2011/05/24

reloaded: Tag 11 - Was war der beste Buchanfang?

Wie man merkt, hat mich diese Frage länger beschäftigt, und so ging es hier nicht wirklich voran mit den Stöckchen. Aber ich finde die Frage schwer und auch gleich ein wenig unfair.

Und wie Kalliope mag ich diese "Teaser", die manchmal in Netz herumschwirren oder in Büchern hinten abgedruckt sind. Die Idee finde ich sogar toll. Meist sind es ja Fortsetzungen oder andere Werke vom gerade gelesenen Autor.
Und dann gab es auch in meinen Leseerfahrungen, die Bücher, die grandios anfingen und dann sich im Mittelmaß verloren. Das finde ich dann immer noch bedrückender, als wenn ein Buch durchgehend eher so mittelmäßig ist. (Ich entschudlige mich für den Satz, kriege den aber jetzt irgendwie nicht ordentlich umgestellt).

Wenn man wie ich - gerne Buch shoppen geht - liest man ja schon vor Ort rein, und ich habe mir angewöhnt, nicht vorne anzulesen sondern irgendwo. Und hier gebe ich einem Buch 3 Chancen, irgendwo reinzulesen. Packt mich eine der willkürlich aufgeschlagen drei Stellen nicht, stelle ich es erstmal wieder zurück. Diese Vorgehensweise mag mich manchmal um eine Spannungshöhe bringen, aber ich finde, man kann so viel besser den Autor kennenlernen. Schafft er es, mich in kurzer Zeit in seine Geschichte zu ziehen. Manchmal bin ich so hin udn weg von einem Buch im Buchladen, dass ich beinahe vergesse, ich kanns ja auch kaufen und nach Hause mitnehmen.

Aber ein Buch herauszupicken, bei dem mich der Anfang umgehauen hat? Ich glaub, das kann ich nicht. Jostein Gaarder hat im allgemeinen schöne Anfänge, und Akif Prininicci, natürlich mein hoch verehrter Michael Ende. Und der Anfang von Stephanie Plums "One for the money" hat mich sofort magisch angezogen, mittlerweile hab ich mich durch ihr Gesamtwerk geschmökert, mal besser, mal schlechter.  Manche Klassiker werden für ihren grandiosen Auftakt gelobt, den ich dann eher mittelmäßig finde.

Gerade so ein Anfang ja auch viel mit den eigenen Erwartungen zu tun, und diese werden ja gerne auch durch das Cover und Werbung "falsch" gesetzt. Ergo ein guter oder schlechter Anfang sagt - meiner Meinung nach - kaum etwas über das Buch aus.
Aber dann lese ich ja auch manchmal (okay öfter als man meinen sollte) Querbeet, also bin ich da vielleicht kein wirklich guter Beurteiler eines guten oder schlechten Anfangs....

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