2012/07/27

Zwischen den Welten - eine wahrlich alte Fantasy-Science Fiction Welt

Ich bin ja ein riesiger FantasyFan, und doch schafft es hin und wieder ein Buch oder Film an mir vorbei, was manchesmal am Cover liegt, manchesmal einfach der Tatsache geschuldet ist, dass ich ja nicht überall meine Nase drin haben kann.

Neulich beim Sonntagsfrühstück, dass ich mit meinem Helden fast immer auf der Couch mit Croissant, leckerem Milchcafe von Giovanni und frisch aufgebackenen Brötchen, selbstgemachter Marmelade, leckerem Früchstückssaft, Obst und Joghurt und dann gerne bis Mittags zelebriere, schauten wir mal wieder einen tollen Film auf maxdome, der sich ganz eindeutig unter meinem Fantasyradar durchgeschummelt hat:


Edgar Rice Burroughs
"John Carters - Zwischen den Welten" bzw der "Barsoom-Zyklus"




Das Film/Buchuniversum hatte es mir sofort angetan. Sehr undurchsichtig mit tollen Schiffen und Technik, wilder Politik (mit Widersachern und veränderlichen Seiten), Zeitwanderern und alles doch furchtbar spannend. Von Disney bildgewaltig umgesetzt, und doch singt keiner und wenn auch sehr auf die Lovestory zugeschnitten, doch sehr ansprechend und mit tollen Nebendarstellern, liebevoll.


Natürlich hab ich sofort gegoogelt und entdeckt, dass diese 'Marswelt' vom Autor von Tarzan erdacht wurde, ein bißchen Avatar(lustige lange Wesen mit kriegerischer Ausrichtung) und Starwars(man denke an den Wüstenplanet Tatooine, sowie natürlich JarJar Bing) und Stargate (die Verbindung mit der Erde, die Religionen, die Machtstrukturen) gemischt und das ganze mit etwas SteamPunk gemixt.

Klingt toll, nun schon um 1920 erdacht. Unlgaublich aber wahr, der Autor Edgar Rice Burroughs schrieb den ersten Teil des Barsoom/Mars-Zyklus und damit die Saga um John Carter schon 1917, die Story spielt hingegen schon um 1860 in den USA und natürlich auch auf dem Mars. Bedenkt man allein das, ist das Wahnsinn, und man weiss, wer bei wem abgeguckt hat, nicht dass das was schlimmes ist.

Ich hab mir natürlich sofort den ersten Teil als ebook gekauft und war hocherfreut zu sehen, dass diese in englisch sogar kostenlos sind. Eine echte kindle Empfehlung von mir also.




Ich werde mir den Zyklus also dringend auch lesetechnisch zu Gemüte führen, nichtsdestotrotz empfehle ich den Film. Auch weil er die umwebende Story, wie man überhaupt von den Abenteuern von John Carter erfuhr, so viel Raum liess und das ganze sozusagen umschloss. Ich befürchte, dass man sich mehr Erfolg erhoffte und so wird es wohl leider keine Fortsetzung geben, Stories gäbe es genug, hat Burroughs doch einige Zyklenfortsetzungen geschrieben.
In den USA ist die Story weitaus mehr bekannt, hier gibt es sogar eine 28 teilige Comicreihe, im deutschen sind nur die ersten Bücher übersetzt, die Comics gibt es leider nicht im Deutschen.

Nachtrag: Ich habe jetzt den ersten Teil "Princess of Mars" so gut wie durch. Die Details sind eventuell ohne den Film schwierig im Englischen zu verstehen, aber wenn man da drüber lesen kann, ist es toll, wie schön sich die gerade mal 81 seitige Geschichte liest. Es gibt sicher von mir noch eine ausführliche Rezension, aber "thumps up" hat es in jedem Fall verdient und ich schaue jetzt, ob ich evtl. ein Comic auftreiben kann...

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