchaus unangebracht finde. Zumal eine das ja gleich mehrfach ereilen kann. Es gibt wohl kaum etwas, was einen die Antike mehr vergällen kann, aber das ist nur meine subjektive Meinung. 

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