2012/02/25

lecker Elch im Ontario (kanadisches Steakhouse)




Zum Valentinstag führte mich der weltbeste Held meines Herzens aus. Das war soweit noch geplant, nicht geplant hatten wir das "WO". Eine Idee hatte sich am Tage schon wegen Überfüllung von selbst aus dem Rennen genommen und so grübelten wir noch beim Verlassen der Wohnung über das mögliche Ziel.

Entsprechend überraschend standen wir also so halb neun im kanadischen Steakhouse Ontario - direkt an der Frauenkirche in Dresden - zumindest ich überzeugt davon, vom Kellner direkt wieder nach Hause geschickt zu werden...

Dem war, trotz des vollen Haus, nicht so und nach ein paar Minuten an der Bar, brachte uns der junge, aber sehr professionelle Kellner an einem tollen Platz mit Eck-Lederbänkchen und schicken Kuschelkissen, mit bestickten Flaggen in der Nähe des Kamins. Viel romantischer ging es schon gar nicht mehr.

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Zum empfohlenen Wein, weil meine eigene Wahl noch auf dem Ozean schipperte, gönnten wir uns kanadisches Wasser, welches leider nicht so lecker war wie norwegisches, artesisches Wasser. Aber die Flasche war sooo schick, die hab ich direkt mitgenommen...

Und da ich mich mit der kanadischen Küchen so überhaupt nicht auskenne, erstmal gezielt die überraschendsten Vorspeisen geordert: Farnspitzensuppe und gefülltes kanadisches Fladenbrot. Mir war weder bewusst, dass man Farn essen kann, noch das Kanadier Fladenbrot essen... Egal...
Die Farnsuppe schmeckte nach Pilzbrühe mit leckeren Einlagen, dabei sind die Farnspitzen etwa 2-3cm im Durchmesser, so in Schnecken zusammen gekräuselt und schmecken ein bißchen wie Brokkoli ... ein bißchen anders aber lecker,
das kanadische Fladenbrot kam hier eher als großes Vollkornbrötchen aus Hefeteig mit Champignons in Rahmsauce... Lecker, aber sehr sättigend...

Unsere Hauptspeisen waren der Hammer: Ich hatte mich - durch meine nordischen Urlaube voller Vorfreude - für die Elchkeule entschieden. Es kam in großen Würfeln als Art Gulasch auf RahmWurzelgemüse, was mich wirklich überrascht hatte. Passte es doch geschmacklich perfekt zum Elch in Bordeaux-Sauce, welcher an keiner Stelle auch nur ein bißchen Fett war, sondern auf der Zunge zerging. Ein echter Gaumenschmaus.
Der weltbeste Held meines Herzen hatte sich für einen Karibu-Braten (kandisches Ren) entschieden, nicht ganz so zart aber in leckerer Sauce und in Begleitung extremst leckerer Beilagen...

Die Dessertwahl, eine Creme Brulee war weniger dem Appetit als der Lust auf Süsses geschuldet und schon sehr gut, aus sicherer Quelle weiß ich aber, dass man sich hier für den Schokokuchen entscheiden sollte, der würde das ganze Esen noch toppen. Kaum möglich, schwelgte ich doch schon in genüssligen Höhenlagen...
Und ganz wichtig, der (für mich) obligatorische Abschluss in Form eines Espresso war tatsächlich gut bis sehr gut.

Fazit: extremst lecker, ein bißchen anders, tolle Atmosphäre, nette, zuvorkommende, hilfsbereite Kellner - Schlemmen auf hohem Niveau... auch auf "höherem" Preisniveau... Aber ab und zu sollte man sich sowas ja gönnen...

Und weil Valentintstag war, durfte ich die Rose am Tisch direkt mitnehmen... Die blüht immer noch in ihrer frisch gefüllten kanadischen Wasserflasche an meinem Bett...

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* Dieser Post wurde nicht gesponsort und zeigt meine Meinung nach eigener Erfahrung

1 Kommentar:

Kalliope hat gesagt…

Das klingt so genial lecker und nach einer wirklich tollen Atmosphäre... wenn's mich doch mal wieder gen Dresden verschlägt, muss ich da unbedingt mal hin! :-)