2012/03/20

BuchReihe - Chroniken der Unterwelt (The Mortal Instruments) von Cassandra Clare


Rezension der Buchreihe von Cassanadra Clare 

 Chroniken der Unterwelt (The Mortal Instruments) - [englisch] 


City of Bones & City of Ashes & City of Glass

Diese BuchReihe ( im Deutschen "Die Chroniken der Unterwelt") habe ich im Gesamtpacket zu Weihnachten bekommen und mich sehr gefreut endlich mal wieder eine Reihe im Ganzen zu lesen. Ich kann ja so Warten gar nicht ausstehen.

Ich habe mich diesmal dazu entschlossen, zum einen die Reihe mit ihrer Fantasiewelt vorzustellen und noch einmal gesondert die einzelnen Bücher der Reihe.

Gleich zu Anfang - ja, wir haben noch nicht einmal das erste Quartal hinter uns und - ich meine DIE Buchreihe des Jahres (also meiner Meinung nach) gefunden zu haben und das obwohl ich gerade auch Kai Meyers Arkadienreihe abschließe, welche mich ebenfalls sehr begeistert.

Worum geht's?
Clary Fray hat eine ziemlich verrückte Mutter - Künstlerin, die so manchesmal in ihrer ganz eigenen Welt wandert. Wieviel wahrer das ist, stellt sich heraus als Clary mit ihrem besten Freund Simon im Schlepptau Jace kennenlernt. Einen "Shadowhunter" der diese Welt vor den Bedrohungen der anderen unteren (Dämonen)welten beschützt. 
>>> hier geht's weiter: 
Shadowhunter sind eine ganze eigene Bevölkerungsschicht, mit einem der Welt unbekannten Land, irgendwo zwischen Frankreich und Deutschland, mit Zaubern geschützt und praktisch unsichtbar gemacht.
Idris, das mythische Land der Schattenjäger und Alicante, die Hauptstadt, sind ein schöner märchenhafter Schauplatz für die spannenden Ereignisse, die später in der Reihe bevorstehen. In Alicante gibt es keinen technischen Fortschritt wie in der realen Welt, denn die moderne Technik funktioniert dort nicht. Die Leute kleiden sich etwas altertümlich und die Sitten erinnern an das Mittelalter, z. B. allein schon die Methoden des Inquisitors sind angsteinflössend.
Die hiesige Welt wird nicht nur durch hier lebende Vampire (nicht sonnenlichtgeschützt und nicht glitzernd) und Werwölfe bedroht, in ihr leben auch Warlocks, Trolle und andere fantastische Kreaturen. Die Schattenjäger sorgen für Ordnung und haben eine Art Netz von Stützpunkten in der Welt, von denen aus sie agieren. So auch in New York, jetzige Heimat von Jace und seiner "adoptierten" Familie, um Isabelle und Alec.
Die Elbenwelt schert sich nicht wirklich um die Probleme und das obwohl die Welt der Shadowhunter auch durch sich selbst bedroht wird. Die alten Strukturen haben durch schon mit Valentin, eine Art selbstgekürten Diktator, mehr oder minder versagt. Und auch jetzt scheint der Schatten der Vergangenheit wieder über die Welt hereinzubrechen.


Viel mehr kann wohl nicht zur Story sagen, ohne massivst zu spoilern und das wollen wir ja nicht. Ich denke, ich werde zu den einzelnen Büchern ein bißchen genauer.

Wieso?
Die fantastische Welt aus der Feder Cassandra Clares ist - trotzdem fantastisch - irgendwie auch extrem wirklichkeitsnah. Klar geht es auch, um ein Liebesdreieck, aber es geht eben auch, um die Geheimnisse der Familie, wo kommt man her. Es geht um Vertrauen und Toleranz, alle Figuren haben Fehlern, alle Figuren sind nicht perfekt. Besonders gefällt mir, dass die "Guten" ihre "Flaws" haben, Fehler machen, Vorurteile überwinden müssen. Jede Figur hat ihre Vergangenheit und ist manches Mal mit den Situationen einfach überfordert. Viele Figuren wandeln und entwickeln sich und vor allem werden viele Vorurteile geklärt, es geht auch um Homosexualität, um das anders sein, um das daran gewöhnen, um unvorhergesehene Entwicklungen und der (manchmal) falsche Umgang damit. Genau das meine ich mit echt. Klar hätte Cassandra Clares an einigen Stellen mehr Fahrt aufnehmen und mehr Spannung mitnehmen können und die geradere Story erzählen können, aber sie macht Umwege, gibt anderen Figuren eine Chance und entwickelt so ein Gesamtbild - ihr Fantasy-Universum.

Und ich denke, genau das ist der Grund, warum die Erweiterung der Reihe mit Band 4 und (dem bald erscheinenden Band 5) immer noch (fast durchweg) gute Kritiken bekommt. Ich habe Band 4 noch nicht gelesen, werde ich das wohl aber demnächst, denn die Fantasy-Welt und seine Figuren der Chroniken der Unterwelt lassen noch viel Raum für neue Geschichten, auch wenn in der hier vorgestellten Triologie der Tenor eindeutig bei der Dreiecks-Geschichte um Jace, Simon und Clary lag, aber eben auch den Nebencharaktären Raum zum entwickeln gegeben wurde.


Ich denke, ich würde der Reihe eine 5/6 geben allerdings eher mit Tendenz nach oben. Es gibt kleine Kritikpunkte, die so winzig sind, dass ich es hier in der Gesamtkritik überhaupt nicht notwendig erachte, die aufzuführen. Und wirklich erklären wieso keine 6/6 kann ich nicht, eher so ein Bauchgefühl. Vielleicht bringbt euch ja die Aufschlüsselung weiter:

aufgeschlüsselt:
Story: 5 / 6
Sprache: 5 / 6
Charaktere: 6 / 6
Spannung: 5 / 6
fikt.Welt: 6 / 6





The Mortal Instruments: City of Bones; City of Ashes; City of Glass - [Taschenbuch] - Cassandra Clare - 1520 Seiten - Margaret K. McElderry Books  - 19. Oktober 2010 - [Englisch] - ISBN-10: 1442409525 - ISBN-13: 978-1442409521 - um die 18€




Kommentare:

Damaris hat gesagt…

Hi Momo,

sehr schön gesagt. Für mich sind die Chroniken der Unterwelt DIE Reihe überhaupt. Die Charaktere (vor allem Jace *grins*) sind einmalig. Außerdem sehr spannend und, du sagst es ganz treffend, iwie wirklichkeitsnah.
Lies bald Teil 4. Du wirst nicht enttäuscht und am Schluss ziemlich geschockt sein..
Ganz liebe Grüße,
Damaris

momo hat gesagt…

Ui danke für den Hinweis, ja ich bin sehr gespannt... und freue mich schon sehr drauf...