2011/04/25

Impressionen eines geistig verwirrten Schlosses in Sachsen


Das Schloss in Wermsdorf liegt im schönen Sachsen irgendwo zwischen Riesa und Leipzig. Naja mehr oder minder, also so bei Oschatz.

Nachdem es als köngiglich sächsisches Jagdschloss ausgedient hatte, diente es als Strafanstalt (unter anderem auch 2 Jahre für Herrn Liebknecht), danach als Versorgungshaus für geisteskranke Frauen, später auch (und schon lange vor DDR-Zeiten) als Erziehungsanstalt für "blödsinnige Kinder" und als Blinednschule. Dann wurde als als Unteroffizierschule der Wehrmacht genutzt. Und auch zu Besetzungszeiten waren  hier erst die Amerikaner, später die Russen da. Auch heute noch wird es als Klinik der Psychatrie, Neurologie und Pädiatrie genutzt.


Seit ein paar Jahren wurde es aufwändig restauriert, allerdings nur "vorne", hintenrum bewahrte sich das riesige Anwesen den altehrwürdigen Charme seiner alten und durchwachsenen Geschichte. Fenster sind vergittert, die Türen dick und groß. Der Putz brökelt von den Wänden und doch strahlt es Positives aus, bald mehr als die neugestrichene Fassade, die schon wieder abzublättern beginnt.
Interessant: in einen der Flügel des Haupthauses hat man sogar über mehrere Etagen eine Kapelle eingebaut, die einzig bis heute ihren urspünglichen Zweck dient.


Irgendwie ein morbider Charme, den man sich schwer entziehen kann und der entdeckt werden will.

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