2010/08/18

[31 Tage - 31 Bücher]: Tag 4 - Dein Hassbuch

Wieder so ein Tag, an dem ich mich nicht entscheiden kann. Hätte man mich in meiner Schulzeit gefragt, so wär die Antwort postwendend
"Robinson Crusoe" von Daniel Defoe
gewesen. Denn wir mussten es in der 5.ten Klasse lesen und ernsthaft, ich hatte bis dahin, noch nie ein so dermaßen langweiliges Buch gelesen. Ich hab mich da tatsächlich durchgequält und zugegeben, von einigen Kapiteln nur die Zusammenfassungen meine Mitschüler gelesen.

Später aber hatte ich durch Zufall Stephen Kings Alter Ego Richard Bachmann in den Händen. Und dieses Buch treibt mir bis heute noch Angstschweiß ins Gesicht. Ernsthaft seit diesem Buch bin ich mir sicher, dass der Herr dringend ein paar sitzungen beim Psychotherapeut braucht.


Richard Bachmann - Regulator - [Deutsch]

Story: Futuritisch anmutende Lieferwagen tauchen an einem ruhigen Sommernachmittag tauchen in einem verschlafenen Städtchen auf. Ohne jede Vorwarnung richten sie ein furchtbares Blutbad an. Panik macht sich breit. Allerdings müssen die Überlebenden bald feststellen, daß dies nur der Auftakt zu einem schrecklichen Alptraum war.



Warum? Diese bzw so ähnliche Zusammenfassung bietet der Klappentext bzw Amazon an. Doch dieses dahinter ist weit schlimmer. Es geht um Vergewaltigungen des Sohnes an der Mutter. Ein Wesen, das sich in den achtjährigen Seth Garin eingenistet hat, scheint dafür verantwortlich zu sein. Nun heißt es, den unliebsamen Gast zu vertreiben, was sich als beinahe aussichtslos herausstellt. Die Menschen kommen zu den unmöglichsten Idee. Das Ganze ist angereichert mit "Briefen, Tagebucheinträgen, Postkarten, Zeitungsausschnitten, Drehbuchauszügen und Zeichnungen, dazu einem permanenten, gar rastlosen, raschen Springen der Erzählperspektive einer Figur zur anderen, von einem Absatz zum nächsten - und das konstant."
Als wäre das nicht genug beschäftigt sich die Story mit Gedankenlesen, Vorsehung, übersinnliche Wahrnehmung, Gespenstererscheinungen, Telephatie und/oder Telekinese, Geistreisen, Seelenwanderung, Parallelwelten und Virtual Reality. Dabei findet man geradezu einen ganzen Park an Figuren aus Action Heros, "Westernbanditen original aus dem Fernsehen und der kompletten Bewohnerschaft eines Straßenzuges einer fast idyllischen amerikanischen Vorstadt. Die Personalspannweite reicht von ganz jung bis alt, von nahezu ägyptischer Uralt-Zeit bis zu futuristischer Zukunft, von lebendiger Vergangenheit bis in sterbende Gegenwart." [aus einer Amazonrezension, weil ich das hätte nicht besser zusammenfasssen können.]
Ernsthaft für mich zu viel und vor allem viel zu plastisch beschrieben.

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