2011/02/15

der Italiener nicht ganz umme Ecke

Wer mich persönlich kennt, weiß, daß ich seit meinem US-Aufenthalt dank der netten Italienerin auf dem Spielplatz ein Faible für die italieniche Küche habe.
Neben dem Selberkochen und diversen Reisen in die Toskana, ist es immer wieder schön dieses italienische Flair kulinarisch aufleben zu lassen und sich professionell bekochen lassen.
Zum Glück gibt es mittlerweile auch in Dresden unglaublich delizöse Möglichkeiten der italienischen Kochkunst zu fröhnen, ohne einen selber auch nur einen Handschlag zu tun.
Bisher war mein Favorit das Classico Italiano an der Frauenkirche, deren Pasta al Giovanni mich jedes Mal die Speisekarte vergessen lässt.

Dank eines Tipps eines Arbeitskollegen meines Helden haben wir jetzt einen wirklichen Geheimtipp entdeckt, auch wenn die gestrige Erfahrung das "geheim" wohl eher streichen lässt. Denn das "Il Grottini da Salvatore" war packevoll, trotzdem seine Lage - versteckt im Stadtteil Plauen" - anderes vermuten liess. Internetrecherchen vorher hatten schon die "enge Bestuhlung" kritisiert, aber ganz ernsthaft, es war einfach nur gemütlich.

Klischeemässig wurden wir von einem gutgelaunten Italiener begrüßt, fast als wäre man Stammkunde anstatt Erstbesucher. Der Kellner empfiehlt einen am Tisch Küche, die nicht in der Karte steht und einem schonmal das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.
Wir haben uns für eine Antipasti-platte al Italiana entschieden, zum Glück haben wir sie uns geteilt. Die darauf verteilten Köstlichkeiten liessen lukullische Erinnerung an ein einzigartigen, genial opulenten Vorspeisenteller in einem etruskisches Lokal in Volterra wach werden. Kurz wir schwelgten im genießerisch siebten Lecker-schmecker-Himmel.

Und auch die Empfehlung des Kellners "Trüffelpasta" ließ keine Wünsche offen. Da ich mich schlicht nicht entschieden konnte, überliess ich es der Küche mich mit "Due die Pasta" kulinarisch zu überraschen. Die "Pasta al Grottini" war spitzenmässig und auch die gefüllten Tortellini in Salbeibutter ... - hmhmh, ja... yamyam....  *fingerableck* ... Sagen wir es so, mein Magen signalisierte Gefülltheit bevor meine Zunge vom Geschmackserlebnis lassen wollte.
Ich habe heute auf mein Frühstück verzichtet, denn ich träumte bis zum Morgengrauen von gestrigen Genüssen. Abgerundet hat das ganze ein herrlicher Bardolino, der zu beiden Gängen perfekt passte. Ein guter Espresso rundete das Erlebnis ab, und weil Valentinstag war bezirzte der Inhaber alle Frau beim Verlassen der Lokalität mit einer roten Rose.

Vielleicht keine ausgefallene Sternenküche, aber bodenständige, leckerste italienische Küche mit Charme und dolce vita Flair. Für mich steht fest, ich habe das ich einen (weiteren) neuen "Lieblingsitaliener" gefunden habe, zwar nicht um die Ecke und scheinbar schon die Entdeckung von so manchem Dresdner, aber wer will kann auch das "Il Faro da Salvatore" in Radebeul besuchen, aber trotzdem eine Vorreservierung und eine kleine Autofahrt wert. Nur schade, dass die Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr nicht wirklich passt, bzw. kaum vorhanden ist.

Für mich heißte es also heute die gestrigen Köstlichkeiten abzutrainieren und definitiv die Valentinsmuffins links liegen zu lassen, aber es war jede Sekunde wert.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

kann ich nur bestätigen, ist super da
ich geh immer mit den damen hin

ahoi berti