2011/10/25

Selbstversuch: Kaktusfeigen


Wie ich vor kurzem ja schon erwähnte, bringe ich gerne interessante, kulinarische Mitbringsel aus meinem Urlaub mit. Letztens eben jene merkwürdige Frucht, die sich wohl Kaktusfeige nennt. Mit Feigen hab ich's im Allgemeinen ja nicht so, aber prinzipiell bin ich ja neuem Futter gegenüber immer aufgeschlossen.

Auch wenn sie an sich relativ unstachelig aussieht, den kratzbürstigen Namen hat sie zurecht. Denn nimmt man sie in die Hand bohren sich fiese kleine Stachel in die Haut, die man nur schwer wieder loswird. Ein Küchentuch oder Ähnliches ist also ganz angebracht. Gekauft habe ich die Frucht im grün-gelblichen Stadium, hatte aber schon auf dem Markt gesehen, dass sie es bis zum pinken Reifestadium schaffen kann. Schmecken tut sie aber auch schon in oranger Reife.
Der Auslage zufolge habe ich sie halbiert und dann wie eine Kiwi ausgelöffelt, das hat sich als ganz praktisch erwiesen. Prinzpiell schmeckt sie einem Granatapfel nicht ganz unähnlich, sie hat ebenso "harte", aber süßliche Kerne, die mit einem fast mehligen Fruchtfleisch zusammengehalten werden. Interessant von der Konsistenz, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Der bordeaux-rote Fruchtsaft färbt dabei alles, was er berührt und führt zu fiesen Flecken, also dem Granatapfel entsprechend. Ansonsten schmeckt die Kakusfeige im vollreifen Zustand zwar fruchtig, aber nicht übermäßig süß.

Fazit: gewöhnungsbedürftig, anstrengend im Umgang, aber durchaus lecker. Vielleicht etwas teuer in deutschen Landen. Definitiv einen Versuch wert.

Und da ich cleverer weise gleich ein paar mitgenommen hab, schlemme ich mal weiter und erinnere mich an den Strand, die warme Sonne und das schöne blaue Meer - kulinarische Urlaubserinnerungen eben...


Keine Kommentare: