2011/05/18

reloaded: Tag 9 - Welches ist dein Lieblingszitat aus einem Buch?

Schwer.
Die meisten Zitate merke ich mir nicht, sondern twittere sie mal kurz. Vor kurzem war das aus Tino Hanekamp - "So was von da":
"Ich werde einfach die nächsten vierzig Jahre hier sitzen bleiben, bis der ganze Quatsch vorbei ist." - "Welchen Quatsch meinst du?" - "Das Leben."
Hieran merkt man, ich mag einfache Sachen - die auf ironische Weise, Dinge auf den Punkt bringen. Aber ich könnte manchmal auch gesamte Passagen von Jostein Gaarder zitieren, wenn ich mirs nur lange genug merken würde.

Viele Zitate ziehe ich auch aus meinem Lieblinsgbuch - "Der unendlichen Geschichte". Schlaue kleine Sätze, die sich beinahe schon in meinen Sprachgebrauch gebohrt haben.
"Dann wirst auch du sterben!" - "Sterben... das wäre doch endlich mal was!"
"Es muss weh tun, damit es heilen kann." 

"Ich mag Kinder sehr, sehr gern." - "Zum Frühstück ?"
"Sind Sie selbst schonmal dagewesen?" - "Wo denkst du hin. Ich arbeite wissenschaftlich!"
"Weil man Menschen, die ohne Hoffnung sind, leichter unter Kontrolle halten kann. Und wer die Welt unter Kontrolle hält, der hat die Macht!"
Und für uns nimmersatte Bücherwürmer ist der Eingang aus diesem Buch eh unschlagbar:
Wer niemals ganze Nachmittage lang mit glühenden Ohren und verstrubbeltem Haar über einem Buch saß und las und las und die Welt um sich her vergaß, nicht mehr merkte, dass er hungrig wurde oder fror -
Wer niemals heimlich im Schein einer Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen hat, weil der Vater oder die Mutter oder sonst irgendeine Person einem das Licht ausknipste mit der gutgemeinten Begründung, man müsse jetzt schlafen, da man doch morgen so früh aus den Federn sollte -
Wer niemals offen oder im geheimen bitterliche Tränen vergossen hat, weil eine wunderbare Geschichte zu Ende ging und man Abschied nehmen musste von den Gestalten, mit denen man gemeinsam so viele Abenteuer erlebt hatte, die man liebte und bewunderte, um die man gebangt und für die man gehofft hatte, und ohne deren Gesellschaft einem das Leben leer und sinnlos schien -
Wer nichts von alledem aus eigener Erfahrung kennt, nun, der wird wahrscheinlich nicht begreifen können, was Bastian jetzt tat.
Er starrte auf den Titel des Buches, und ihm wurde abwechselnd heiß und kalt. Das, genau das war es, wovon er schon oft geträumt und was er sich, seit er von seiner Leidenschaft befallen war, gewünscht hatte: Eine Geschichte, die niemals zu Ende ging! Das Buch aller Bücher!
Und welche Zitate hat Kalliope für uns?

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