2010/08/25

[31 Tage - 31 Bücher]: Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Hmh, da fällt mir spontan erstmal nichts ein. Und eigentlich trifft das so richtig auf kein Buch zu. Bücher, die mir partout nicht gefallen, lese ich nicht zu Ende und vergebe/verschenke sie an andere Leser...

Am ehesten kommen da wohl die zwei Bücher in Frage:

Ken Follet - Die Säulen der Erden [deutsch]

Story: Als König Heinrich stirbt, entbrennt im England des 12. Jahrhunderts ein Kampf um seine Nachfolge. Da ist der Geistliche Francis, der seine Eltern auf grausame Weise durch marodierende Söldner verloren hat. Er bittet seinen Bruder Philip, welcher inzwischen erfolgreicher Prior eines einstmals heruntergekommenen und der Sünde anheim gefallenen Klosters, um Hilfe. So macht sich Philip macht sich auf den Weg zum Erzbischof von Canterbury und Abt von Glastonbury, welcher die Macht hat, die Aufständischen aufzuhalten. Gemeinsam mit dem ebenso mittellosen allerdings begabten Baumeister Tom. Dieser hat natürlich ebenfalls ein schweres Schicksal hinter sich und träumt den Traum einer Himmel stürmenden Kathedrale, die ein ewiges Zeugnis Gottes auf Erden sowie seiner Barmherzigkeit unter den Menschen sein sollen - eben jene „Säulen der Erde“- das größte Bauwerk des Abendlands.

Warum? Nun, die Story ist toll und komplex und genau das wurmt mich. Ken Follet nimmt sich die Zeit und erzählt die Geschichte vieler Nebenfiguren ausführlich und macht so aus der Geschichte ein Epos und dann gibt es wieder Figuren da wünschte man sich genau das, und man kriegt eine Art Stichpunktzettel und wird dann allein gelassen. Ich finde es in sich unausgereift und konnte mich nicht entscheiden, ob ich mehr wollte oder doch lieber weniger. Denn an einigen Stellen zieht sich die Story doch arg.

Cornelia Funke - Tintenblut [deutsch]


Story: Meggie lebt mit ihrem Vater Mo, welcher als "Bücherarzt" arbeitet. Eines Nachts steht ein merkwürdiger Mann vor der Tür und warnt Mo vor jemandem namens Capricorn. Also fliehen die Drei bei Nacht und Nebel. Nach und nach findet Meggie allerlei Geheimnisse heraus, welcher ihr Vater vor ihr zu verbergen versucht.  So hat er sich immer geweigert ihr vorzulesen, bloss wieso? Und dann ist da noch die Frage nach Meggies Mutter. Was ist da bloß wirklich geschehen, als sie vor vielen Jahren verschwand? Meggie wird vom grausamen Capricorn gefangen genommen und die ersten Rätsel lösen sich.  Capricorn will von Mo das Buch "Tintenherz", denn Capricorn selbst -- und nicht nur er -- ist aus diesem Buch in unsere Welt gekommen. Er wurde von Mo sozusagen "herausgelesen". Ein Albtraum wird lebendig, ein Buch erwacht zum Leben. Und so wird Meggie zum Angelpunkt eines dunklen Kampfes zwischen Realität und allzu realer Fiktion.


Warum? Auch hier die Story an sich ist toll. Allerdings wird lange auf das Ende hin gearbeitet und Puff, dann ist alles auch schon vorbei. Irgendwie hat man das Gefühl das versucht wird schnell ein Ende zu finden und für eine Fortsetzung vorzubereiten. Und dann ist danoch dieser moralische Zeigefinger. Ich hasse das. Ein Grund warum ich nicht Narnia lese. Für ein Film ist ein solcher Spannungsbogen toll und so kann ich den Film auch wärmstens empfehlen, dass Buch ist gen Ende hin eher eine Enttäuschung. Aber vieleicht mag ich einfach den Stil von Frau Funke nicht... Wer weiß.

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