2011/11/27

DIY: Adventskalender für die Eltern

Ich habe schon mit 12 angefangen für meine Eltern einen Adventskalender zu basteln. Der erste war ein riesengroßer gemalter Weihnachtsmann (Din A1) mit kleinen Bildchen. Schon im nächsten waren auch kleine Zettel mit "Hilfshausarbeiten" wie "Abendbrottisch decken".

Mittlerweile lebe ich gut 200km von meinen Eltern entfernt und trotzdem kriegen nun sowohl meine Schwiegerellis als auch meine Ellis einen Adventskalender. Ich bin ein riesiger Weihnachtsfreak und ich finde Weihnachten ist eine tolle Gelegenheit sich bei den lieben zu bedanken. Ein Weihnachtskalender ist eine tolle Gelegenheit. Seit ein paar Jahren hat es sich ergeben, dass ich gerne "Fotos" als Adventskalenderbasis benutze. Über's Jahr erlebe ich ja mit meinen Schatz ein paar Ausflüge und Urlaube und im Zeitalter der digitalen Fotografie sehen zwar die Ellis ein paar Fotos, aber zumeist sind diese ja nicht ausgedruckt/entwickelt.
Also suche ich zu Weihnachten die 24 "Best Of"-Bilder des Jahres zusammen. Aus Familienfeiern, Urlaube, Zwischendurchfotografien und natürlich auch ein paar Bilder von uns beiden. Das sind meistens für beide Familien andere. Zwar überschneiden sich ein paar Ereignisse, aber an sich sind es unterschiedliche Kalender.

Do it yourself:
Zu Beginn ist der Aufbau des Kalenders etwas teurer, denn man braucht pro Familie 24 Bilderrahmen in unterschiedlicher Größe. hier ist Ikea eine ganz günstige Ressource. Allerdings "recycle" ich den Kalender, ich bekomme im Laufe des Jahres ungefähr 20 Bilderrahmen wieder zurück. (wer kann sich auch 24 Bilder aufhängen.) Die Fotos an sich verbleiben natürlich und werden erfreut dort behalten.

Die Bilder aussuchen, wer will, wie ich, kann diese noch digital bearbeiten; das lohnt sich vor allem bei Handybildern.  Dann entwickeln und in die Bilderrahmen sortieren.
uneingepackter Kalender, unsortiert und "verfremdet", wegen der Fotos
Ich drucke mir dann meist einen Kalender für Dezember aus, schneide 24 kleine Zettel, beschrifte die und entscheide anhand des Datums welches Bild wann kommt. Natürlich könnte man das auch "randomizieren"(zufällig auswählen), aber bei uns in der Familie gibt es noch einige Geburtstage etc in Dezember.

Dazu finde ich meist so 4-8 spezielle Dinge, wie Weihnachtsschmuck, der zur entsprechenden Familie passt. Den verteile ich dazu. In den letzten Jahren habe ich dann noch spezielle Teepäckchen, die ich selber gerne trinke, und von denen ich weiß, dass sie meine Familie erstmal nicht kaufen würde. Die verteile ich dann noch zu den Fotos. Und dann kaufe ich ein bis zwei Packungen leckere Schokolade, die portionsweise verpackt sind.
Und dann komm die Arbeit: Ich suche mir 2 verschiedene Geschenkpapiere, die im Muste rund Farbe konträr sind, aber gut zueinander passen. (Passt auf, dass es die 10m Rollen sind, bzw kauft mehr). Jedes Bild muss nun eingepackt werden...
Klingt stressig, geht aber, wenn man's erstmal beginnt. Man muss auch nicht die gesamten Bilderrahmen einpacken, teilweise reicht es nur die Sichtflächen mit einem "Schlauch" aus dem Geschenkpapier zu bedecken. Nicht vergessen auf das Papier gleich die Zahl zu schreiben!
Dann nehme ich so ein günstiges Kringelgeschenkband und bilde damit so Schlaufen, das man die Bilder in Verpackung aufhängen kann.

Für den Tee bastel ich kleine Papiertüten (ist leichter als man denkt) aus dem Geschenkpapier, die kleinen Geschenke, packe ich auch ein und je nach Schokolade, klebe ich die einfach drauf oder packe diese auch in Tütchen. Durch meinen eigenen Adventskalender habe ich mal sehr viele kleine Säckchen genäht, da ist auch immer mal eins über.

Am Ende braucht meine Familie nur ein Brett (Fichte weil günstig, in 20cm "Breite" meist nur 1-2 Euro je nach Länge), so lang, wie ein Bild im Flur oder Wohnzimmer der beschenkten Familie. Zwei Haken oben an der Breitkante vorsichtig eindrehen, um dieses dort aufzuhängen. Dann Braucht man mind. 24 kleine Nägel, die man halb in die Vorderseite einschlägt, um die Päckchen daran zu hängen.

Diese können ruhig über den Rand des Brettes hängen, es ist nur wichtig, dass die Bilder nach dem Auspacken auch wieder dort angehangen werden können.

Nach den 24 Tagen hat meine Familie dann das Jahr in 24 Bildern an der Wand hängen.

Noch ein paar Tipps:
  • Um das schöner zu gestalten habe ich ganz unterschiedlich farbliche Bilderrahmen. 
  • Aber auch die Glasrahmen (im Vierepack für 3€, glaube ich) kann man individualisieren. Hier habe ich mit Fenstermalfarbe kleine Ränder in weihnachtlichen Stil draufgemalt - kleine Schneeflocken, stilisierte Weihnachtsbäume, ne Nikolausmütze etc.
  • Oder die günstigen holzfarbenen Rahmen habe ich mit schlichter Acrylfarbe bemalt, und kleine Muster draufgemalt.
  • Ein Jahr habe ich selbstgemachte Weihnachtsbaum-Ornamente mit eingepackt. 
  • Ein anderes Jahr habe ich Weihnachtsgedichte in die Rahmen zu den Fotos getan.
  • Oder meine Lieblingsrezepte des Jahres aufgeschrieben...
ungefähre Arbeitszeit pro Kalender: 4-8 Stunden, je nach Aufwand und wie schnell man einpacken kann.

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