2010/12/17

Adventskalender vom Opa


 Als ich klein war, war ich ganz und gar ein Opakind, und nein ich bin nicht bei meinen Großeltern aufgewachsen. Aber ich war oft da - an Wochenenden, in den Ferien. Dann ist Opa mit mir abends vor dem Schlafengehen Funkeln gegangen - mit einer Taschenlampe den schmalen Weg zur Kiebitzhöhe hin; dort war eine kleine Bank an einem Baum und dort haben wir Sterne geguckt.
Und als ich als AuPair in die USA ging, hatte ich im verflixten 3. Monat (also im November) riesiges Heimweh. Und als hätten es meine Eltern gewusst, bekam ich zur (frühen) Vorweihnachtszeit ein riesiges Paket, locker so 20- 30kg. Darin war mein dicker Wintermantel, dicke Pullis, meine dicken Stiefel; aber und vor allem meine Weihnachts-/ Geburtstagsgeschenke, und vor allem mein Adventskalender. Den hatte der Opa für mich gebaut, ein großer weißer Friesenbaum und meine Mama hat mit Mosgummi ganz viele kleine Schachteln zu Häuser, Bäumen und Wolken verarbeitet und ein kleines Dorf darauf entstehen lassen. Dazu gab es ein paar kleinere Geschenke in Geschenkverpackungen, um die 24 Türchen zu vervollständigen. Für mich war damit Weihnachten gerettet.
Die Bäume und Wolken existieren leider nicht merh vollständig, aber egal ob ich ihn befülle oder nicht, der Kalender verziert jedes Jahr meine Wohnung und erinnert mich an meinen leider schon verstorbenen Opa. Ich glaube diesen Kalender werden noch meine Kinder aufmachen. Ich liebe ihn!

Keine Kommentare: