2012/11/30

Freitagsfüller #191 & #192


Heute mal wieder ein Freitagsfüller gefällig? Na dann, auf gehts. Die Ideen kommen dabei wie immer von der Barbara, von scrapimpulse, meine Antworten wie immer kursiv und fett und we möchte, darf sich bei Barbara bedienen, denn dafür hat sie es ja gemacht.
#191 
1. Eine Welt in der es keinen Kaffee gibt, wäre für mich eine Katastrophe....
2. An Weihnachten sollten alle mitmachen, und nicht nur drüber schimpfen. Weihnachten macht Spaß, wenn man es als etwas gutes sieht, eine Möglichkeit sich bei den Menschen seiner Umgebung zu bedanken, anstatt als Pflicht, etwas schenken zu müssen. Mir muss niemand was schenken, aber ich lasse mir das schenken nicht verbieten... TSÄÄ!
3. Ich bin dankbar für eine liebe Familie, tolle Freunde und eine tolle neue Arbeit gefunden zu haben, wirklich dankbar aus tiefstem Herzen.
4. "Isch habe doch gar kein" Lieblingseintopf, außer vielleicht Chili con Carne, aber das ist eher eine Pfanne bei mir.
5. Es ist doch egal, was andere sagen. wichtig ist was man selbst denkt und dass man damit keinen schadet... aber selbstdenken hat ncoh NIE geschadet...
6. Früher mit den Adventskalender fertig zu sein, habe ich wieder nicht geschafft.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Eishockey mit vielen Kollegen und dem Held, morgen habe ich Besuch bei den Eltern und der Schwester geplant geplant und Sonntag möchte ich dann noch zusätzlich eine ganz liebe Freundin in Erfurt treffen! Ausserdem ist 1. Advent, ich freue mich.

Ups jetzt hab ich glatt aus Versehen den von letzter Woche gemacht? Na dann, den aktuellen gleich hinterher, sorry dafür:

#192

1. Ach ich bin so vergesslich, das ist echt unglaublich..
2. Meinen Adventskranz, muss ich noch machen, aber das ist jedes Jahr so. Scheinbar finden dieses Jahr, viele meinen vom letzten Jahr ganz toll, ich hab extreme Besucherzahlen zu diesem Artikel hier seit einem Monat. Zum Teil 150 pro Tag, einfach unfassbar. Nur der Artikel. .
3. Dieses Wetter ist sehr wechselhaft (was meinen Kopf weh tut), aber hey mit Schnee, ich beschwere mich nicht!
4.Weihnachtsmärkte habe ich NIE genug gesehen.
5. In den nächsten Wochen freue ich mich auf die Adventszeit...Meine liebste Zeit im Jahr. .
6.  Bleib dir treu, sagtmeine Oma immer.
7. s.o.

Adventskalender Madness

Aehm ja.. Weihnachten und ich. Adventskalender und ich. Eine nicht endende Geschichte.

Dass mein Held, mein Ritter, meine bessere Hälfte jedes Jahr einen individuellen Adventskalender bekommt versteht sich von selbst. Denn als meine Mama (als ich 25 war) aufhörte mich damit zu verwöhnen, sprang mein Held sofort heldenhaft ein. Ohne zu Murren und ganz selbstverständig. Was das angeht bin ich echt noch ein Kind, Advent ohne Adventskalender geht ja mal gar nicht.

Auf der anderen Seite habe ich meinen Eltern einen gebastelt, seit ich 12 oder so war. Einzige Ausnahme mein US-Jahr. Und seitdem ich die liebsten Schwiegereltern in spe überhaupt habe, denen auch.
Und jetzt hat ja mein Schwesterlein auch das Nest verlassen und ist in die weite Welt, der Schwester nach Sachsen gefolgt. Sie ist 25 und dementsprechend konnte ich meine Maus doch nicht ohne Adventskalender lassen. Also auch einen für sie..

Schlimm oder? Also 4 Adventskalender zum Basteln. Der Held hat kleine Säckchen, die in der Zeit so angefallen sind. Die Ursprungssäckchen hatte meine Mama mal für ein Kekskalender genäht und die waren so niedlich, die hab ich behalten.

Mein Ritter hat mal größere irgendwo erstanden, und dieses Jahr ist das erste Jahr in dem der gesamte Kalender schon im November hängt Komplett und vollständig. Ich bin hoch erfreut... Weihnachten kann kommen. Ich freu mich.

Wir haben eine Eichentreppe in unserer Wohnung und es ist immer fast unmöglich so etwas zu schmücken. Der Adventskalender macht aus dem Teil fast den absoluten Weihnachtsoverkill. Einfach ein weiche, schöne Latte mit hübschen Geschenkband an dem Geländer befestigt und rote, grüne und weisse Pinnnadeln im entsprechenden Abständen hinein und die Säckchen dran. Manche Türchen sind auch wie kleine Geschenke eingepackt... Alles in den Weihnachtsfarben, rot, grün und weiss. Teilweise dient Packpapier als Grundlage. Und ein schönes Geschenkpapier, dass das akzentuiert, denn das ist das wichtigste, bei mir im Schottenmuster.

Als kleines Schmankerl hab ich meinen kleinen Nerd ein Conrad Kalender für Geeks und Technikverliebte geschenkt... Dazu. Wollte ich letztes Jahr schon, hab ich vergessen. Irgendwie soll da jeden Tag ein kleines Experiment drin sein und zusammen sollen die am 24. ein Gimmick bilden.. Na mal schauen. ich bin gespannt. Nur das Blau passt eigentlich überhaupt nicht - naja. Männer eben.

Meine Schwester bekommt kleine Drogerieartikel, spezielle selbstgemachte Plätzchen für Nussallergiker, Bilder und Schoki. Bei meinen Eltern und Schwiegereltern ist der Kalender wie jedes Jahr eher photolastig, sozusagen ein Rückblick auf das vergangene Jahr, dazu ein bißchen Extra.

Das Verpacken ist die Hauptarbeit. Für alle Kalender geht da schon vor dem 1. Advent die Abende der letzten Woche drauf. Aber mir macht es Spaß meine Lieben zu bedenken und ich finde den Kalender fast wichtiger als Weihnachten die Geschenke.. Einfach weil es die Zeit bis Weihnachten verschönert und jeden Tag ein kleines Lächeln schenken kann. Das ist es mir wert. Ein Adventskalender... Dafür ist man NIE zu alt...



2012/11/26

Kekse, Kekse, Kekse ... Weihnachtsbäckerei, die Zweite

Weihnachtsbäckerei:
Nuss- & Kokosmakronen, Vanillekipferl mit(grüne Serviette)
und ohne Nuss (rote Serviette)

Jaja, der Advent rückt näher. Dieses Jahr hänge ich massivst, was Adventskalender und Adventskranz betrifft, bis Freitag habe ich ja noch, aber da ist großes Derbyspiel der Eislöwen und ein klitzekleinbißchen, habe ich meine Arbeitsfraktion angesteckt und so geht es gemeinschaftlich zum Spiel. Und SA gehts gleich ab nach Jena, Adventskalender verteilen... *Hechel*

Immerhin die Weihnachtsbäckerei geht voran, ist die doch auch ein diesjähriger Eckpfeiler des Kalenders für Schwester und Eltern/Schwiegereltern in spe... Uh dieses Weihnachten ist extrem lecker... Und so gab es diese Woche hauptsächlich Nussspezialitäten, allen voran meine heissgeliebten Vanillekipferln, ohne Ei, nach Urgroßmutters Rezept... Nur Eier, Butter, Mehl, Zucker und gemahlene Mandeln (und ein paar Haselnussflocken)...
Übrigens ist dieses Rezept auch einfach und genussvoll fürs Schwesterlein zu ersetzen, man nehme einfach kein Nussmehl sondern Dinkelmehl (schmeckt auch nussig), und davon allerdings sehr viel mehr, da das eher so eine Stärke-Konsistenz hat. Je mehr man knetet, desto saftiger der Teig. Da muss man aufpassen, dass man nachher nicht zu trockene hat. Überraschend nah dran, und wer eben keine Nüsse kann, ist dafür echt dankbar.. Es sind auch die Lieblinge meiner kleinen Schwester, weil meist genauso mürbe und lecker...
Aber lecker sind sie allemal... Natürlich mit eigenen echten Vanillezucker gemacht... Hmh, yam. yam...

Außerdem aus der dieswöchigen Backstube kommen Nuss & Mandelmakronen. Einfach und doch einfach zu lecker... Nüsse und Weihnachten, ein harmonisches Duo...

2012/11/23

Dresden - eine Liebeserklärung

In meinen bisherigen Leben habe ich an 4 Orten gelebt, Jena, eine idyllische "Wannabe"Großstadt mitten im grünen in der Schlausein Vorteile hat, was sicher auch daran liegt, dass sie schon wahrhafte Größen beherbergte, New York, eine extrem hektische "Definitiv"Großstadt mit extrem großer und lauter, allerdings auch multikultureller Schnauze und einem Kulturangebot, das einen umhaut, St.Louis, die Großstadt, die im Herzen keine sein wollte und sich stattdessen "Gateway to the West" taufte und Dresden, eine altstädtsche, underground-moderne Landeshauptstadt, die nur ganz nebenbei auch Großstadt ist.

Die Entscheidung für Dresden war eine zufällige - mal abgesehen davon, dass ich sächsisch schon immer also ausgesprochen schönen Dialekt angesehen habe - Entscheidung, aber, wie so oft im Leben, habe ich gerade diese, NIE bereut.


Ich mag an Dresden fast jede Fassette.

Da sind die historischen Altstadtbauten, die Dresden nach wie vor Flair bescheren und jeden der über die Brücken fährt und das Altstadtpanorama erblickt, schlicht bezaubert. Schon zu Studiumszeiten, habe ich es genossen, dieses Panorama jeden Tag auf meinem Uniweg zu sehen. Habe die Reaktionen der Touristen in der Straßenbahn aufgesogen, denn fast jedem Erstsehen entfährt unwillkürlich ein WOW. Ich liebe es, dass man einen historischen Stadtbummel macht, wenn man nur mal eben in der Innenstadt einkauft oder am Wochenende einen Kaffee trinkt.

Überhaupt das nächste Thema, ich liebe die Lust der Dresdner Kaffee zu trinken (naja als Kaffee-Süchtiger wenig verwunderlich, oder?). Und nicht nur mal nebenbei nachmittags ein Aufputschmittel zu sich zu nehmen, nein die Kaffeekultur in Dresden hat ein ganz anderes Niveau. In Dresden ist Kaffeetrinken großes Kino, und da ist es fast egal, ob man ins Touristen-Grand-Kaffee neben der Frauenkirche einkehrt, wo man von Meißner Porzellan speist oder mal eben beim Bäcker (ob mit oder ohne Kette) um die Ecke. Egal ob große, leckere Torte oder ob des Dresdners Heiligtum, die Eierschecke, für die wohl jeder Bäcker, jede Familie ein eigenes, geheimes Rezept hat.

Und wo wir dabei sind, ich liebe wie Dresden Weihnachten zelebriert. Was Leipzig die Thomaner oder Regensburg die Spatzen sind Dresdnern der Kreuzchor und der hat zu Weihnachten (zugegeben nicht nur dann) richtig zu tun. Dresden sind und musiziert, kocht und backt Leckereien, fast schon überzelebriert den Stollen und seinen Striezelmarkt. Dresden zu Weihnachten ist der totale Overload, in Tradition und Kitsch, mit unzähligen Weihnachtsmärkten in den tollsten Variationen. Und trotzdem liebe ich es, jedes Jahr wieder. Hier ist man sich auch nicht zu schade mal ein Verkehrswissenschaftler die Wege auf dem Weihnachtsmarkt überprüfen zu lassen, um Staus zu vermeiden. So eine Stadt muss man doch lieben.

Ich liebe den sächsischen Singsang des Dresdner Dialekt, den jeder ein bisschen - ob eingeboren oder zugezogen - übernimmt. Diese Freundlichkeit der Sachsen, die sich so ganz nebenbei neben den anderen deutschen Tugenden (von wegen Pünktlichkeit und so) vorbei schummelt und den Dresdnern so ein bisschen "laid back" Feeling verleiht.

Ich liebe das Dresden schick und etepetete sein kann, aber irgendwo im Hintergrund dann doch schlamperig und bequem daherkommt und das schick nur so oberflächlich drüber schmeisst. Und trotzdem ist man Landeshauptstadt mit dem ganzen Trara was da so mit kommt.

Ich liebe, wie die alten Fassaden mit neuen kombiniert werden, manchmal in einfach lächerlicher Weise und manchmal so gelungen, dass man kaum mitkriegt, dass es neu ist oder vorher anders war.

Ich liebe, wie einen die Dresdner ganz nebenbei von den Sachen überzeugen können, die ihnen wirklich am Herzen liegen. So kann ich mir meine Elbüberfahrt ohne Frauenkirche im Panorama tatsächlich nicht mehr vorstellen. Und auch so ein paar andere Projekte, gegen die ich zu Anfang war (oder schlicht keine Meinung haben wollte) haben mich überzeugt. Dabei schwingt man weniger die Keule, sondern überzeugt so ein bisschen durch die Blume.

Dresden und die Elbe, Dresden und die Heide, Dresden und seine Altstadt, Dresden und seine Neustadt. Dresden ist bunt und alt, verwinkelt und grade, Dresden ist vielschichtig.

Ich liebe, dass sich die Dresdner trotz der mittlerweile Unmengen an Touristen sich ihre Stadtspaziergänge, ihre Schlendern und Flanieren nicht nehmen lassen und trotzdem nicht überheblich werden. Touris gucken in Dresden eine wirklich tolle Sache, man freut sich mit den Eigenheiten, die das mit sich bringt. Dresden ist weltoffen und kleinbürgerlich in Einem und überraschenderweise ist das hier möglich, nebeneinander. Dresden ist alt und neu, klein und groß, laut und leise. Mehr warmherzig als kaltschnäuzig, neugierig und mit dem Alten verwachsen. Dresden ist widersprüchlich und macht doch so viel Sinn.

Dresden ist anders und trotzdem irgendwie einem ganz nah, und heimelig. Dresden hat ein Flair das mich komplett eingefangen hat, dass ich nicht mehr missen möchte. Und dabei ist es mir mittlerweile ganz egal, wohin es mich innerhalb der Stadt verschlägt. Hauptsache ich darf bleiben.

Dresden ich mag dich, von Herzen, denn du bist mir einfach in 10 Jahren unfassbar ans und ins Herz gewachsen.

2012/11/22

Zufalls-Buch-Stöckchen


Lange kein Stöckchen mehr hier gehabt oder und vor allem kein Buch-Stöckchen. Das sollten wir doch dringend ändern.. Zumal ich ein tolles gefunden hab, wo weiß ich leider nicht mehr. Sehr schade. Ich hätte mich gern bedankt. Aber naja. Weil es so ist, sage ich einfach mal, wer will soll es mitnehmen. Ich mag ja so Zufallssachen. Da findet sich überraschen immer was tolles.

Nimm das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten. 
Schlage Seite 123 auf. 
Suche den fünften Satz auf der Seite. 
Poste die nächsten drei Sätze.
Einfach und deswegen nehme ich auch 3 Bücher neben mir, einfach weil es spannend ist. Und deswegen machen wir es auch noch spannender, ich löse das erst beim Klick auf den Artikel auf, so könnt ihr vielleicht raten, wenn ihr mögt. Für mich im Moment wenig überraschend, sind alle in Englisch, das lese ich im Moment wirklich sehr häufig. Eher überraschend sind es 2 reale Bücher... Ich bin doch noch nicht kindle süchtig...

1 - reread:

"We gotta do something about this frigging swingset," he said. "I'm telling you, it's ninety percent of the problem."

2 - fantastic:
"I don't say anything. In a world without live, this is what people are to each other: values. benefits, and liabilities, numbers, data. We weigh, we quantify, we measure and the soul is ground to dust."
3 - different:
"Be quiet! I want quiet! You - Andrew - and you, Stuart - you can clear up that mess! Pick up all those bits of clock!"
Na, schon Ideen? Ich glaube ich hätte Ideen. Aber das sagt sich leicht, wenn man die Bücher gerade liest.

2012/11/19

Weihnachtsbäckerei in vollem Gange




Meine weihnachtlichen Backbemühungen starten ja bekanntlich sehr früh (und auch dieses Mal wissen instagram Follower schon wieder mehr, eine echt beflügelnde Leidenschaft!). Fröhnt man der Dresdnerisch sächsischen Tradition des Stollenbacken,s und möchte man den Stollen schon zum ersten Advent genießen, sollte man im Oktober seinen Stollen backen, denn bekanntlich muss dieser ja liegen und ruhen, um sene geschmackliche Bestform zu erreichen, Und wenn man von Teig ausgeht, wird dieses Jahr das beste Stollenjahr überhaupt. Ich freu mich ohne Ende.

Wir waren mit Anfang November fast schon ein wenig spät, aber dieses Jahr ist der erste Advent ja auch im Dezember...



Davon inspiriert hab ich in der letzten Woche auch die Plätzchen gebacken - ohne Nuss. Das Schwesterchen ist allergisch und da möchte man ein bißchen Rücksicht nehmen, zumal sie auch der Stein das Anstoß war. Denn ein Teil des Ergebnisses wird in ihrem Adventskalender versteckt...

Mein Kollege und nun offizieller Verkoster Wim war begeistert... ob, weil er scharf auf mehr Kuchen und Kekse ist, sei mal dahimgestellt.... Das Urteil vom Freund und Bäckersenkel fiel zum Glück auch positiv aus, wenn auch nicht ganz so enthusiastisch.

Für mich ist Backen ja auch etwas sehr Entspannnendes, da kann ich abschalten, den Kopf ausschalten und nebenbei duftet es himmlich und das abwiegen und kneten der Zutaten hat für mich schon fast was meditatives.. Ich freu mich auf Weihnachten...



2012/11/14

Eine Welt der Unterdrückung und zwei Charaktere, die aus zwei unterschiedlichen Welten kommen

Rezension: Marie Lu - Legend [engl. + eBook]



Worum geht's?
Day, einer der zwei Hauptcharaktere des Buches, ist einer der - nein eigentlich DER - meist gesuchte(n) Verbrecher der Republik, einer Welt der Unterdrückung - in der Rachegefühle durchaus auch mit falschen Anschuldigungen genährt werden. So wird Day zur Last gelegt, bei einem Einbruch in ein Krankenhaus Metias getötet zu haben. Der wiederum war der Bruder und einzig lebender Verwandter der zweiten Protagonistin June, eine Art Wunderkind der Republik. Die Republik setzt June, getrieben von Wut, nun darauf an, den Mörder ihres Bruders zu finden. Auf der Suche nach Day begibt sie sich in die Slums, tief hinein, ein gebiet, dass sie bisher nur aus Erzählungen kennt.  

Aber dies ist auch eine Geschichte, in der Hass grenzenlose Liebe entgegentritt. Da ist Days Familie, die nur zum Teil weiss, dass Day (Streetname) noch lebt und der sich aufopferungsvoll um deren Gesundheit und Wohlergehen sorgt. Mit Day lebt seine Cousine. Und auch June hatte bisher ihren eigen Beschützer, ihren Bruder Metias, Vorbild und Anlehnung zugleich, ihr Pfeiler. 

Doch als Day bei einer Schlägerei 'zufällig' June trifft, naja eigentlich rettet, verändert sich alles irgendwie und so platüdenhaft es klingt, getrennt waren sie erbitterte Gegener auf zwei Seiten eines Regimes, aber zusammen werden sie Legende. Denn während sich die beiden kennenlernen, entwicklen sie Gefühle, obwohl beide nicht die ganze Geschichte kennen, beide nur Bruchstücke der Geschichte wissen, die der Leser erfährt. Und so müssen sowohl June als auch Day Entscheidungen treffen, ihr bisheriges leben überdenken, eine andere Sichtweise annehmen und das dahinter erkennen. 

Schafft June es, nach allem, Day tatsächlich auszuliefern? Kann Day damit leben, was er June angetan hat, hat er es tatsächlich? Denn tatsächlich sind beide nur Spielfiguren, der eine mehr, der andere weniger, eines perfiden Plans.

Wieso?
Klar, auch dieser Auftakt einer Triologie ist eine Dystophie und daher kommt das Buchuniversium düster und dunkel daher. Beide Charaktere hatten sich in ihrem Teil dieses Universums eingerichtet, waren erfolgreich. Wenn auch mit Sorgen. Beide Charaktere sind tief und obwohl es erstmal so klingt, gibt es weniger das anschmachten. Weniger der "schönste" Held, den die Welt gesehen hat. Beide haben in ihrem Leben viel mitgemacht, und man merkt beiden diesen Background an. June grübelt und hinterfragt, so wie man es von einem Wunderkind erwarten würde. Man fragt sich zwar hin und wieder, wieso das nicht schon früher Probleme gebracht hat, aber die Geschichte mit Metias lässt da durchaus Spielraum für Interpretationen. Und so kommt die Annäherung der beiden nicht kitschig daher, sondernd zweifelnd und als Teil der sonst schon spannenden Story, die natürlich nicht ohne Rückblenden auskommt und das bisherige Leben beider beleuchtet. 

Für mich ein absolutes Plus, dass die Kapitel jeweils abwechseln aus Sicht der beiden Protagonisten erzählt wird, was natürlich ein noch runderes Bild zeichnet. beide Darsteller wachsen einem sowas ans herz und auch die Nebendarsteller werden gut skizziert. Ich konnte jede Figur fast bildlich vor mir sehen, was - sollte das verfilmt werden - mich wieder in echten Trouble bringt.


Wieviele Sterne?
Insgesamt ausgewogen, spannend, nicht zu kitschig und trotzdem romantisch. Eine tolle Geschichte, spannend erzählt und einfach extreme "Nicht-aus-der-Hand-legen-können"-Atmosphäre. Ein Buch das wirklich Lust auf die Fortsetzung macht, wo man es kaum abwarten kann. Denn natürlich gibt es einen kleinen Cliffhanger... Ich bin einfach vollends begeistert..


Fazit: 6 von 6 Sternen

aufgeschlüsselt:
Story: 6 / 6
Sprache: 5 / 6 
Charaktere: 6 / 6
Spannung: 6 / 6
fikt.Welt: 5 / 6 



Marie Lu - "Legend" - 304 Seiten - Penguin Verlag[print] / Puffin [kindle] - 2. Februar 2012 - ISBN-10: 0141339608 - ISBN-13: 978-0141339603 - ASIN: B006IJJJAO - [englisch] - 4,49€ als kindle read





2012/11/09

Aufheiterungshaarfarbe




Wer mich kennt, weiss das meine Haarfarbe durchaus ein Indiz für mein allgemeines Wohlbefinden sein kann. In dem Falle ist rot tatsächlich ein Indiz für dringend benötigte Aufheiterung. Gleich zuvor, ich mag mein Job immer noch und ich wußte von Beginn, dass er auch mit Herausforderungen kommt, gestern kamen alle auf einmal und in einer Stunde.

Eigentlich war ja geplant, dass ich mich mit einem kleineren Webprojekt zum PhD Programm (nicht nur) dieses Institutes einrichten, Werkzeuge finden, workflow integrieren, CMS kennenlernen sollte.

Gestern explodierte das Projekt zum Megaprojekt inklusive Einbeziehung des ganz großen Chefs. Das Ganze kam etwas plötzlich, und auch wenn ich mich auf die Arbeit freue, sie ist nun begleitet von dem großen Felsbrocken, der über mir schwebt und ständig auf mich nieder zu fallen droht.

Was bleibt ist also die herbstliche Haarfarbe, die mich aufmuntern soll. Wir werden sehen, was kommt!

2012/11/05

momentan lesend - II


Da es schon über zwei Wochen her ist, hier mal ein update.
Also im November 2012 liegt momentan das auf meinem Bücherstapel:
ausgelesen:
phantastisch & reread: K.Meyer - Arkadien fälltganz digital & lovely: A.Glines - Because of Low [engl. & eBook]phantastisch & digital: Marie Lu - Legend [engl. & eBook]
Unbedingt hier vorstellen möchte ich Marie Lu, deren Buch mir sehr gefallen hat. Ich ärger mich ein bißchen, dass ich nicht gewartet hab, dann müsste ich jetzt nicht auf Band 2 warten. HMHPF. Das hasse ich ja.
Bloggerkollegin und Buchsüchtige par excellence Damaris durfte die Autorin übrigens interviewen und das ist wirklich lesenswert.
weiterhin lesend: 
leckerst & praktisch: J.Oliver - 30 Minute Meals [engl.]
neugierig & Orginalsprache: J.K.Rowling - The causual Vacancy [engl.]
emprohlen & digital: J.-C. Grange - Ursprung des Bösen [deutsch + eBook]
dazugekommen: 
phantastisch & düster: L.Oliver - Delirium [engl. + eBook] und eigentlich auch gleich
phantastisch & düster 2: L.Oliver - Pandemonium [engl. + eBook
weiterhin düster: K.Ishiguro - Never Let Me Go [engl. + eBook]
heiß erwartet: 
phantastisch & toll: K.Mayer - Asche und Phoenix [deutsch gebunden und als eBook 
Mein Lesegeschmack ist also grad sehr düster und dystopiebehaftet..

Ich überlege ja, ob ich evtl. die runtergeladenen Leseproben auch auflisten sollte, dann könnten mir meine Leser viel besser Feedback zu Büchern geben, die ich noch lesen will.

Und weil wohl erwartet: ein kleiner Hinweis zu J.K.Rowlings Buch "The causual Vacancy"
Es liest sich ganz gut und flüssig, ihr Schreibstil ist wie gewohnt schön und beschreibend, allein ist die Story am Anfang (bin etwa bei Seite 50-100) etwas zäh und unspannend (das hab ich vorher schon mehrfach gelesen).
Außerdem erwarte ich ständig, dass irgendwoher ein Zauberer um die Ecke springt. Bisher ist es ein bisschen, wie ich die Hintergrundgeschichte von Tante Petunia und Onkel Vernon von Harry Potter, was sicher an der dort schon aufs Korn genommene Kleinstadtkritik liegt. Irgendwie erhoffe ich mir eben Phantasie und weiss, dass sie nicht kommen wird und das ist ein wenig ein Schlamassel. Ausserdem kommen ein Haufen Figuren in dem Buch vor, und irgendwie sind sie alle sehr seicht, bisher... Naja, demnächst mehr ..

2012/11/02

Freitagsfüller #188


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1. Den 1. November habe ich hauptsächlich auf Arbeit verbracht, da der in Sachsen ein ganz normaler Arbeitstag ist. Den Reformationstag (davor) hingegen habe ich meine Schwester in Leipzig besucht und war überraschenderweise auf dem Völkerschlachtsdenkmal - und habe Hogwarts gesehen... Naja nicht ganz. Zeig ich euch noch.
2. Nur mein eisfüße-wärmender Holundersirup als Tee getrunken macht mir warme Füße.
3. Wenn ich in Amerika wählen dürfte, hätte ich vom ganzen Hype schon die Nase voll - aus meiner Sicht hier hab ich gerade wenig Einblick in wen ich wählen würde.
4.  Endlich die Post anrufen wegen mein Paketstationabhol-Erlaubnis  muss ich als nächstes dringend erledigen.
5. Draussen vor der Tür ist es kalt aber es sitzen zwei Mümmels, was ich sehr romantisch finde. .
6.  Herbstsachen und meine Lieblingskuli waren meine letzte Internet-Bestellung.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen fast Strohwitwen Abend , morgen habe ich geplant, eine Freundin zu besuchen und ihr Löcher in den Bauch zu fragen geplant und Sonntag möchte ich Stollen backen... Massig und viel... Außerdem müßt ich mir so langsam für die Adventskalender Gedanken machen. !
Die Impulse kommen wie immer von der lieben Barbara und ihr seid alle eingeladen die zu stibitzen und mitzumachen. (Wer will kann das bei Barbara sogar verlinken in den Kommentaren.)

farbenfroher Herbst - Indian Summer Deluxe - bunte Impressionen aus Oberwiesenthal


Ausblick vom Hotelfenster ... nein das ist kein Hobbit-Auenlandhaus, das ist ein Teich
bunte Blätterpracht, ich bin dieses Jahr hin und weg
Sonnenaufgang in Oberwiesenthal ohne Nebel - selten.. naja es war schon 10Uhr
einach mal nach oben gucken, dieses Jahr eine echte Freude. Das als Haaarfarbe wär ein echter Traum.

Ich hab's euch ja versprochen, dass ich Euch noch ein paar Impressionen von Oberwiesenthal zeigen werde. Da es sooo viele sind, denn ich habe natürlich die Gelegenheit genutzt, meine Kasimir ein bißchen zu spielen und die wahnsinige Farbenpracht des diesjährigen Herbst einzufangen.

Die Verfolger meines instagramstreams haben da wie immer zeitliche Vorteile. Und wie immer werd ich ja nicht müde zu fragen, ob der eine oder andere Leser auch bei instagram ist. Ich finde es toll, Menschen über ihre Bilder kennenzulernen...

Trotz des momentanen miesepetrigen Regenwetters (das ich als Einzelfall ja auch so liebe) sind wir ja gerade von unglaublichen Farben umgeben, dass man manchmal gar nicht weiss, wohin man zuerst schauen soll.
Sonnenuntergang - das Indiz, dass ich tatsächlich am Fichtelberg war, befindet sich auch wirklich auf dem Foto
Ausblick vom Fichtelberg 
noch ein Blick vom Fichtelberg, irgendwo da unten ist auch Oberwiesenthal
noch ein Sonnenaufgang in Oberwiesenthal, diesmal mit Nebel... trotzdem toll