2011/05/07

reloaded: Tag 4 - Von welchem Buch wurdest du zum ersten Mal so richtig gefesselt?

Ei, was ne Frage. Als Leseratte, die aus einer Familie von Lesewütigen stammt, ist diese Frage wirklich nicht leicht zu beantworten. Meinen ersten Buchkontakt, der nicht mit diesen Gummi-Badebüchern gemacht wurde, hatte ich fast sicher auf dem Töpfchen, als mir mein Vater dort ein "Großes Mädchen-Bilder-Buch" gab, damit ich auch lange genug darauf sitzen blieb. Das war mein Töpfchenbuch. Ich glaube, dass hat mich tiefgehender geprägt als geplant. Bis heute nutze ich jede Gelegenheit zum lesen: Straßenbahn-/Zug fahren, zwischen Vorlesungen/Schulstunden, Badewannenbaden,  irgendwo auf irgendwas warten - über all ist ein Buch mit dabei.


Eines meiner ersten Bücher, dass ich selbst gelesen habe, war von Astrid Lindgren. Entweder war es wohl Pippi Langstrumpf (heiß und innig von mir verehrt), oder Michel aus Löneberga. Das weiß ich leider nicht mehr, aber meine Eltern haben sich irgendwann (schon zu Kindergartenzeiten) geweigert mir diese Bücher vorzulesen, also wuchs der Wunsch, das selbst lesen zu können. Dann kam bald Michael Ende, der mich bis heute regelmäßig verzaubert. Seine Bücher haben für mich eine unbedingte Philosophie, die mich immer wieder neu begeistert. Neben Momo und der unendlichen Geschichte hat mich vor allem der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch beeindruckt. Aber ich habe als Kind die unmöglichsten Bücher gelesen. Schon sehr früh habe ich die Ayla-Werke von Jean M. Auel verschlungen. Vielleicht war das nicht immer altersgerecht, aber meine Eltern vertraten die Meinung, jedes Buch, was das Kind lesen will, soll es auch lesen
Allerdings war der Bibliotheksausweis eher eine Fehlentscheidung, ein paar Jahre ging das gut, schnell wollte ich aber die Bücher auch besitzen und so mußte ein maximal Buchkauf-Grenze erstellt werden. Denn schon mit unter 12 kaufte ich von meinem ersparten die Gesamtausgabe von Karl May (Wie passend, wo ich jetzt nur eine Haltestelle entfernt vom Karl May Museum arbeite), die ich auch komplett verschlungen habe.
Interessanterweise lese ich heute gerne und oft "eigentliche" Jugendromane. 

Was das nun bedeutet und ob mich diese "freie" Leseentscheidungen anders beeinflusst haben, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall haben mich Bücher - egal welchem Genre - schon immer gefesselt und gerne Mal komplett aus der Realität gerissen. Eines besonders zu würdigen, oder das erste dabei zu benennen würde mir doch äußerst schwer fallen.
Und auch Kalliope hatte ihre Sorgen mit der Frage...

1 Kommentar:

Kalliope hat gesagt…

Was man kleinen Kindern nicht so alles antut - Töpfchen-Bilder, Töpfchen-Bücher, ... aber das haben wir ja schon an anderer Stelle thematisiert. ;-) Ansonsten kann ich nur sagen: Ich stimme deinen Worten aus vollstem Herzen zu!