2012/10/10

Die Krux mit dem Älterwerden

Typisch Frau hatte ich schon schwer zu kämpfen mit der ominösen 3 am Anfang meines Alters.

Und weil es terminlich so gut passte (so als kurz vor Weihnachtskind ist das mit dem Feiern jedes Jahr so eine Sache), habe ich im letzten Jahr einen Tag zuvor meinen letzten 29. Nichtgeburtstag gefeiert, und fast alle haben sich dran gehalten, meinen tatsächlichen Geburtstag zu ignorieren.

Wenn man so eine Leseeule ist wie ich, haben sich die Leute daran gewöhnt, dass man merkwürdige Sachen feiert. Und eben auch mit der Geburtstagsfeier Alice im Wunderland thematisiert.

Streng genommen bin ich also nie 30 geworden, weil ich nie Geburtstag hatte (den hatte ich vorsorglich aus dem Kalender gestrichen - falls euch letztes Jahr ein Tag fehlte, wisst ihr jetzt also wieso).

Interessanterweise stört mich jetzt mein Alter kaum. Es ist immer noch komisch, irgendwie sind die 20iger gefühlt - alterstechnisch - an mir vorbeigerauscht. Gefühlt war ich lange 17 und lange 22 und sehr lange 27. Dazwischen habe ich mein Alter NICHT wahrgenommen. Allerhöchstens weil meine jüngere Schwester größere Meilensteine bewältigte - Jugendweihe, Volljährigkeit, 20 werden etc...

Jetzt bin ich 30 und kaum was hat sich geändert. Einzig, dass wovor man mich eindrücklich warnte, trat ein. Der merkliche Verfall des Körpers. Rückenschmerzen am Morgen, Verspannungen am Abend, Gliederschmerzen dazwischen.

Prinzipiell reagiere ich darauf wehleidig und ungenäusig! Allerdings lernt man die Tage, an denen man sich rundum wohl fühlt, zu schätzen. Ich reflektiere viel häufiger "heute war ein guter Tag".
Früher haben mich Kleinigkeiten so genervt, dass sie mir den Tag verdarben, heute weiss ich, dass man gelassener sein muss, um glücklich zu werden.

Nichtsdestotrotz hab ich mir am Freitag in der Nacht so den Rücken/Schulter verzerrt, dass es das ganze Wochenende gedauert hat (Wärme und Massagetherapie inklusive), um mich halbwegs geh und bewegungsfertig für Montag zu machen. Stellenweise fühlte ich mich älter als 90!

Kommentare:

Damaris hat gesagt…

Hihi, süßer Post. Ich wäre sehr sehr gerne für immer zwischen 22 und 26 geblieben. War schön! :-)
Bin übrigens auch ein Kurz-vor-Weihnachten-Kind. Als Kind war das voll doof, diese Sprüche "Das bekommst du zum Geb. und Weihn. zusammen" kennst du sicher auch :-)
LG,
Damaris

momo hat gesagt…

Hmh, mir scheint 22-26 ist eine populäre zeit. Mir wurde immer seitens der Großeltern, Onkel & Tanten ansHerz gelegt, die besonders zu genießen. Ich hab meine studentische Zeit gemocht, aber Zeit zum genießen hatte ich nie :( Aber wahrscheinlich kann man das gar nicht und das gehört dazu. Das schöne ist, dass ich mich jetzt komplett nicht anders fühle, sieht man mal vom Rücken etc ab.
Und diese Erkenntnis finde ich extrem toll....

abraxandria hat gesagt…

ah, rückenschmerzen! ja, das hat mir das alter leider auch mitgebracht.. :(
da hilft nur fast tägliche gymnastik... seufz.
ja, mit dem älter werden seh ich das auch so. ich fühle mich wie mitte 20, aber mein körper spielt mir dann einen streich und versucht mich zu erinnern, wie alt ich wirklich bin. pah! wer will das wissen! man ist so alt, wie man sich fühlt! die paar rückenschmerzen! naja, und beim treppensteigen komme ich immer aus der puste, lach...

momo hat gesagt…

ja rücken ist eine echte volkskrankheit und die überflüssigen pfunde, machen es nicht gerade besser... naja.. ich hab verstanden, dass wärme hilft und NICHT schonen... bewegen.. weiterhin. auch wenns sch**** ist... und regelmäßig...
das mit der puste liegt oft an den treppen. ich hab mir neulich eine neue wohnung angeschaut. 4OG, kein fahrstuhl nur treppen udn wir sind zügig hoch und ich war kaum aus der puste.. gute treppenstufenhöhe und gut geplante zwischenpodeste machen es möglich. ob ich das immer noch sagen würde, wenn ich für jede maschine wäsche in den keller LAUFEN müßte, weiß ich nicht...